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Macron will auf seine Rente verzichten und ruft zu Streikpause in Frankreich auf



Will dereinst auf die Rente für Ex-Staatschefs in der Höhe von monatlich 6220 Euro verzichten: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Archivbild)

Macron macht auch bei sich selber Abstriche. Bild: AP

Kurz vor Weihnachten hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu einer Streikpause aufgerufen. Es gebe Französinnen und Franzosen, die sich an den Feiertagen wiedersehen wollten, dies müsse anerkannt werden.

Dies sagte Macron am späten Samstagabend in der westafrikanischen Stadt Abidjan. Wegen der Streiks gegen die geplante Rentenreform ist der Bahnverkehr im ganzen Land erheblich gestört. Die von Macron und der Mitte-Regierung gewünschte Streikpause zu Weihnachten zeichnet sich allerdings bisher nicht ab. Mehrere Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, den Arbeitskampf fortzusetzen.

Präsident Macron zeigt angesichts der anhaltenden Proteste Kompromissbereit für eine Nachbesserung bei der Rentenreform.

Bild: EPA

In dem sozialen Konflikt sind die Fronten verhärtet. Gespräche der Regierung mit den Gewerkschaften waren auf Januar vertagt worden. Betroffen von dem Arbeitskampf ist auch die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP. Auch am Sonntag mussten sich Bahnreisende wieder auf erhebliche Störungen einstellen.

Macron will auf Rente verzichten

Derweil wurde bekannt, dass Macron nach dem Ende seiner Amtszeit keine Pension für Ex-Staatschefs beziehen will. Der 42-Jährige werde auf die monatlichen 6220 Euro verzichteten, erklärte der Elysée-Palast am Samstag inmitten der Proteste gegen die Rentenreform. Der Präsident werde auch auf einen Sitz im Verfassungsrat verzichten, der ehemaligen Staatschefs bei einer Vergütung von monatlich 13'500 Euro auf Lebenszeit zusteht.

Die Rentenreform ist das zentrale Reformversprechen Macrons. Er will das komplizierte System mit 42 verschiedenen Regelungen in Frankreich vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Rentenkassen abbauen. Gegen das Vorhaben regt sich massiver Widerstand. Der seit zweieinhalb Wochen andauernde Streik von Bahn-Mitarbeitern führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Frankreich. (sda/dpa/afp)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 22.12.2019 17:28
    Highlight Highlight Was hat das denn mit Macron zu tun. Die verwöhnten französischen Bähnler streiken doch sowieso dauernd.
  • michiOW 22.12.2019 12:30
    Highlight Highlight Wie begründen die Bähnler eigentlich ihren Sonderstatus?
  • sowhat 22.12.2019 12:18
    Highlight Highlight Das verkorste Rentensystem mit den vielen unterschiedlichen Vereinbarungen muss wirklich vereinfacht werden. Mir ist underständlich, wie die Franzosen ihre verwöhnten Bähnler überhaupt noch ertragen. Eine Gegendemo wäre angebracht.
  • Mehmed 22.12.2019 12:07
    Highlight Highlight Ich habe schnell im Archiv von Watson geblättert. Wie um alles in der Welt kann man Macron ernsthaft als "sozialliberal" beschreiben?

    https://www.watson.ch/!423876538
    Benutzer Bild
  • Mehmed 22.12.2019 12:01
    Highlight Highlight Wie haben die Medien gejubelt, als Macron gewählt wurde. Als Linksliberaler (sic!) wurde er bejubelt. Viele vernünftige Bürger teilten die mediale Mainstreammeinung schon damals nicht. Aber zur Verhinderung von Le Pen musste der Bürger ja angelogen werden.

    Wie Didier Eribon bei der Wahl des neoliberalen Macrons sagte: "Wer Macron wählt, wählt Le Pen"

    Und so siehts tatsächlich aus. Nicht weil sie toll wäre, sondern weil der gesamte Rest der Politik schlicht versagt.
    https://www.zeit.de/2019/53/marine-le-pen-rechtspopulismus-frankreich
  • Pafeld 22.12.2019 11:52
    Highlight Highlight Die Franzosen mögen weltweit Experten im Streiken sein und diesen gesellschaftlich mittragen, solange er einem die Arbeitszeit versaut. Das Weihnachtsgeschäft hat aber jetzt schon erheblich gelitten. Im Moment streiken noch primär RATP und SNCF. Die Akzeptanz gegenüber dem Streik sinkt mit jedem Tag, an dem die Franzosen mit versauten Festtagen rechnen müssen, weil RATP und SNCF nicht auf Sonderexklusivitäten wie Pensionierung mit 52 und 1000 Euro mehr Rente im Monat verzichten wollen. Ja, die Reform ist notwendig. 42 unterschiedliche Rentensysteme sind schlicht nicht mehr tragbar.
  • yoh 22.12.2019 11:28
    Highlight Highlight 13‘500 im Monat auf Lebenszeit für ehemalige Staatschefs...

    Wer nicht sieht das diese Systeme von Grund auf Ungerecht sind dem ist auch nicht mehr zu helfen.
    • fireboltfrog 22.12.2019 12:42
      Highlight Highlight Also schweizer Bundesräte erhalten über 18‘000 CHF Rente im Monat.
  • Lester 22.12.2019 11:12
    Highlight Highlight Durchhalten, Monsieur Macron!
  • AdiB 22.12.2019 10:33
    Highlight Highlight Uiiii, der arme macron im alter. Seine frau wird höchstwahrscheinlich vor ihm sterben. Die milliarden die er erbt werden wohl locker reichen.
    • sowhat 22.12.2019 12:13
      Highlight Highlight Jaja, aber wenn er es nicht täte, würdest du motzen, dass die Reichen unnötige Rente bekommen. 🤦‍♂️
  • Skeptischer Optimist 22.12.2019 10:16
    Highlight Highlight "Derweil wurde bekannt, dass Macron nach dem Ende seiner Amtszeit keine Pension für Ex-Staatschefs beziehen will."

    Womit er dem Plebs deutlich signalisiert, dass er nicht davon ausgeht, dass Kleingeld von mickrigen 6220 Euro für ihn je eine Rolle spielen wird.

    Der Präsident der sehr Reichen zeigt einmal mehr, dass er ein politischer Tollpatsch ist.
    • sowhat 22.12.2019 12:16
      Highlight Highlight Das ist aus dem Zusammenhang gerissen. Es ist gleichzeitig mit den 13'500 als Vergütung für den Einsitz im Verfassungsrat zu sehen. Das nicht zu sehen ist schon Böswilligkeit.
    • michiOW 22.12.2019 12:29
      Highlight Highlight Sollte er das Geld denn nehmen?
    • Skeptischer Optimist 22.12.2019 13:24
      Highlight Highlight Der höhere Betrag macht es nicht besser sondern schlimmer.

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