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13'000 Demonstranten demonstrieren unter dem Motto «Herz statt Hetze». 
Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Mehr als zehntausend Menschen protestieren in Dresden gegen Pegida

19.10.2015, 19:2920.10.2015, 06:50

In Dresden haben sich am Montagabend mehr als zehntausend Menschen an Protesten gegen den Aufmarsch zum einjährigen Bestehen der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung beteiligt.

Durchgezählt bezifferte die Teilnehmerzahl von vier verschiedenen Protestveranstaltungen über 13'000. Aufgerufen hatte zu den Protesten ein breites Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Organisationen, das Motto der Pegida-Gegner lautet «Herz statt Hetze».

Zum Teil wollten die Pegida-Gegner mit ihren Protesten in der Nähe der Kundgebung von Pegida auf dem Dresdner Theaterplatz enden. Um ein gewalttätiges Aufeinanderprallen der Gruppen zu verhindern, setzte die Polizei nach Angaben des sächsischen Innenministers Markus Ulbig mehr als tausend Polizisten ein. Diese kamen aus sechs Bundesländern, berichtete Ulbig.

Ein AFP-Reporter berichtete, dass es trotz des massiven Polizeiaufgebots am Dresdner Schlossplatz zu ersten Auseinandersetzungen kam. Auch der MDR berichtete von ersten Krawallen. Die Polizei nannte die Stimmung «sehr emotionsgeladen» und rief über Twitter zur Besonnenheit auf.

Mehrere tausend an Pegida-Kundgebung

Die Pegida-Kundgebung begann am Montagabend mit hohen Teilnehmerzahlen. Schätzungen zu der genauen Anzahl der Teilnehmer lagen allerdings zunächst nicht vor, ein AFP-Reporter berichtete von mehreren tausend Teilnehmern bereits zu Beginn der Versammlung.

Erstmals bauten die Pegida-Organisatoren eine Videoleinwand zur Übertragung ihrer Kundgebung auf. Die Pegida-Anhänger riefen wie bei den Kundgebungen üblich «Wir sind das Volk». Ausserdem gab es Proteste gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Verantwortlichen der Semperoper, vor der Pegida sich traf, veröffentlichten selbst Sprüche gegen Pegida. Auf einer elektronischen Tafel stand «Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass». Ausserdem warb die Semperoper mit bunten Schildern für ein weltoffenes Dresden. (jas/sda/afp)

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