Lagerraum von Epstein entdeckt – Liste zeigt Details
Jeffrey Epstein soll vor einer Polizei-Razzia im Jahr 2005 belastendes Material aus seinem Anwesen entfernt und in geheimen Lagerräumen versteckt haben. Wie die britische Tageszeitung «Telegraph» berichtet, engagierte der verstorbene Sexualstraftäter dafür eine Privatdetektei, die Computer, CDs und weitere Gegenstände in mindestens sechs verschiedenen Lagerboxen unterbrachte.
Die nun veröffentlichte Inventarliste eines dieser Lagerräume offenbart bisher unbekannte Details. Neben Computern und Nacktfotos fanden sich dort auch Handbücher für Sex-Sklavinnen, Pornohefte mit Titeln wie «Gerade einmal 18» sowie elf Kisten mit Sexspielzeug. Die Polizei hatte damals bei einer ersten Durchsuchung von Epsteins Anwesen in Palm Beach festgestellt, dass wichtige Beweismittel fehlten.
Der damalige Polizeidetektiv von Palm Beach, Michael Reiter, sagte schon 2019 in einem Interview mit dem US-Sender NBC, dass Epsteins Haus vor der Razzia «aufgeräumt worden» sei. Sämtliche Computer mit den Aufnahmen der Überwachungskameras waren verschwunden, «und die Kabel hingen einfach so lose herum». Reiter bezeichnete die Vorgehensweise der Staats- und Bundesanwaltschaft im Fall Epstein als «das schlimmste Versagen des Strafrechtssystems» der heutigen Zeit.
Half Epstein ein Insider bei der Polizei?
Schaffte es Epstein womöglich durch einen Insider-Tipp aus ebenjenem «Strafrechtssystem», vor Eintreffen der Behörden Beweismittel wegzuschaffen? Laut dem neuesten Bericht soll Epstein die Privatdetektei Riley Kiraly beauftragt haben, das kompromittierende Material aus seinen Villen in Palm Beach und New York City in die Lagerboxen zu bringen.
Dort seien neben den erwähnten Details zudem eine Liste von Masseurinnen, mehrere Damen-Tangas und eine DVD mit dem Titel «Sea Gate Kids Reunion 03.09.2005» versteckt worden.
Für die Anmietung eines der Lagerräume in New York zahlte Epstein den Detektiven dem Bericht zufolge Zehntausende US-Dollar.
Stuffed animals and red leather in new photos of Epstein’s Paris home https://t.co/DidAKxedPt
— The Times and The Sunday Times (@thetimes) February 24, 2026
Die Detektei Riley Kiraly lehnte auf Anfrage des «Telegraph» eine Stellungnahme ab und verwies auf die Vertraulichkeit ihrer Arbeit für Epstein. Die Durchsuchungsbefehle, die von «The Telegraph» geprüft wurden, deuten darauf hin, dass die US-Behörden diese Lagerräume zunächst nicht durchsucht hatten. Womöglich könnten dort also bisher unbekannte Beweise im Kontext der Epstein-Ermittlungen stecken.
Erst kürzlich veröffentlichte die Pariser Polizei bisher unbekannte Fotos aus Epsteins Wohnung in der französischen Hauptstadt. Wie die britische «Times» Anfang dieser Woche berichtete, hingen dort mehrere Bilder von nackten jungen Frauen an den Wänden des Luxusapartments an einer der teuersten Adressen von Paris. Die Aufnahmen zeigen auch einen rot verkleideten Massagesalon, in dem es nach Ansicht der Pariser Staatsanwaltschaft zu Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen gekommen sein soll.

