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Austrian Chancellor Christian Kern attends a news conference in Budapest, Hungary, July 26, 2016.     REUTERS/Lazslo Balogh

Österreichs Kanzler Christian Kern hat die Wut der Türkei auf sich gezogen.
Bild: LAZSLO BALOGH/REUTERS

Österreich wird das Veto gegen weitere EU-Verhandlungskapitel mit der Türkei einlegen



Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz hat ein Veto gegen das Eröffnen weiterer Kapitel in den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei angekündigt. «Da bin ich dagegen», sagte Kurz der Zeitung «Kurier» in deren Sonntagsausgabe.

Kurz bekräftigte ferner, Bundeskanzler Christian Kern werde sich beim EU-Gipfel am 16. September bemühen, andere Staats- und Regierungschefs davon zu überzeugen, «dass der Beitrittsverhandlungsstopp mit der Türkei richtig ist».

Kern hatte am Mittwoch in einem Fernsehinterview gesagt, die EU müsse ernsthaft einen Abbruch der Beitrittsgespräche mit der Türkei in Betracht ziehen. Ein Beitritt der Türkei zur EU sei «nur noch diplomatische Fiktion», sagte Kern dem ORF.

Die EU und die Türkei verhandeln seit 2005 über einen Beitritt. Wegen der repressiven Reaktion der türkischen Regierung auf den Putschversuch hatten in den letzten Wochen viele europäischen Politiker den Sinn dieser Verhandlungen in Frage gestellt. (kad/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 07.08.2016 12:15
    Highlight Highlight Der Österreichische Kanzler sagt klar, was Sache ist und was geht, bzw. nicht geht!
    Eine solche klare Linie braucht die EU im Umgang mit der Türkei unbedingt!
    Diese Türken sind sich ja eine Autoritäre Erziehung gewohnt und legen darum alles "Weiche" vonseiten der EU als Schwäche aus.
    Natürlich ist eine solche Härte für unsereins äusserst unangenehm und anstrengend, muss aber jetzt sein!
    Wenn die Türken einmal in der Moderne angekommen sind (und das werden sie über kurz oder lang zweifellos), können wir unseren Stil ihrem Reifegrad anpassen.
    Wie "reif" sind wir aber selber?
    Schon überreif?
  • Töfflifahrer 07.08.2016 11:37
    Highlight Highlight Ich bin positiv überrascht. Ich habe verschiedene Interviews des Aussenministers und Kanzlers von Österreich verfolgt. Es sind die einzigen, die wirklich sagen, was Sache ist. Einerseits ist da eine Türkei, die durch ihre aktuellen Handlungen und Aussagen sich selbst disqualifizieren und andererseits, dass die EU selbst in die Gänge kommen muss um die Probleme zu lösen. Ich begreife auch, dass Ö das Heft selbst in die Hand nimmt solange die EU sich wieder mal als unfähig erweist.
    Starker Auftritt, Respekt.
  • Darkside 07.08.2016 05:54
    Highlight Highlight Die EU ist ja an sich schon eine Karikatur ihrer ursprünglichen Idee. Wenn aber irgendwer noch ernsthaft einen Beitritt der islamistischen Erdowahn-Türkei in Erwägung zieht...
  • MaxHeiri 07.08.2016 04:02
    Highlight Highlight Wenigstens sind die Österreicher die Einzigen in der EU, die sich von Erdogan nicht erpressen lassen. Wie konnte sich Merkel nur so gutwillig in die Enge treiben lassen...
    • rodolofo 07.08.2016 12:06
      Highlight Highlight Merkel ist von ihrer eigenen Bevölkerung eingeschüchtert worden.
      Da ist ein wesentlicher Unterschied zur Türkei:
      In der Türkei treibt ein aufgebrachter Mob neuerdings ihren Führer vor sich her!
      Schon fast entschuldigend sagt Erdogan: "Die wollen die Todesstrafe! Was soll ich also dagegen machen?"
    • Töfflifahrer 07.08.2016 13:12
      Highlight Highlight @Rodolfo: Erdogan hat zuerst den Mob dahin gebracht und nutzt diesen nun alls Quasi-Entschuldigung. Er hat es geschafft für alles kann er nun Schuldige vorweisen und der Mob folgt ihm unbesehen, danach nutzt er wiederum den Mob als Rechtfertigung für seine Taten, es sei ja der Wille des Volkes.
      Das kennen wird doch, nicht?

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