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Libuše Šafránková als Aschenbrödel und Pavel Trávníček als Prinz. screenshot via youtube

100 Mal gesehen – aber kennst du diese 10 Fakten zu «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel»?



Was wäre die Weihnachtszeit ohne das Wintermärchen «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel»? Der Kultfilm aus den 1970er-Jahren wird auch dieses Jahr wieder rauf- und runtergesendet  (auch auf Netflix). An alle Fans, welche die tschechoslowakisch-deutsche Koproduktion gerne schauen – wetten, dass ihr folgende Fakten noch nicht gekannt habt?

Tři oříšky pro Popelku

So drollig heisst «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» in der tschechoslowakischen Version.

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bild via ilmy-serialy-online.tv

Wir notieren insbesondere: «Aschenbrödel» heisst «Popelku».

So zackig spricht Aschenbrödel auf tschechisch

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Übersetzung: «Vater hat Dora genau so lieb gehabt wie mich, als er noch lebte.» Video: streamable

Der tschechische Prinz durfte nicht tschechisch sprechen

Ob ihr Prinz ebenso zackig sprach, werden wir nie erfahren. Der damals 22-jährige Pavel Trávníček hatte einen ausgeprägten mährischen Akzent, weshalb er sowohl in der tschechischen als auch deutschen Fassung einen Synchronsprecher erhielt. Nicht zuletzt deshalb hielt man ihn in seiner Heimat zu Beginn für einen der deutschen Schauspieler.

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Video: streamable

Hauptdarstellerin wurde schwanger und ausgewechselt

Für die beiden Hauptrollen wurden in der Tschechoslowakei umfangreiche Castings durchgeführt. Für jene des Aschenbrödels soll sich Regisseur Václav Vorlíček 2000 Mädchen angesehen haben. Als Favoritin galt Jana Preissová, die wenige Jahre zuvor eine Prinzessin gespielt hatte. Wegen ihrer Schwangerschaft kam sie diesmal nicht zum Zug, stattdessen erhielt Libuše Šafránková die Rolle.

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Jana Preissová als Prinzessin Lada (1969).  bild via filmer.cz

Weihnachtsklassiker war ursprünglich als Sommerfilm geplant

Ja, wirklich. Aber die deutsche Film AG (DEFA) war im Sommer ausgelastet, also bestand man auf eine Winterproduktion. Regisseur Václav Vorlíček liess daraufhin das Drehbuch entsprechend umschreiben. Duftende Wiesen und singende Vögel wichen dick verschneiten böhmischen Wäldern.

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Regisseur Václav Vorlíček bei der Arbeit. screenshot via mdr

Stinkender Kunstschnee

Die Genossen von der DEFA hatten sich durchgesetzt – doch in der DDR wollte im Winter 1972/1973 partout kein Schnee fallen. Für die Dreharbeiten auf der sächsischen Moritzburg musste deshalb Kunstschnee her. Dieser bestand aus Fischmehl und stank fürchterlich. In der Tschechoslowakei hingegen fiel eher zu viel Schnee.

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Kunstschnee an den Bäumen und auf dem Boden. Für die Dächer der sächsischen Moritzburg reichte es nicht mehr. screenshot via youtube

Der wahre Drehbuchautor erscheint bis heute nicht im Vorspann

Das Drehbuch für «Tři oříšky pro Popelku» stammt vom tschechischen Schriftsteller František Pavlíček. Weil dieser sich am Aufstand gegen die Kommunisten von 1968 («Prager Frühling») beteiligt hatte und deshalb mit einem Berufsverbot belegt worden war, arrangierte Regisseur Vorlíček, dass Pavlíčeks Berufskollegin Bohumila Zelenková das Skript zugeschrieben wurde. Sie erscheint bis heute im Vorspann.

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Vorspann mit falscher Angabe. Nicht Bohumila Zelenková, sondern František Pavlíček schrieb das Drehbuch zu «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel». screenshot via youtube

Maul- und Klauenseuche

Während den Dreharbeiten brach in der Tschechoslowakei die Maul- und Klauenseuche aus. Das hatte zur Folge, dass die an ihre Schauspieler gewöhnten Pferde nicht an die Drehschauplätze in der DDR verlegt werden durften. Für Ersatz wurde gesorgt und Pferdekenner können bei genauem Hinsehen erkennen, welche Szenen wo gedreht wurden.

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Schlagerbarde Karel Gott fiel in Deutschland durch

Die sprachliche Verständigung auf dem Set zwischen Deutschen und Tschechoslowaken war nicht immer einfach. So gesehen wäre Karel Gott eigentlich ein Glücksfall gewesen – der Schlagerstar beherrscht beide Sprachen und sang die Filmmusik von Komponist Karel Svoboda gleich in beiden beiden Versionen. Wieso auch immer – «Wo, kleiner Vogel, ist dein Nest» fiel beim deutschen Fernsehen durch. In der deutschen Fassung gibt es stattdessen eine reine Instrumental-Interpretation.

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screenshot via youtube

Karel Gott fiel deshalb kein Zacken aus der Krone – sein Titellied für die Biene Maja ist fernsehgeschichtlich als mindestens so bedeutend einzuschätzen.

Aschenbrödels Schwester war die kleine Seejungfrau

Aschenbrödel-Darstellerin Libuše Šafránková hat übrigens eine Schwester. Miroslava Šafránková sieht ihr nicht nur zum Verwechseln ähnlich, auch sie war Schauspielerin und bekam Rollen als Märchenprinzessin. Dem deutschsprachigen Publikum dürfte sie vor allem als kleine Seejungfrau (1975) ein Begriff sein.

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Schwestern Libuše und Miroslava Šafránková. bild via amazon.de

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 18.12.2016 22:43
    Highlight Highlight Bin ich die einzige, die an Weihnachten gar keine Zeit zum Fernsehen hat?! 😳
  • SVARTGARD 18.12.2016 13:24
    Highlight Highlight Sehr spannend,weil man nicht weiß was in den Nüssen ist.
  • Wagner 18.12.2016 13:24
    Highlight Highlight Der Film ist einfach pflicht,ob nervig oder nicht!
  • SVARTGARD 18.12.2016 13:00
    Highlight Highlight Sauspannend da man nicht weiß was in den Haselnüssen ist.
  • pamayer 18.12.2016 12:06
    Highlight Highlight Fakten waren mir nicht bekannt.
    Den Film vor vielen Jahren glaubs nur teilweise gesehen. Fand ihn damals schon zum davonlaufen, was ich auch tat.
    • JasCar 18.12.2016 14:48
      Highlight Highlight @ purple banana
      Ging mir grad genau gleich 😄
      Nach tausenden von Herzen gibt s jetzt halt mal nen Blitz ❤
      Wie kann man als sonst so ähnlich denkende Mensche so unterschiedlich denken über drei Haselnüsse für Aschenbrödel? Und was ist mit Fantaghiro? Hä?
  • Sageits 18.12.2016 11:08
    Highlight Highlight Ich habe den Film geliiiiebt. Bis ins hohe Teenageralter jede Weihnachten Pflicht.
    Am besten fand ich jeweils die Szenen, in denen Popelku im Wald am Jagen ist.
    3 Wünsche, ach die hätte ich auch gerne frei gehabt ...
  • Caturix 18.12.2016 11:03
    Highlight Highlight Schaue sehr viele Filme aber den habe ich noch nie gesehen. Sieht aber auch nicht besonders gut aus.
  • Citation Needed 18.12.2016 10:55
    Highlight Highlight Naaain! Kunstschnee mit Fischgestank? Maul- und Klauenseuche? Schnüff!! Das letzte Stückchen heile Welt ist dahin! 🤕
  • Matrixx 18.12.2016 10:34
    Highlight Highlight Fakt Nummer 11:

    Aschenbrödel ist mit Abstand der nervigste Film, weil er während Weihnachten immer übertrieben oft läuft. Es ist quasi das spielfilmische Pendent zum Song "Last Christmas".
  • Andreas Schönenberger 18.12.2016 10:23
    Highlight Highlight Ja alle Fakten schon lange bekannt.
    • Kian 18.12.2016 10:28
      Highlight Highlight Zweifelsohne ein echter Fan.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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