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Opponents of anti-immigration movement Patriotic Europeans Against the Islamisation of the West (PEGIDA) gather for a PEGIDA demonstration in Dresden, Germany October 19, 2015. A PEGIDA rally is being held to mark the one-year anniversary of the formation of the right-wing group.    REUTERS/Fabrizio Bensch

13'000 Demonstranten demonstrieren unter dem Motto «Herz statt Hetze». 
Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Mehr als zehntausend Menschen protestieren in Dresden gegen Pegida



In Dresden haben sich am Montagabend mehr als zehntausend Menschen an Protesten gegen den Aufmarsch zum einjährigen Bestehen der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung beteiligt.

Durchgezählt bezifferte die Teilnehmerzahl von vier verschiedenen Protestveranstaltungen über 13'000. Aufgerufen hatte zu den Protesten ein breites Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Organisationen, das Motto der Pegida-Gegner lautet «Herz statt Hetze».

Zum Teil wollten die Pegida-Gegner mit ihren Protesten in der Nähe der Kundgebung von Pegida auf dem Dresdner Theaterplatz enden. Um ein gewalttätiges Aufeinanderprallen der Gruppen zu verhindern, setzte die Polizei nach Angaben des sächsischen Innenministers Markus Ulbig mehr als tausend Polizisten ein. Diese kamen aus sechs Bundesländern, berichtete Ulbig.

Ein AFP-Reporter berichtete, dass es trotz des massiven Polizeiaufgebots am Dresdner Schlossplatz zu ersten Auseinandersetzungen kam. Auch der MDR berichtete von ersten Krawallen. Die Polizei nannte die Stimmung «sehr emotionsgeladen» und rief über Twitter zur Besonnenheit auf.

Mehrere tausend an Pegida-Kundgebung

Die Pegida-Kundgebung begann am Montagabend mit hohen Teilnehmerzahlen. Schätzungen zu der genauen Anzahl der Teilnehmer lagen allerdings zunächst nicht vor, ein AFP-Reporter berichtete von mehreren tausend Teilnehmern bereits zu Beginn der Versammlung.

Erstmals bauten die Pegida-Organisatoren eine Videoleinwand zur Übertragung ihrer Kundgebung auf. Die Pegida-Anhänger riefen wie bei den Kundgebungen üblich «Wir sind das Volk». Ausserdem gab es Proteste gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Verantwortlichen der Semperoper, vor der Pegida sich traf, veröffentlichten selbst Sprüche gegen Pegida. Auf einer elektronischen Tafel stand «Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass». Ausserdem warb die Semperoper mit bunten Schildern für ein weltoffenes Dresden. (jas/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 19.10.2015 21:13
    Highlight Highlight Es läuft optimal!
    Es gilt auch hier der alte Grundsatz: Divide et impera - teile und herrsche.
    Die Gruppierungen der Pegida, Pegida-Gegendemonstranten und die Islamisten/Salafisten sind zwar Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse, sie stellen aber das gegenwärtige Politik- und Wirtschaftssystem nicht infrage. Und solange diese kleine Gruppierungen der Nichtsnutze und Habenichtse sich gegenseitig extrem feindselig gegenüberstehen und sich fertigmachen, läuft für die Politik und Wirtschaft alles optimal.
    • Chlinae_Tigaer 21.10.2015 06:48
      Highlight Highlight @DOOA

      Du scheinst hier was durcheinander zu bringen.

      Die Pegida sind keine Menschenfeinde.

      Und NEIN, bevor die Trolle hier wieder Dinge behaupten/ unterstellen, ich bin KEIN Pegida Anhänger noch Pegidafreak oder sonst was.

      Jedoch; Wer sich informiert weiss das der Islam rechtsextrem und äußerst Menschenfeindlich ist.

      Also eigentlich genau das, was die Linken bekämpfen.

      Wieso, frag ich mich, informieren sie sich nicht?

      Stattdessen sie dem Monster, welches sie bekämpfen, Tür und Tor öffnen.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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