International
Fit & Food

WHO: Gesündere Nahrung kann weltweit Millionen Menschenleben retten

WHO: Gesündere Nahrung kann weltweit Millionen Menschenleben retten

05.09.2019, 05:0805.09.2019, 05:19

Mit gezielten Investitionen in gesündere Ernährung könnten nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit Millionen Menschenleben gerettet werden. «Die Ernährung sollte ein Eckpfeiler unverzichtbarer Gesundheitsversorgung sein», sagte die stellvertretende WHO-Generaldirektorin Naoko Yamamoto.

Essen, Menü, gesund, Food, Foodporn
Gesundes essen soll gefördert werden.Bild: Shutterstock

Dazu gehöre etwa die Versorgung werdender Mütter mit Eisen- und Folsäure-Präparaten und die Förderung des Stillens. Ausserdem solle es für Kinder und Erwachsende Aufklärung geben, damit sie Zucker- und Salzkonsum reduzieren, um das Risiko von Herzkrankheiten und Schlaganfällen zu mindern. Die Salzmenge pro Person und Tag auf unter fünf Gramm zu reduzieren könne im Jahr 1.7 Millionen Menschenleben retten, so die WHO.

Die Organisation lobt Fortschritte. So gebe es weniger Kinder, die wegen mangelnder oder schlechter Ernährung für ihr Alter zu klein seien. 1990 seien es bei den unter Fünfjährigen noch 252.2 Millionen oder 39.2 Prozent der Kinder weltweit gewesen, 2018 nur noch 149 Millionen oder 21.9 Prozent.

Auf der anderen Seite nehme aber die Fettleibigkeit zu. Während etwa 20 Millionen der unter Fünfjährigen schwer unterernährt sind, seien 40 Millionen übergewichtig.

Bei den Erwachsenen hätten 2014 weltweit 1.9 Milliarden Erwachsene Übergewicht gehabt, davon 600 Millionen so stark, dass sie als fettleibig galten. Der Anteil der Fettleibigen an der Gesamtbevölkerung habe sich seit 1980 verdoppelt, so die WHO.

Fettleibig sind nach WHO-Definition Personen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30. Im Body-Mass-Index wird das Verhältnis von Grösse und Gewicht bemessen.

Fettleibige hätten ein erhöhtes Risiko, etwa an Diabetes, Herzleiden oder Krebsarten wie Brust-, Eierstock-, Prostata-, Leber- Gallenblasen-, Nieren- oder Darmkrebs zu erkranken, warnt die WHO. (mim/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1 / 15
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1. Alektorophobia: Freilich sind alle hier aufgelisteten Phobien eher selten. Alektorophobia, etwa, ist die Angst vor Hühnern und Pouletfleisch.
quelle: chicken.ca / chicken.ca
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Nur weil ich dünn bin, bin ich nicht automatisch krank!»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9
Von der Leyen räumt ein: Zu wenig in Grönland investiert
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor dem Hintergrund politischer Spannungen mit den USA Fehler der Europäer im Umgang mit Grönland und der Arktis eingeräumt. «Wir haben gemeinsam zu wenig in die Arktis und die Sicherheit der Arktis investiert», sagte die deutsche Politikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Daher sei es jetzt höchste Zeit, einen Gang höher zu schalten.
Zur Story