International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trump warnt Unterstützer vor Rückkehr der USA zu Klimaabkommen



epa08573589 US President Donald J. Trump speaks at the Double Eagle Energy Rig in Midland, Texas, USA, 29 July 2020. Trump spoke on energy dominance and private investment in energy infastructure. Double Eagle Energy reports it is one of the largest producers in the Permian Basin of western Texas and southeastern New Mexico.  EPA/MARK ROGERS

Trump in Midland. Bild: keystone

US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützer im Fall seiner Wahlniederlage im November vor einer Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen gewarnt. Bei einem Besuch bei einer Ölförderanlage in Midland (Texas) sagte der Republikaner, ein solcher Schritt würde die USA im globalen Wettbewerb benachteiligen und «Abermilliarden Dollar» kosten. Sollten die Demokraten an die Macht kommen, würden sie nicht nur die Öl- und Gasindustrie, sondern die gesamte US-Wirtschaft zerstören. Die USA würden dann zu «einem weiteren Venezuela». Trump liegt in landesweiten Umfragen derzeit hinter seinem designierten Herausforderer bei der Wahl, Joe Biden.

Der demokratische Ex-Vizepräsident Biden hat im Falle seines Wahlsiegs eine Rückkehr zum Klimaschutzabkommen von Paris versprochen und noch ambitioniertere Ziele in Aussicht gestellt. Trump hatte nach seinem Amtsantritt Anfang 2017 den Ausstieg aus dem UN-Klimaabkommen verkündet. Trumps Besuch am Mittwoch in Texas wurde als Reise des Präsidenten deklariert und vom US-Steuerzahler bezahlt. In weiten Teilen glich Trumps Auftritt aber einer Wahlkampfveranstaltung. Biden und die «radikalen linken» Demokraten ging der Präsident scharf an.

«Sie wollen alle amerikanischen Werte entwurzeln und zerstören», sagte Trump. «Sie wollen jede Spur von Religion aus dem nationalen Leben tilgen. Sie wollen unsere Kinder indoktrinieren, der Polizei die Finanzierung entziehen, die Vorstädte abschaffen, Unruhen anstiften und jede Stadt den radikalen Linken ausliefern.» Mit Bidens tatsächlichem Programm stimmen diese Behauptungen nicht überein.

Der Sender CNN veröffentlichte am vergangenen Sonntag eine Umfrage, wonach Trump in drei umkämpften Bundesstaaten hinter Biden liegt: Florida, Arizona und Michigan. Alle drei Bundesstaaten hatte Trump 2016 gewonnen. In landesweiten Umfragen liegt Trump seit Wochen deutlich hinter Biden. Landesweite Befragungen haben aber wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA sehr begrenzte Aussagekraft.

Am Ende ist eine Mehrheit von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten für einen Sieg ausschlaggebend, nicht die Mehrheit der Wählerstimmen. Trump war es 2016 überraschend gelungen, die drei sogenannten Swing States Pennsylvania, Michigan und Wisconsin zu gewinnen. Swing States sind Bundesstaaten, in denen die Wählermehrheiten immer wieder wechseln. Selbst wenn er zwei davon in diesem Jahr verlöre, käme er auf ausreichend Wahlleute - vorausgesetzt, er kann alle anderen Bundesstaaten halten, in denen er sich 2016 durchgesetzt hatte. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die besten und verrücktesten Schlagzeilen aus den USA

«Eine Nachricht an dich, Trump: Halte für einmal deine verf***** Klappe»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 30.07.2020 18:15
    Highlight Highlight Kurzfristig und egoistisch denkende Menschen wählen Trump...

    Langfristig und nachhaltig denkende wählen ihn nicht...
  • Thomas Oetjen 30.07.2020 14:00
    Highlight Highlight Ich dache, Swingstates sind die Staaten bei denen alle Wahlmänner des ganzen Staates für den führenden Kandidaten stimmen müssen und darum so wichtig sind und nicht wie am Artikel beschrieben wechselnde Mehrheiten. Die gibt es auch in anderen Staaten.
  • Lowend 30.07.2020 11:11
    Highlight Highlight Die totale Unfähigkeit der Rechtspopulisten in der Coronakrise, wo sie durch ihre Ignoranz hunderttausende Menschen sterben, hat ihr Pendant in der noch viel gravierenderen Fehlern, die sie punkto Klimaerhitzung machen.

    Die Historiker werden dann mal sagen müssen, dass durch die Unterlassungen der rechtspopulistischen Führer zu Beginn dieses Jahrtausends, Millionen, wenn nicht gar Milliarden von Menschen ihre Lebensgrundlage verloren haben.
  • -V- 30.07.2020 10:29
    Highlight Highlight den Karren mit vollgas an die wand fahren reicht nicht? ... Raketen antrieb wenn möglich noch zünden! ... dieser voll Pf*...
  • Völkerrechtler 30.07.2020 09:01
    Highlight Highlight Es ist eine Sache, wie fragwürdig sich Trump innenpolitisch positioniert, aber das Weltklima geht uns alle an!

    Das Schlimmste und Folgenreichste an Trumps Präsidentschaft ist seine Umweltpolitik!

    Bislang konnten fähigere Gouverneure der einzelnen Bundesstaaten, Gerichte und eine störrische Umweltbehörde das Allerschlimmste verhindern.

    Aber noch einmal vier Jahre Trump und auch der letzte grüne Widerstand in den US-Behörden ist ausgemerzt!
  • banda69 30.07.2020 08:50
    Highlight Highlight Rechtspopulismus ist, wenn Geld und Gier vor Mensch und Umwelt gestellt werden. Das kennen wir ja auch von der rechtspopulistischen SVP.
  • Tschowanni 30.07.2020 08:13
    Highlight Highlight Die Hurrikan Saison Macht dieses Jahr wohl eine Auszeit? Damit ist Klimaschutz nicht mehr so wichtig
  • Baba 30.07.2020 08:02
    Highlight Highlight Die aktuelle Pandemie und deren Auswirkungen zeigt ja eindrücklich, wie gut es der US Wirtschaft unter der umsichtigen Führung eines Donald Trump geht...

    QJa, Amerika ist wirklich zurück 🙄
  • wasps 30.07.2020 07:57
    Highlight Highlight Was er vergessen hat zu erwähnen: Sie wollen eure Kinder fressen. Witzfigur.

Die Lunge der Welt brennt – 5 Bilder zeigen, wie verheerend die Brände im Amazonas sind

Der Amazonas brennt. In Brasilien, Bolivien und Paraguay wüten die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Diese Bilder zeigen, wie heftig die Brände sind – und was sie für die Welt bedeuten.

Die Dimensionen sind gewaltig: In Brasilien wüten die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. 2000 Kilometer nordwestlich von São Paulo brennen Hunderte Quadratkilometer des Amazonasgebiets – auch Paraguay und Bolivien sind betroffen.

Die Zahlen des Raumfahrtforschungszentrum Inpe sind erschreckend: 2019 wurden bereits über 70'000 Brände im Amazonas-Gebiet registriert. Die Zahl der Brände stieg im Vergleich zum Vorjahr um 83 Prozent.

Nicht nur aus dem Weltall sind die Brände deutlich zu erkennen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel