DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Getöteter Soldat: Spektakulärer Mordprozess beginnt in Frankreich



In Frankreich hat ein aufsehender Prozess wegen Mordes an einem jungen Soldaten begonnen. Der Angeklagte Nordahl L. gab am Montag im Gericht in Chambéry zu, den Mann getötet zu haben, wie französische Medien aus dem Gerichtssaal berichteten.

Allerdings habe er dies nicht absichtlich getan. Der Fall sorgt in Frankreich seit längerem für grosses Aufsehen, denn der 38 Jahre alte Angeklagte wird auch verdächtigt, in Südostfrankreich ein achtjähriges Mädchen entführt und umgebracht zu haben. Bei anderen ungeklärten Fällen in Frankreich wird untersucht, ob der ehemalige Hundeführer etwas damit zu tun haben könnte.

Der aktuelle Prozess beschäftigt sich nur mit dem Mord an dem jungen Soldaten. Dieser war im April 2017 verschwunden, Handydaten brachten die Ermittler schliesslich auf die Spur von L.. Der Franzose behauptete während der Ermittlungen, ein Kampf mit dem Anfang 20-Jährigen habe zu einem tödlichen Sturz geführt. «Er hatte das Recht zu leben, (...) und Sie haben ihn getötet», zitierte der Sender Franceinfo den Anwalt der Familie des Opfers. Der Anwalt des Angeklagten, Alain Jakubowicz, bestand demnach auf die Unschuldsvermutung und monierte den Medienrummel rund um den Fall.

In einem separaten Prozess voraussichtlich im kommenden Jahr soll es um den Tod der kleinen Maëlys gehen. Diese war im Sommer 2017 von einer Hochzeitsfeier verschwunden. DNA-Spuren und Kameraaufnahmen erhärteten damals den Verdacht gegen L., schliesslich führte er die Ermittler zur Leiche des Mädchens.

Dem Ex-Militär werden ausserdem sexuelle Übergriffe auf Cousinen vorgeworfen. In anderen ungeklärten Vermissten- und Mordfällen wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, um eine mögliche Verbindungen zu dem 38-Jährigen zu prüfen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einzige Schweizer

Dieser einzige Schweizer hauste erst in einer Eselshöhle und könnte heute steinreich sein

Roland Zoss zog als 24-Jähriger mit langen Haaren und Gitarre los in Richtung Süden. Bald fand er seinen Bestimmungsort: Die Insel hinter dem Mond, wie er sie selbst nennt. Fast 50 Jahre später sind die Haare etwas kürzer, die Musik zum Beruf und die Heimat ein kleines Eiland geworden. Das ist seine Geschichte.

Roland Zoss könnte durchaus dem einen oder anderen ein Begriff sein. Der Berner ist Schriftsteller und Musiker. Unter anderem erfand er für Kinder die Figuren «Jimmy Flitz» oder das «Xenegugeli». Er besang als erster die Bäume und schrieb über «Die Insel hinter dem Mond» oder die Seventies im soeben erschienenen «Hippie-Härz», einem Hörbuch/Roman in Mundart.

Zum Schriftsteller wurde er auf einer knapp zehn Quadratkilometer kleinen Insel, die zu den Liparischen Inseln nördlich von Sizilien …

Artikel lesen
Link zum Artikel