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Migrants and refugees stand next to burning house containers at the Moria refugee camp, on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Sunday, Sept. 29, 2019. Migrants protesting at an overcrowded camp on the Greek island of Lesbos set fires and clashed with police Sunday, authorities said. Police and local authorities said there were unconfirmed reports of two fatalities at the Moria camp. (InTime News via AP)

Ein Brand in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos forderte mindesten zwei Menschenleben. Bild: AP

Mindestens zwei Tote bei Brand in Flüchtlingslager Moria auf Lesbos



Bei zwei Bränden im Flüchtlingslager Moria und einem daneben gelegenen Zeltlager auf der griechischen Insel Lesbos sind am Sonntag eine Mutter und ihr Kind ums Leben gekommen. Im Anschluss kam es in dem überfüllten Auffanglager zu Unruhen. Die Brandursache war zunächst unklar.

Die beiden Feuer waren griechischen Medienberichten zufolge am Sonntag gegen 17 Uhr sowohl im Auffanglager Moria als auch im daneben gelegenen provisorischen Zeltlager «Olive Grove» ausgebrochen.

Während das Feuer im Zeltlager schnell gelöscht werden konnte, entstand im sogenannten Hotspot, dem Registrierzentrum der Insel, erheblicher Schaden. Die Feuerwehrleute hätten sich angesichts der Feuersbrunst zunächst zurückziehen müssen, berichtete eine Nachrichten-Website der Insel Lesbos.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Lage unter Kontrolle zu behalten. Aus Athen wurden zudem mit Armeehelikoptern zusätzliche Sicherheitskräfte eingeflogen. Flüchtlinge gaben an, dass die Feuerwehr viel zu lange gebraucht habe, bis sie im Lager angekommen sei.

Das Lager Moria auf Lesbos steht seit Jahren in der Kritik, da es chronisch überfüllt ist. Nach der Ankunft von 3000 neuen Flüchtlingen im August hatte sich die ohnehin schwierige hygienische Situation in dem inmitten von Olivenhainen gelegenen Zeltlager weiter verschlechtert. Derzeit leben rund 13'000 Menschen in dem Lager, das eigentlich nur für 3000 ausgelegt ist.

Auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind derzeit rund 30'000 Flüchtlingen unter teils prekären Umständen untergebracht, weil der Zustrom von illegalen Migranten und aus der Türkei in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Die Zahl der Flüchtlinge ist die höchste seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016. (mim/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Do not lie to mE 30.09.2019 10:30
    Highlight Highlight Aus dem Lager: Dass sie ihre Peiniger nicht hinter sich lassen konnten, ahnte er nicht. "Viele Leute hier gehörten zum IS, vor dem wir geflohen sind", erklärt der 29-jährige Hussein Khidher. "Sie nennen uns Kafir, Ungläubige" sagt seine Frau Ilhan. Sie erzählt von einer Syrerin aus dem Lager "Sie hat mich gewarnt, in der Öffentlichkeit nicht schlecht über den IS zu sprechen, weil es hier so viele von ihnen gibt." Islamisten schüren Angst, während des Ramadan und versuchten, nicht-Fastende zu bestrafen.
    • Saraina 30.09.2019 15:18
      Highlight Highlight Das entschuldigt nicht die Unfähigkeit der Europäer. Es ist nicht das erste Mal dass bei einem Brand Menschen ums Leben kommen. Und jeden Winter ersticken Welche, weil sie mit notdürftigen Feuerstellen versuchen, die improvisierten Zelte zu heizen. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wieso Frauen und Kinder unter solchen Bedingungen jahrelang vegetieren müssen. Auch solche denen dann schwer traumatisiert endlich der Familiennachzug nach Deutschland gewährt wird. Islamisten sind beileibe nicht die einzige Gefahr. Gewalt und sich selbst verletzende Kinder sind an der Tagesordnung.
  • Räuber&Liebhaber 30.09.2019 07:45
    Highlight Highlight Eine Mutter mit Kind... das tut beim Lesen weh! :(

Eskalation an türkischer Grenze: «Wir müssen Flüchtlinge direkt in die Schweiz holen»

Zehntausende Migranten stecken in der Türkei an der Grenze fest, wo die Lage bürgerkriegsähnliche Zustände annimmt. Schweizer Politiker fordern den Bundesrat auf, Familien in die Schweiz zu holen.

Es sind schockierende Bilder, die uns derzeit von der türkisch-griechischen Grenze erreichen.

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