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EU will grossmehrheitlich elektrische Firmenautos bis 2035

EU will grossmehrheitlich elektrische Firmenautos bis 2035

Unternehmensflotten in der Europäischen Union sollen nach dem Willen der EU-Kommission ab 2035 nahezu klimaneutral werden.
17.12.2025, 02:2217.12.2025, 02:22

Das geht aus Angaben der EU-Kommission zu ihrem Auto-Paket hervor, die am Dienstagabend veröffentlicht wurden. Die für die Länder festgelegten Quoten orientieren sich unter anderem an der Wirtschaftsleistung pro Einwohner. Länder wie Belgien, Luxemburg oder die Niederlande haben ein genauso hohes Ziel wie Deutschland.

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Künftig sollen Firmenfahrzeuge in der EU grossmehrheitlich mit Strom betrieben werden. (Symbolbild)Bild: keystone

Bis 2035 sollen demnach neu in den Flotten grosser Unternehmen registrierte Fahrzeuge zu 95 Prozent emissionsfrei unterwegs sein. Für die meisten Fahrzeuge bedeutet dies, dass sie elektrisch betrieben würden. Bereits 2030 sollen neue Fahrzeuge dieser Flotten zu 54 Prozent emissionsfreie Autos und andere Fahrzeuge sein. Betroffen sind den Plänen nach Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden und mehr als 50 Millionen Euro Umsatz.

Für Länder mit einer etwas schwächeren Wirtschaftsleistung pro Einwohner, wie Frankreich oder Italien, liegt die Quote für 2035 bei 80 Prozent.

Vorhaben ist Teil des Verbrenner-Pakets

Das Vorhaben ist Teil des Vorschlags der EU-Kommission, auch nach 2035 Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen. Eigentlich hatten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments vor rund drei Jahren darauf verständigt, dass Neuwagen ab 2035 kein klimaschädliches CO2 mehr ausstossen dürfen. Von diesem 100-Prozent-Reduktionsziel wird nun Abstand genommen.

Damit dadurch aber nicht die EU-Klimaziele über Bord geworfen werden, müssen die zusätzlich ausgestossenen Emissionen kompensiert werden. Das soll einerseits durch mehr umweltfreundlich produzierten Stahl und durch mehr klimafreundlichere Kraftstoffe passieren. Wie das im Detail funktionieren soll, steht noch nicht fest. Andererseits erhofft man sich durch umweltfreundlichere Unternehmensflotten einen Anreiz für Investitionen in mehr Elektromobilität.

Änderungsvorschläge zum CO2-Zoll

Die EU-Kommission will am Mittwoch (9.30 Uhr) Änderungsvorschläge an der sogenannten Kohlenstoffgrenzabgabe (CBAM) vorstellen. CBAM ist eine Art CO2-Zoll für Waren, die ausserhalb der EU klimaschädlicher produziert werden als innerhalb.

Dadurch soll verhindert werden, dass CO2-Emissionen ins Ausland verlagert werden. Wenn Stahl etwa in China klimaschädlicher hergestellt wird als in der EU, sollen beim Import Abgaben für das bei der Produktion zusätzlich angefallene CO2 fällig werden. Die Vorgaben sollen kommendes Jahr vollständig in Kraft treten.

Anschliessend müssen sich das Europaparlament und die EU-Staaten mit den Vorschlägen beschäftigen. Sie bewerten die Reform und können Änderungen vornehmen. Wie lange das dauern wird, ist noch unklar. (sda/dpa)

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