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Russland

Russland nennt EU-Führung inkompetent

«Inkompetent»: Kreml teilt gegen EU-Führung aus

25.01.2026, 14:1025.01.2026, 14:10

Der Kreml hat vor dem Hintergrund der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs die politische Führung der EU als inkompetent kritisiert und Verhandlungen mit der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas ausgeschlossen.

epa12671806 European High Representative of the Union for Foreign Affairs, Kaja Kallas arrives for an informal meeting of the members of the European Council in Brussels, Belgium, 22 January 2026. EU  ...
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas.Bild: keystone

Der EU-Führung fehle es an vorausschauenden Visionären, beklagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. «Das sind irgendwelche ungebildete, inkompetente Funktionäre, die nicht in die Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können.» Darunter leide das gesamte System der internationalen Beziehungen, sagte er.

So habe sich die EU von einer ausgedachten Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nun in die Abhängigkeit von den USA begeben, argumentierte er. Bei dem Rundumschlag gegen die EU-Funktionäre musste insbesondere die aus Estland stammende Aussenbeauftragte Kallas Kritik einstecken. «Mit ihr werden wir nie auch nur irgendetwas besprechen, auch die Amerikaner werden das nicht tun», behauptete Peskow. Moskau werde einfach abwarten, bis sie ihren Posten räume.

Wut über Ukraine-Unterstützung

Der Ärger Moskaus begründet sich vor allem auf der Unterstützung der Europäer für die von Russland angegriffene Ukraine. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Februar 2022 die Invasion des Nachbarn befohlen. Bis heute hat Russland seine Kriegsziele nicht erreicht – auch weil die Ukraine westliche Hilfe bekommen hat.

Nach dem Amtsantritt von Donald Trump als Präsident in den USA ist der bis dahin stärkste Verbündete Kiews allerdings ausgefallen. Trump sieht sich lediglich als Vermittler in dem Krieg, den er vor seiner Wahl versprach, innerhalb von 24 Stunden zu beenden. (sda/dpa)

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El_Chorche
25.01.2026 14:40registriert März 2021
Wer eine dreitägige Spezialoperation plant und in einem mehr als vier Jahre dauernden Krieg landet, sollte vorsichtig mit dem Inkompetenzvorwurf umgehen.
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Doppellottotreffer
25.01.2026 14:21registriert September 2021
Die WC-Bürste des Kreml teilt nicht aus, sondern pöbelt. Das ist ein "kleiner aber feiner" Unterschied!
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Waseli
25.01.2026 14:43registriert April 2019
Und wieder einmal zeigt der Kreml, dass es ihm nicht um Sicherheit an sich geht, noch um die Gefahr eines NATO Angriffes, sondern ungehemte Macht / Kontrolle durch Gewalt.
Nichts mit Konsens, sondern ein Diktat(ur) wollen sie.
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