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Crans-Montana: Mann stellt Haus Angehörigen von Brandopfern zu Verfügung

Anaël Antille ouvre sa maison aux familles des victimes de Crans-Montana.
Anaël Antille stellt sein Haus für die Familien der Opfer von Crans-Montana zur Verfügung.Image: watson/agences

Mann stellt sein Haus Angehörigen von Brandopfern zur Verfügung

Zahlreiche Familien suchen Unterkünfte in der Nähe der Schweizer Spitäler, die die Opfer des Dramas von Crans-Montana betreuen. Wir haben einen Mann getroffen, der sein Haus zur Verfügung stellt.
04.01.2026, 12:0607.01.2026, 09:34
Sven Papaux

Viele Angehörige suchen Unterkünfte in der Nähe der Schweizer Spitäler, die die schwer verletzten Brandopfer von Crans-Montana behandeln. Hunderte von Beiträgen werden auf LinkedIn, Facebook und Instagram geteilt: Die sozialen Netzwerke werden von Anfragen überschwemmt, um die betroffenen Familien unterzubringen. Dies gestaltet sich kurzfristig nicht einfach – allerdings gibt es Solidarität in der Schweizer Bevölkerung.

So hat zum Beispiel Anaël Antille beschlossen, sein Haus zur Verfügung zu stellen. Der 33-Jährige lebt weniger als zehn Minuten vom Spital in Sitten entfernt. Am 3. Januar um 10 Uhr veröffentlichte er diese Nachricht auf seinem Instagram-Konto: ein kurzer Text, in dem er anbietet, mindestens sechs Personen aufzunehmen.

Antille stellt sein Haus, das sechs Personen Platz biete, den Angehörigen zu Verfügung.
Antille stellt sein Haus, das sechs Personen Platz biete, den Angehörigen zu Verfügung.Image: Instagram

Der Sittener bereut, dass er nicht eher auf den Gedanken gekommen ist:

«Diese Idee kam mir heute Morgen. Noch heute frage ich mich, warum sie mir nicht früher in den Sinn gekommen ist.»

Er erklärt weiter:

«Ich habe ein Haus, das ich regelmässig in der Stadt Sitten vermiete. Ich dachte mir, dass es denen zugutekommen sollte, die es am dringendsten brauchen.»

Er überlege derzeit auch, sein eigenes Zuhause zu verlassen, um den Familien, die ihre Koffer abstellen möchten, noch mehr Platz zu bieten.

Die aktuellen Entwicklungen in Liveticker:

Aktuell habe er noch keine Anfrage erhalten. «Eine Freundin, die im Spital Sitten arbeitet, leitet mein Angebot an die Betroffenen weiter», fügt der Walliser hinzu, der damit rechnet, bald Anfragen zu erhalten.

«Gefühl der Ohnmacht»

Anaël Antille, obwohl niemand aus seinem Umfeld verletzt ist oder vermisst wird, zeigt sich betroffen ab dem Unglück im Skiort: «Es gibt ein grosses Gefühl der Ohnmacht. Man kann nicht direkt handeln, so wie es zum Beispiel die Gesundheitsfachkräfte tun.»

Die Momente vor dem Brand in Crans-Montana

Video: watson/Hanna Dedial

«Es ist dieses Gefühl, es zu erleben, ohne es wirklich zu erleben», sagt er seufzend. Er frage sich, wie er sonst helfen, den Trauernden unter die Arme greifen könne. Er sagt:

«Es ist mein bescheidener Beitrag der Hilfe bei diesem Drama.»

Antille kennt das Skigebiet Crans-Montana gut. Seine Eltern haben dort eine Wohnung. «Ich war noch letzte Woche dort», erzählt er. Der 33-Jährige kannte die Unglücksbar «Le Constellation», da er «zwei- oder dreimal» in seinem Leben dort einen Drink genommen habe.

Auf die Frage, ob die Sittener Behörden ihn kontaktiert haben oder ob er sie selbst informiert habe, sagt Antille: «Nein, das ist eine persönliche Initiative».

Auf Anfrage bestätigt die Stadt Sitten, dass sie diesbezüglich keine Aufforderung an die Bevölkerung gerichtet hat. «Es handelt sich ausschliesslich um private Initiativen», bestätigt uns Judith Mayencourt, die Kommunikationsverantwortliche der Stadt Sitten.

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mia Mey
04.01.2026 08:16registriert Januar 2016
Guter Mann. Zu all dem Leid der Familien werden hohe Reise und Unterkunftskosten der Angehörigen kommen. Solche Gesten helfen. danke
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wiedemauchsei
04.01.2026 07:50registriert Mai 2019
Kompliment!
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Murka
04.01.2026 08:14registriert Mai 2018
Schön❤️, es gibt auch erfreuliche Nachrichten. Viel Kraft allen Betroffenen dieser schrecklichen Tragödie .
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