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Frankreich

TGV kollidiert in Frankreich mit Lastzug: mindestens 1 Toter

TGV kollidiert in Frankreich mit Lastzug – mindestens 1 Toter und 13 Verletzte

07.04.2026, 09:3107.04.2026, 11:57

Am Dienstag hat sich in Frankreich ein schwerer ÖV-Unfall ereignet. Wie Verkehrsminister Philippe Tabarot und die französische Bahn SNCF schreiben, kam es an einem Bahnübergang zwischen Béthune und Lens in Nordfrankreich zu einer Kollision zwischen einem TGV-Hochgeschwindigkeitszug und einem Lastzug. Gemäss TF1 kam mindestens eine Person – der Lokführer – ums Leben. Mindestens 13 Menschen sollen verletzt sein, zwei von ihnen schwer. Dies berichtet TF1 unter Berufung auf die Präfektur des Départements. In anderen Medien ist von mindestens 27 Verletzten die Rede.

Hier liegt Noeux-les-Mines:

Zu dem Unglück kam es auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges unterwegs. Wie die Zeitung «La Voix du Nord» berichtete, kollidierte der Zug mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte.

Wie Le Parisien, befanden sich 243 Personen an Bord des Zugs. Dieser entgleiste nach dem Aufprall. Die Passagiere wurden im Anschluss evakuiert. Die Strecke zwischen Béthune und Lens bleibt den ganzen Tag lang gesperrt. Der Zugverkehr auf den Linien Lille-Douai, Lille-Lens und Lille-Béthune ist bis zum Vormittag unterbrochen. Der TGV war auf dem Weg von Dunkerque nach Paris gewesen und fuhr mit der Geschwindigkeit eines normalen Zuges.

Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.

Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigt an, gemeinsam mit SNCF-Chef Jean Castex an den Unfallort zu reisen. Wie es zum schweren Unfall kommen konnte, bleibt bislang unklar. Der Fahrer des Lastzuges wurde in Polizeigewahrsam genommen, wie «La Voix du Nord» berichtet. (dab, mit Material von Keystone-SDA)

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