International
Deutschland

Helgolandfähre nach Stromausfall wieder am Festland

Gute Stimmung dank «genügend Bier» – Helgolandfähre nach Stromausfall wieder am Festland

07.10.2024, 07:34

Die manövrierunfähige Helgolandfähre «Funny Girl» mit knapp 250 Menschen an Bord hat am frühen Montagmorgen nach stundenlanger Fahrt auf der Nordsee das Festland erreicht. Das Fahrgastschiff wurde von zwei Schiffen abgeschleppt.

Die Fähre wurde von den zwei Schleppern in den Hafen der schleswig-holsteinischen Gemeinde Büsum gebracht, wie ein Reporter der deutschen Nachrichtenagentur DPA berichtete.

The catamaran ferry going to the island of Helgoland arrives in the harbour as the sun rises in Hamburg, Germany, Friday, Oct. 4, 2024. (AP Photo/Michael Probst)
Eine Helgolandfähre in Hamburg. (Symbolbild)Bild: keystone

Eigentlich sollte das Schiff bereits am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr zurück in Büsum sein. Doch daraus wurde nichts. Es gab einen Stromausfall an Bord, wie ein Sprecher des Wasserstrassen- und Schifffahrtsamts Elbe-Nordsee (WSA) der deutschen Nachrichtenagentur DPA sagte. Ein solcher Ausfall ist nach Angaben des Amts nicht ungewöhnlich und kann in der Regel mit Bordmitteln behoben werden – in diesem Fall allerdings nicht. Die Crew des Schiffes habe gegen 17.30 Uhr Kontakt zur Verkehrszentrale aufgenommen.

Dem «Hamburger Abendblatt» zufolge hatte eine Schalttafel der Elektrik für den Maschinenraum ihren Dienst eingestellt. Deswegen seien beide Generatoren ausgefallen, die Kühlung der Maschinen und damit die Maschinen selbst. Der Notgenerator konnte dem Bericht zufolge keinen Strom ins Netz einspeisen.

Entspannte Stimmung

Erst am frühen Morgen gegen 02.15 Uhr konnten die Passagiere das Schiff verlassen. Es dauerte rund eine halbe Stunde, bis alle von Bord waren. Die meisten wirkten entspannt – und wollten nur möglichst schnell nach Hause. Nach Angaben der Polizei-Leitstelle Elmshorn wurde von den 250 Passagieren niemand verletzt.

Die Stimmung an Bord war zunächst offenbar gar nicht so schlecht: Ein Mitarbeiter der Funke-Medien-Gruppe, der an Bord war, sagte dem «Hamburger Abendblatt» am früheren Abend, da die See ruhig sei und die Strömung die «Funny Girl» ganz leicht in Richtung Helgoland zurücktreibe, sei die Stimmung an Bord entspannt. Der norddeutsche Humor der Besatzung hätten ihren Teil dazu beigetragen. «Die haben gleich zu Beginn durchgesagt, die gute Nachricht sei, dass wir genug Bier an Bord hätten», sagte der Reporter dem «Hamburger Abendblatt». (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Yachten der Superreichen
Luxusyacht mit 1000 Schuss Munition an Bord brennt aus und sinkt in Los Angeles
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
«Die USA befinden sich in einem Krieg, aus dem sie nicht mehr herauszukommen wissen»
Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran atmet die Welt auf. Dabei sind viele Fragen noch offen und ein Frieden alles andere als in Sicht, wie Staatswissenschaftler Andreas Böhm im Interview einordnet.
Kurz bevor das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an das iranische Regime abgelaufen ist, haben sich die beiden Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Ist die Welt knapp an einem atomaren Angriff der USA auf den Iran vorbeigeschlittert?
Andreas Böhm: Das ist schwer zu sagen, und ich hoffe natürlich, dass diese Frage nicht im Raum stand. Die Nutzung von Atomwaffen ist auf internationaler Ebene absolut geächtet. Die USA hätten es sich damit mit allen ihren Verbündeten verspielt. Ausserdem hätten sie damit rechnen müssen, dass der Iran massiv zurückschlagen würde. Trotzdem gab es Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein atomarer Angriff nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte.
Zur Story