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A boat navigates at night between icebergs in eastern Greenland, late Friday, Aug. 15, 2019. Greenland has been melting faster in the last decade and this summer, it has seen two of the biggest melts on record since 2012. (AP Photo/Felipe Dana)

Trump spielt mit dem Gedanken, Grönland zu kaufen. Bild: AP

«Verrückt geworden» – das halten die Dänen von Trumps Plan, Grönland zu kaufen



US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Wirtschaftsberaters tatsächlich an einem Kauf Grönlands interessiert. Der Präsident kenne sich gut mit Immobilienkäufen aus und «will sich das anschauen», sagte Larry Kudlow am Sonntag im Nachrichtensender Fox News.

Er wolle nicht spekulieren, wohin das führe, aber Grönland sei strategisch bedeutend. «Sie haben viele wertvolle Mineralien», sagte Kudlow. Aber natürlich gehöre Grönland zum Nato-Partner Dänemark, fügte er hinzu.

«Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist.»

Sören Espersen

Die Berichte am Donnerstag legten nahe, Trump habe Berater angewiesen, den Kauf zu prüfen. Wie seriös die Absichten seien, sei selbst für seine Mitarbeiter unklar gewesen, hiess es weiter.

Trump, der als Immobilienunternehmer reich wurde, erklärte am Sonntag, er sei «strategisch» an Grönland interessiert. Das stehe aber nicht ganz oben auf seiner Agenda. Trump wird Anfang September erstmals in Dänemark erwartet.

Grönland und Dänemark haben die Idee eines Verkaufs zurückgewiesen. Das Weisse Haus hatte sich bislang nicht zu Berichten geäussert, wonach Trump Interesse an Grönland geäussert haben soll.

epa07775907 (FILE) - Houses in the village of Upernavik in western Greenland, 11 July 2015 (reissued 16 August 2019). According to news reports, US President Donald J. Trump has 'repeatedly' asked aides about their views on the US buying Greenland.  EPA/LINDA KASTRUP  DENMARK OUT

Ein kleines Dorf in Upernavik im Westen Grönlands. Bild: EPA

«Grönland steht nicht zum Verkauf»

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen besuchte die Insel am Sonntag und betonte dort erneut, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe.

«Grönland ist nicht zu verkaufen», sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Sonntag der Zeitung «Sermitsiaq» während eines Besuchs auf der Insel. «Grönland ist nicht dänisch. Grönland gehört zu Grönland. Ich hoffe inständig, dass das nicht ernst gemeint ist.»

Dänische Politiker hatten schon zuvor mit Kopfschütteln auf Trumps Überlegung reagiert. «Es muss sich um einen Aprilscherz handeln», hatte Ex-Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen gesagt.

«Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist», erklärte der aussenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen. «Der Gedanke, dass Dänemark 50'000 Bürger an die Vereinigten Staaten verkauft, ist völlig lächerlich.»

Strategische Bedeutung

Grönland ist eine eisbedeckte Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer, auf der sich der US-Militärflugplatz Thule Air Base befindet.

Die Insel mit seinen rund 56'000 Einwohnern ist etwa sechs Mal so gross wie Deutschland und hat den Status eines autonomen Territoriums von Dänemark.

Grönland zieht aufgrund seiner strategischen Lage und seiner Bodenschätze die Aufmerksamkeit der globalen Grossmächte China, Russland und USA auf sich. (sda/dpa/reu)

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