International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A man holds a sign which reads

Bild: JORGE DAN LOPEZ/REUTERS

Guatemala ist wütend: Tausende fordern Pérez' Rücktritt



Angesichts der Korruptionsaffäre in Guatemala haben erneut tausende Menschen für einen Rücktritt von Staatschef Otto Pérez demonstriert. Mit dem Ruf «Rücktritt sofort» zogen die Demonstranten am Donnerstag ins Zentrum von Guatemala-Stadt.

Auf manchen Transparenten der Protestteilnehmer wurde Pérez als «Dieb» beschimpft, andere prophezeiten dem Staatschef: «Otto, das Gefängnis erwartet dich». «Der Präsident muss angesichts des Rufs des Volkes zurücktreten», sagte die Hochschulprofessorin Miriam Flores, die an dem Protestmarsch teilnahm.

A man wearing a wig with the colours of the Guatemala's flag holds a sign which reads

Ein Demonstrant hält ein Banner: «Ich habe keinen Präsidenten». Bild: JORGE DAN LOPEZ/REUTERS

Im Norden und Westen des zentralamerikanischen Landes blockierten Demonstranten mindestens zehn Strassen. Einige Unternehmen im Land, darunter die US-Ketten McDonald's und Domino's, beteiligten sich an einem «nationalen Streik» gegen Korruption: Sie gaben ihren Mitarbeitern frei, um an den Protestkundgebungen teilzunehmen.

Zollabgaben gegen Schmiergelder entlassen

Die guatemaltekische Staatsanwaltschaft und UNO-Ermittler hatten Pérez am Freitag vergangener Woche vorgeworfen, einer der führenden Köpfe des Korruptionsnetzwerks beim Zoll gewesen zu sein. In dem im April aufgedeckten Korruptionsskandal geht es um Vorwürfe, Importeuren seien gegen Schmiergelder Zollabgaben in Millionenhöhe erlassen worden.

Trotz wiederholter Proteste wütender Bürger lehnt Pérez einen Rücktritt bislang ab. Der konservative 64-jährige General im Ruhestand will bis zum offiziellen Ende seines Mandats am 14. Januar 2016 im Amt bleiben. Eine zweite Amtszeit ist aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Am Donnerstag wurde eine Parlamentskommission eingerichtet, die die Aufhebung der Immunität von Pérez binnen 60 Tagen prüfen soll. Vor zwei Wochen hatte das Parlament einen ähnlichen Antrag aus der Opposition abgelehnt. Seitdem wuchs der Druck auf den Staatschef allerdings.

FILE - In this Aug. 14, 2015 file photo, Guatemala's President Otto Perez Molina attends the swearing-in ceremony of his new defense minister, in Guatemala City. Street demonstrations, the resignation of cabinet ministers and the arrest of his former vice president, Roxanne Baldetti, are pushing the administration of the Guatemalan leader into a corner. Protesters demanding his resignation blocked roads on the capital outskirts Tuesday, Aug. 25, 2015, and a judge is expected to issue a ruling on allegations that Baldetti accepted $3.7 million in bribes as part of a customs corruption scandal that forced her from office. (AP Photo/Moises Castillo, File)

Perez ist unter Druck. Bild: Moises Castillo/AP/KEYSTONE

(sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

In der Schweiz wird seit Jahren nach einem Standort gesucht, um die radioaktiven …

Artikel lesen
Link zum Artikel