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Venezuela-Ticker:Maduro-Vize Rodriguez will mit Trump zusammenarbeiten

Video: watson/Reuters
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Venezuela: Maduro-Vize Rodriguez will jetzt mit Trump zusammenarbeiten

Die USA haben Venezuelas Haupstadt Caracas angegriffen und Diktator Nicolas Maduro nach New York entführt. Alle aktuellen Entwicklungen findest du im Liveticker.
04.01.2026, 17:3305.01.2026, 04:20
  • Am frühen Samstagmorgen, 3. Januar 2026, gab es in der venezolanischen Hauptstadt mehrere Explosionen: Die USA haben Caracas angegriffen und Diktator Nicolás Maduro und dessen Frau entführt. Zwischenzeitlich wurde Maduro in New York vorgeführt und angeklagt.
  • Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übernimmt Medienberichten zufolge zunächst die Macht im Land. Die USA haben derweil erklärt, Venezuela temporär regieren zu wollen.
  • Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.
  • Die USA rechtfertigen das Vorgehen mit dem Kampf gegen das Drogengeschäft, in das Maduro verwickelt sein soll. Zuletzt hatte Trump offen zugegeben, dass die USA die Ölreserven Venezuelas übernehmen wollen. Dies hatte Maduro den Amerikanern seit Längerem vorgeworfen.
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4:18
Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA
Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte ich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.

«Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

USA beanspruchen Führungsrolle in Venezuela
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

Venezuelas Oberster Gerichtshof ermächtigte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin gab sich zunächst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump. Jetzt hat sie ihre Meinung offenbar bereits geändert. (sda/dpa/con)
3:46
Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet
Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.

«Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen», hiess es in der Mitteilung.

Kubaner seit vielen Jahren in Venezuela im Einsatz
Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.

Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen seien. «Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschützen», sagte US-Präsident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz «ein Grossteil» von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei.
3:03
Venezuelas Aussenminister: Maduro bleibt Präsident
Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmässiger Präsident des südamerikanischen Landes.

«In Venezuela gibt es einen verfassungsmässigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist», sagte Aussenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. «Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt.»

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

Rodríguez übernimmt als geschäftsführende Präsidentin
Unterdessen ermächtigte Venezuelas Oberster Gerichtshof die Maduro treu ergebene Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Damit ist die 56-Jährige nun geschäftsführende Präsidentin. Das Militär stellte sich öffentlich hinter Rodríguez.

Nach Einschätzung der Opposition und internationaler Beobachter hatte Maduro die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gegen den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia verloren. Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer und europäischer Staaten erkennen Maduro deshalb nicht mehr als legitimen Staatschef an.


(sda/dpa)
1:01
Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar.

Der 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag vom US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und ausser Landes gebracht worden.

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll sein aus Sicht der USA illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben.

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage. Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister. (sda/dpa)
22:33
EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können
Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. «Das Recht des venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden», schrieb die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die Stellungnahme wird laut Kallas von 26 der 27 EU-Staaten unterstützt. Welches Mitgliedsland das Statement nicht mitträgt, blieb zunächst offen.

Die EU stünde in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten sowie regionalen und internationalen Partnern, damit unter der Führung der Venezolaner eine verhandelte, demokratische, inklusive und friedliche Lösung der Krise gefunden werden könne, heisst es in dem Post.

Die EU-Chefdiplomatin Kallas ruft darin erneut dazu auf, das Völkerrecht zu achten. Der Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und den Drogenhandel seien wichtig. Gleichzeitig betont die EU, dass diese Herausforderungen durch eine nachhaltige Zusammenarbeit unter uneingeschränkter Achtung der territorialen Integrität und Souveränität angegangen werden müssten.

Noch am Samstag hatte Trump bei einer Pressekonferenz behauptet, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen und die Vizepräsidentin des Landes, Delcy Rodríguez, sei zur Kooperation bereit. Diese hingegen gibt sich unbeugsam. Sie forderte noch am Samstag Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump.

Kallas schrieb ihr ihrem Statement zudem, in dieser kritischen Zeit sei auch die Achtung der Menschenrechte von entscheidender Bedeutung. «Alle derzeit in Venezuela inhaftierten politischen Gefangenen müssen bedingungslos freigelassen werden.» Die EU-Mitgliedstaaten arbeiteten eng zusammen, um die Sicherheit der EU-Bürger, einschliesslich derjenigen, die illegal in Venezuela inhaftiert seien, zu gewährleisten. (sda/dpa)
21:10
UN-Sicherheitsrat tagt am Montag zu US-Angriff auf Venezuela
Der UN-Sicherheitsrat hat nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro eine Sondersitzung für Montag einberufen. Die Sitzung zu Venezuela ist für 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) angesetzt, wie aus einer Übersicht des UN-Sicherheitsrates hervorgeht.

Die Regierung in Caracas hatte zuvor die Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoss gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hiess es in einem Schreiben des Aussenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern. Russland und China unterstützten die Forderung nach einer Sitzung. (sda/dpa)
20:36
US-Präsident droht venezolanischer Interimspräsidentin mit Massnahmen
In einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenmagazin The Atlantic hat Donald Trump Massnahmen gegen die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez angedroht.

«Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro», sagte er dem Magazin.

Zur Zukunft Venezuelas sagte er: «Ein Regimewechsel, wie auch immer man es nennen mag, ist besser als das, was Sie derzeit haben. Schlimmer kann es nicht mehr werden.» Das geht aus Berichten der BBC hervor. (lyn)
20:24
«Entweder Sie übernehmen die Führung oder Sie gehen aus dem Weg»
Donald Trump führe Gespräche mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez über die Führung Venezuelas, sagt Kristi Noem, die Leiterin des US-Heimatschutzministeriums.

Gegenüber Fox News erklärt sie, dass die Gespräche «sehr sachlich und sehr klar »seien, im Sinne: «Entweder Sie übernehmen die Führung oder Sie gehen aus dem Weg. Wir werden nicht zulassen, dass Sie weiterhin den Einfluss der USA untergraben.»

Auf die Frage, ob Maduro nach seinem Prozess ausgeliefert werden könnte, antwortet Noem: «Ich denke, wir müssen abwarten und den Prozess seinen Lauf nehmen lassen.» Das berichtet die BBC. (lyn)
20:03
Spanien und Lateinamerikaner verurteilen US-Einsatz in Venezuela
Spanien und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten haben den US-Einsatz zur Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro in Venezuela verurteilt. «Wir weisen unilaterale Militäreinsätze auf venezolanischem Territorium zurück. Sie verstossen gegen das Völkerrecht, speziell gegen das Gewaltverbot, den Respekt vor der Souveränität und die Achtung der territorialen Integrität», hiess es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Regierungen von Spanien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay.

Die Lage in Venezuela müsse ohne äussere Einmischung ausschliesslich durch Dialog und unter Achtung des Volkswillens gelöst werden. Die Unterzeichner seien besorgt über jeglichen Versuch, die Kontrolle über die Regierungsgewalt und wichtige Bodenschätze zu erlangen, hiess es in dem Schreiben weiter. (sda/dpa)
19:58
Grosser Teil von Maduros Sicherheitsteam bei US-Operation getötet
Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino sagt im Fernsehen, dass die venezolanischen Streitkräfte «die feige Entführung» von Maduro und seiner Frau «aufs Schärftste verurteilen» und spricht von einer «kaltblütigen Ermordung eines Grossteils seines Sicherheitsteams, von Soldaten und unschuldigen Zivilisten». Das berichtet die BBC.

Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass ein Apartmentkomplex getroffen wurde und es mindestens 40 Opfer gab – allerdings ist unklar, ob es sich dabei um Zivilisten oder militärische Ziele handelt. Die BBC und andere Medien konnte diese Berichte nicht unabhängig überprüfen.

Weiter sagte Padrino im Fernsehen, dass was gerade in Venezuela geschehe, jedem Staat und jeder Regierung passieren könnte.

Er ruft die Menschen in Venezuela dazu auf, «ihre normalen Aktivitäten» in den Bereichen Arbeit, Handel und Bildung wieder aufzunehmen.

Er sagt auch, dass die Armee Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als amtierende Staatschefin unterstützt. (lyn)
19:46
Maduro und seine Frau sollen am Montag vor Gericht erscheinen
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll nach Medienberichten am Montag erstmals vor einem Gericht in Manhattan in New York erscheinen. Es sei ein Termin eines New Yorker Bundesgerichts für 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) angesetzt, berichteten unter anderem der Sender NBC News und die «New York Times». Was genau bei dem Gerichtstermin passieren soll, blieb zunächst unklar.

Der autoritär regierende 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag von US-Spezialeinheiten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und ausser Landes gebracht worden.

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X gepostet hatte.

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Art Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt. Jetzt gibt es quasi eine aktualisierte Anklage.

Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister und einen laut USA Anführer oder Mit-Anführer der kriminellen Organisation «Tren de Aragua». (sda/dpa)
19:21
Kein Okay vom Kongress? Rubio rechtfertigt Venezuela-Angriff
Für den US-Angriff auf Venezuela ist nach Darstellung von US-Aussenminister Marco Rubio keine Zustimmung des Kongresses vonnöten gewesen. «Sie war nicht erforderlich, weil es sich nicht um eine Invasion handelte. Wir haben kein Land besetzt. Es war eine Festnahme», sagte er im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC News. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sei von Einheiten der US-Bundespolizei FBI festgenommen worden.

Zudem seien ihm seine Rechte vorgelesen und er dann ausser Landes gebracht worden, führte Rubio aus. In der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär Venezuela angegriffen. Die US-Sender CBS und CNN berichteten, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores im Rahmen der Operation «Absolute Entschlossenheit» von Soldaten der US-Spezialeinheit Delta Force gefasst wurde.

Im Gespräch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-Aktivitäten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese Pläne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten. «Ansonsten wird der Kongress lediglich benachrichtigt», sagte er.

Gemäss Verfassung ist der US-Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklären. In der Praxis haben nur wenige Präsidenten diesen Weg gewählt – öfter entschieden sie sich für andere rechtliche Instrumente, durch die sie auch ohne formelle Kriegserklärung Militäreinsätze befehlen konnten. (sda/dpa)
18:27
Venezuelas Militär unterstützt Vizepräsidentin
Inmitten der Unsicherheit über die politische Zukunft Venezuelas haben sich die Streitkräfte hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten übernehme sie verfassungsgemäss die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino umgeben von uniformierten Soldaten in einer Videobotschaft. Das Militär ist der entscheidende Machtfaktor in Venezuela, das Maduros linksautoritärer Regierung bislang treu ergeben war.

Im gesamten Staatsgebiet würden Einheiten der Streitkräfte und der Polizei aktiviert, um die «imperialistische Aggression» der Vereinigten Staaten zurückzuschlagen, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Gefangenennahme von Maduro sei eine «feige Entführung» gewesen, bei der die US-Spezialkräfte einen Grossteil von Maduros Sicherheitsteam, Soldaten und unschuldige Bürger kaltblütig getötet hätten.
17:28
Russischer Ex-Präsident Medwedew könnte sich Entführung von Merz vorstellen
Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.

«Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein», sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. «Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.»

Der frühere Kremlchef (2008-2012)
hat sich in den vergangenen Jahren als Scharfmacher gegen den Westen etabliert. Immer wieder fällt er mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf.

(sda/dpa/vro/con)

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Die beliebtesten Kommentare
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Hans Hansen
03.01.2026 08:38registriert August 2019
Der FIFA-Friedenspreisträger mit seiner Spezialoperation.
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Mr. Feinripp
03.01.2026 08:27registriert März 2022
Jaja, the president of peace.

Wenn die Republikaner an der Macht sind, wollen sie einfach ihre militärische Macht ausüben. Wozu hz man sonst das teure Kriegsgerät. Der Congress hätte das stoppen können. Sie hätten sogar zustimmen müssen.

Aber Joe MAGA und die GOP Abgeordneten werden sich wie ne Brezel winden, um zu erklären warum das alles die Schuld der Demokraten ist.

Republikaner können tun und lassen was sie wollen. Solange sie Alltagsrassismus wieder salonfähig machen, werden sie gewählt.
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slnstrm
03.01.2026 08:22registriert August 2023
Natürlich waren das die Amis, wer denn sonst... 🤷 Würde sagen, höchste Zeit für einen Haftbefehl.
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