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China verurteilt Computer-Techniker wegen Spionage zum Tode

China verurteilt Computer-Techniker wegen Spionage zum Tode

20.04.2016, 06:2620.04.2016, 06:31

Ein Computertechniker ist in China wegen Spionage zum Tode verurteilt worden. Der Mann soll 150'000 vertrauliche Dokumente einem ausländischen Geheimdienst gegeben zu haben, wie das Staatsfernsehen am Mittwoch berichtete.

China hat einen IT-Spion ins Visier genommen.
China hat einen IT-Spion ins Visier genommen.
Bild: EDGAR SU/REUTERS

Der geständige Huang Yu wurde in orangefarbener Gefängnisweste und Handschellen im Fernsehen vorgeführt. Für 700'000 US-Dollar soll er auf Reisen nach Südostasien, Hongkong und Macao zwischen 2002 und 2011 Informationen an Agenten weitergegeben haben, darunter 90 hochgeheime Dokumente und auch militärische Codes.

Der 41-Jährige habe für ein Institut in der südwestchinesischen Stadt Chengdu gearbeitet, das sich auf Verschlüsselung spezialisiert habe, hiess es weiter. Es ist einer der grössten, bekannt gewordenen Spionagefälle in den vergangenen Jahren.

China

Zuletzt war im November 2008 der Geschäftsmann und Biomediziner Wo Weihan trotz internationaler Appelle wegen angeblicher Spionage für Taiwan hingerichtet worden. Seither hat China seinen Kampf gegen Spionage noch verschärft und gerade diese Woche erst wieder vor ausländischer Agententätigkeit gewarnt. Mit der Veröffentlichung des Falls fünf Jahre nach der Festnahme des Technikers könnte die Regierung ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Geheimnisverrat demonstrieren wollen.

(sda/dpa)

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