International
Deutschland

Verurteilter Mörder flieht bei Haftausflug am Bodensee

Verurteilter Mörder flieht bei Haftausflug am Bodensee

16.12.2017, 14:4316.12.2017, 14:43

Ein verurteilter Mörder aus Deutschland ist bei einem Haftausflug am Bodensee geflohen. Der 42-Jährige sei nach der Flucht vom Donnerstag noch immer nicht gefasst, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Konstanz.

Zuvor hatte die «Heilbronner Stimme» berichtet, dass der Häftling in Begleitung von zwei Beamten nach Friedrichshafen gereist war, um sich in einem Café mit seiner Familie zu treffen. Nach einem Toilettengang rannte er davon. Er verbüsst der Polizei zufolge seit 1997 eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn.

«Der Gefangene, dem in Friedrichshafen die Flucht gelang, befand sich nicht im offenen Vollzug», sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums dem Blatt. «Von daher sollte eine solche Flucht, auch wenn wir davon ausgehen, dass vom Gefangenen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung ausgeht, natürlich nicht vorkommen.»

Dem Bericht zufolge hat der Mann seinen Vermieter erschlagen. Eigentlich habe in der nächsten Woche eine gerichtliche Entscheidung angestanden, ob der Häftling auf Bewährung frei komme.

Erst vor wenigen Tagen waren zwei Gefangene aus der Aussenstelle der Heilbronner Justizvollzugsanstalt Hohrainhof geflohen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten sie kurz vor ihrer Entlassung gestanden – ursprünglich waren sie wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte in Haft. Sie sind mittlerweile gefasst.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die Ukrainerin Kseniya Latko hat den Neustart geschafft: Etwas will sie der Schweiz sagen
Nach dem Kriegsausbruch verliess sie die Ukraine Hals über Kopf in Richtung Schweiz. Vier Jahre später kann sich Kseniya Latko nicht mehr vorstellen, in ihre Heimat zurückzukehren.
In ihrer Heimatstadt Saporischschja, gelegen im Südosten der Ukraine, lebte Kseniya Latko mit ihrer Familie in einer Wohnung in einem gehobenen Viertel am Ufer des Flusses Dnepr. Sie arbeitete als Gefängniswärterin, ihr Ehemann als Bauleiter. «Wir hatten ein gutes Leben», sagte sie, als sie CH Media im März vor vier Jahren über ihre Flucht in die Schweiz berichtete.
Zur Story