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Terror in Somalia: Über 70 Tote nach Bombenanschlag in Mogadischu



Ein Verletzter wird nach dem Anschlag in Mogadischu auf einer Bahre ins Medina Spital gebracht.

Bild: EPA

Bei einer Bombenexplosion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind über 70 Menschen ums Leben gekommen. Bisher gebe es 76 Tote und rund 70 Verletzte. Das sagte der Leiter des privaten Ambulanzdienstes Aamin, Abdukadir Abdirahman Hadschi, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Opferzahl könne noch weiter steigen.

In sein Spital seien neben 73 Toten zudem 54 Verwundete gebracht worden, sagte der Leiter des städtischen Medina-Hospitals, Mohamed Yusuf, der Nachrichtenagentur DPA.

Unklar ist, wie viele Opfer in andere Spitäler gebracht wurden. Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamed Filish sprach kurz nach der Explosion bereits von 90 Verletzten, darunter auch viele Schüler. Unter den Toten sind nach Polizeiquellen auch fünf Polizisten.

Unter den Toten sind zudem drei türkische Staatsbürger. Bei ihnen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Strassenbau-Ingenieure. Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem ein offensichtlich mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in einem belebten Stadtviertel in die Luft flog.

Minibusse mit Schulkindern beschädigt

Nach Angaben eines anderen Polizeisprechers wurden durch die schwere Explosion am frühen Morgen auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von aufgerissenen Karosserien.

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte. «Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete.» Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die terroristische Al Shabaab vermutet.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die radikalsunnitischen Extremisten beherrschen grosse Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge. Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung. (sar/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wurst Hans 28.12.2019 14:32
    Highlight Highlight Der Artikel macht mich nachdenklich, in der Mittelstufe haben wir in der Adventszeit für Amnesty International Geld für ein Hilfsprojekt in Somalia gesammelt, das war ca. 1992 🤷‍♂️.
    Da haben wir noch gedacht wir tun was Gutes, paar Monate später sind dann die beiden Black Hawks abgeschossen worden und das Land dem stetigen Verfall preisgegeben worden.
  • Ordo Malleus 28.12.2019 10:44
    Highlight Highlight Ahh, die Religion des Friedens hat wieder mal zugeschlagen. Ich bin echt erstaunt, wie viele Gräueltaten im Namen dieser Religion schon verübt worden sind und trotzdem geniesst sie noch einen guten Ruf bei vielen Menschen. 🤷 Wann findet hier endlich ein Umdenken statt.
    • Attilaquetzal 28.12.2019 13:20
      Highlight Highlight Gelobt sei die weisse Weste des Christentums...
    • Do not lie to mE 28.12.2019 14:47
      Highlight Highlight Die meisten Opfer sind Muslime, die Zahlen für 2019: In diesem Zeitraum gab es 1724 islamische Angriffe in 53 Ländern, bei denen 10109 Menschen getötet und 10512 verletzt wurden. Seit 9/11 wurden run 37,000 Anschläge verübt inklusiv Ehrenmorde oder Scharia-Exekutionen.
    • Homer J. Simpson 28.12.2019 21:55
      Highlight Highlight Sie haben aber absolut nichts verstanden

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