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Wolf beisst Frau in Hamburg – Tier in der Innenstadt gefangen

Wolf beisst Frau in Hamburg – Tier in der Innenstadt gefangen

In Hamburg hat ein Wolf im Stadtteil Altona eine Frau gebissen. Polizisten fangen das Tier später an einem ungewöhnlichen Ort in der Innenstadt ein.
31.03.2026, 04:5731.03.2026, 04:57
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t-online

Ein Wolf hat im Hamburger Bezirk Altona eine Frau gebissen und verletzt. Das bestätigte die Polizei der Nachrichtenagentur dpa. Noch am späten Montagabend konnten Beamte das Tier in der Innenstadt einfangen: Am Anleger an der Binnenalster zogen sie den Wolf mit einer Schlinge aus dem Wasser.

Ein Sprecher des Lagezentrums schilderte, dass zuvor Hinweise von Anrufern eingegangen seien, die das Tier dort und an anderen Orten gesehen hatten. Der eingefangene Wolf sei anschliessend abtransportiert worden; für die weiteren Schritte sei nun die Umweltbehörde zuständig.

Wolf-Europaeischer Grauwolf in Deutschland in Aktion. Wolf-Grauwolf *** Wolf European gray wolf in action in Germany Wolf gray wolf
In Hamburg hat ein Wolf eine Frau gebissen. (Symbolbild)Bild: www.imago-images.de

Wie schwer die Frau verletzt wurde und wo genau der Biss sie traf, dazu machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben.

Wolf in Hamburg: Ist es dasselbe Tier?

Ob es sich bei dem eingefangenen Wolf in Hamburg um dasselbe Tier handelt, das bereits am Wochenende in mehreren Stadtteilen gesichtet worden war, ist noch nicht gesichert. Ein Sprecher der Leitstelle erklärte, man halte es jedoch für wahrscheinlich, da nicht davon ausgegangen werde, dass sich mehrere dieser Tiere im Stadtgebiet aufhalten.

Laut früheren Angaben der Umweltbehörde hatten mehrere Menschen seit Samstag einen Wolf in Hamburg beobachtet. Zunächst sei das Tier in Parks entlang des Falkensteiner Ufers in Blankenese gesichtet worden, später dann weiter östlich in den Stadtteilen Nienstedten und Othmarschen. Der Wolfsexperte Norman Stier von der Technischen Universität Dresden habe anhand eines Videos und eines Fotos aus der Bevölkerung bestätigt, dass es sich zweifelsfrei um einen Wolf handele.

Wölfe gelten als scheu – was bei einer Begegnung zu tun ist

Dass ein Wolf einen Menschen beisst, ist ungewöhnlich. Wölfe gelten als scheu und weichen Menschen in der Regel aus. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt in Bayern können vor allem Jungtiere neugierig auf Menschen reagieren, ziehen sich aber zumeist langsam und gelassen zurück. Bei einer Begegnung sollte man sich ruhig verhalten, gegebenenfalls den Hund anleinen, nicht weglaufen und dem Wolf nicht folgen. Auf keinen Fall sollten Wölfe gefüttert werden, denn das könnte sie an die Nähe von Menschen gewöhnen.

Das deutsche Umweltministerium hält auf seiner Internetseite fest: «Es gehört zum normalen Verhalten der Wölfe, dass sie gelegentlich auch tagsüber in Sichtweite von bewohnten Gebäuden entlanglaufen, nachts dann und wann Dörfer durchqueren oder am Dorfrand nach Nahrung suchen.»

Übergriffe auf Menschen sind dennoch sehr selten. Mit Verweis auf eine Studie des Norwegischen Instituts für Naturforschung (NINA) aus dem Jahr 2002 heisst es:

«Wolfsangriffe auf Menschen lassen sich vor allem auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futterkonditionierung.»

In Deutschland hatte im August 2023 ein Wolf einen achtjährigen Jungen aus Schleswig-Holstein im Filmtierpark Eschede bei Celle in die Brust gebissen. Die Familie hatte eine sogenannte «Tierbegegnung» gebucht.

Wolf in Hamburg ist kein neues Phänomen

Das Tier schnupperte zunächst an der Hand des Kindes und schnappte dann aus ungeklärter Ursache zu. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen.

Wölfe sind in Hamburg kein völlig neues Phänomen. Bereits Ende Januar dieses Jahres war laut Umweltbehörde ein Wolf im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook gesichtet worden. Mitte März wurde ein Tier auf der Autobahn 25 von einem Fahrzeug überfahren. Erstmals tauchten Wölfe in Hamburg im Jahr 2013 auf – seitdem häufen sich die bestätigten Sichtungen. Besonders häufig werden die Tiere zwischen März und Mai gemeldet.

Verwendete Quellen:

  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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