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FILE - In this Wednesday, Sept. 21, 2016 photo released by the Syrian Presidency, Syrian President Bashar Assad speaks to The Associated Press at the presidential palace in Damascus, Syria. Egypt's subtle support for Assad and close ties to Russia, for example, puts the most populous Arab nation at odds with the Saudis, who support anti-government Islamist rebel groups in Syria and sees no alternative to Assad's departure. (Syrian Presidency via AP, File)

Syriens Machthaber Bashar Assad Bild: AP/Syrian Presidency

Syrien-Krieg: UNO wirft Assad weiteren Einsatz von Giftgas vor

Ermittler der Vereinten Nationen werfen Syriens Machthaber Assad einen dritten Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg vor. Im März 2015 hat die syrische Armee demnach Chlorgas über einem Dorf abgeworfen.



Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hat der syrischen Armee einen weiteren Chemiewaffenangriff vorgeworfen. Die Armee habe das Dorf Kmenas in der Provinz Idlib Mitte März 2015 mit Chemiewaffen angegriffen.

Alles weise darauf hin, dass ein syrischer Armeehelikopter über Kmenas einen Behälter abgeworfen habe, der beim Auftreffen auf den Boden eine giftige Substanz freigesetzt habe, hiess es in einem am Freitag dem UNO-Sicherheitsrat in New York vorgelegten Bericht der Experten. Gemäss den Symptomen der Opfer habe es sich vermutlich um Chlorgas gehandelt.

Bei einem anderen Angriff auf den Ort Kfar Zita konnten die Ermittler dagegen keinen Verantwortlichen bestimmen, da die dabei eingesetzten Gasbehälter «entfernt worden» seien. Auch die Verantwortung für zwei weitere Chemiewaffenangriffe in derselben Provinz im März 2015 sowie im April 2014 konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Bereits in einem im August veröffentlichten Bericht waren die UNO-Experten zu dem Schluss gekommen, dass syrische Militärhelikopter im April 2014 sowie im März 2015 Chlorgas über zwei Orten in der Provinz Idlib abgeworfen hatten. Gleichzeitig machten die Experten die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für einen Angriff mit Senfgas in der nördlichen Region von Aleppo verantwortlich.

Untersuchung nach Angriff auf Aleppo

Am Freitag kündigten die UNO zudem an, sie habe eine Untersuchungskommission zu dem tödlichen Angriff auf einen Hilfskonvoi im Norden Syriens eingerichtet. Das Gremium unter Leitung des indischen Generals Abhijit Guha werde in der kommenden Woche die Arbeit aufnehmen, erklärte UNO-Sprecher Stéphane Dujarric.

Die Kommission soll UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon Bericht erstatten. Ban werde anschliessend über weitere Massnahmen entscheiden. Ban hatte Ende September UNO-interne Ermittlungen zu der tödlichen Attacke angekündigt.

Bei dem Angriff in der Provinz Aleppo waren am 19. September 18 Menschen getötet und 18 Lastwagen mit Hilfslieferungen zerstört worden. Die USA machten die russische Luftwaffe für die Attacke verantwortlich. Moskau wies die Vorwürfe zurück und kündigte eine eigene Untersuchung an. (viw/sda/afp)

Satellitenbilder zeigen, wie Assad ganze Stadtteile in Schutt und Asche legen lässt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 23.10.2016 01:08
    Highlight Highlight Kann mir jemand eine Quelle nennen, wo ich die Wahrheit erfahre?
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 23.10.2016 00:56
    Highlight Highlight Nur mal vorne weg putin ist nicht hitler.
  • Lowend 22.10.2016 12:48
    Highlight Highlight Und das Putin-Pack verharmlost wieder mal den syrischen Massenmörder, weil dieser Massenmörder ein guter Freund des russischen Massenmörders ist.
  • markusg 22.10.2016 11:57
    Highlight Highlight Da sieht man mal welche Machthaber von Russland unterstützt werden. Gleiche und gleich gesellt sich gern...
  • Bischer Fettwarenfabrik 22.10.2016 11:06
    Highlight Highlight Bitte um Verlinkung mit dem Bericht. So ist überprüfbar ob der von AFP richtig zitiert wurde, ob die SDA ihn von der AFP richtig abgeschrieben hat und ob Watson die SDA Meldung richtig abgeschrieben hat (wir nannten das früher noch Telefonspiel...).
  • N. Y. P. D. 22.10.2016 09:52
    Highlight Highlight Die rote Linie der USA wurde also wieder überschritten.
    Hätte die USA beim erstmaligen Überschreiten ihrer selbst deklarierten roten Linie Ernst gemacht, wären wir heute vielleicht einer Lösung näher. Zumal damals die Russen noch nicht (gross) an den Kampfhandlungen beteiligt waren.
    Der Westen hätte sich dann finanziell an den Kriegshandlungen der Amerikaner beteiligen können.
    • Bischer Fettwarenfabrik 22.10.2016 11:03
      Highlight Highlight Genau - so wie im Irak und Libyen.

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