Saharastaub färbt den Himmel über der griechischen Insel Kreta rot
In den vergangenen Tagen herrschte auf der griechischen Insel Kreta ein starker Wind. Dieser sorgte dafür, dass Saharastaub und Sand von Nordafrika über das Mittelmeer geweht wurden.
Die Auswirkung davon ist, dass der Himmel über der griechischen Insel Kreta rot eingefärbt wurde. Auch über dem afrikanischen Land Libyen konnte man in den vergangenen Tagen einen roten Himmel bestaunen.
Kreta ist bei britischen Touristen ein beliebtes Ferienziel. Britische Medien berichten entsprechend, dass Passagierflugzeuge wegen der schlechten Sicht auf Kreta auf dem Festland landen mussten. Sie steuerten Flughäfen auf Korfu oder den Flughafen der Hauptstadt Athen an. Mindestens zehn Flüge nach Rhodos wurden am Mittwoch gestrichen oder umgeleitet, inzwischen läuft der Luftverkehr wieder weitgehend normal.
Zu den starken Winden kamen an der Küste des griechischen Festlands auch Überschwemmungen, so unter anderem in Athen, wie «BBC» berichtet. Dabei soll laut der örtlichen Behörden eine Person ums Leben gekommen sein, nachdem ihn Wassermassen mitgerissen und unter einem Auto eingeklemmt hatten.
Starkregen und Böen
Zu Starkregen und Orkanböen kommt auch eine starke Belastung der Luft mit Saharastaub, wie der griechische Rundfunk berichtet. Besonders betroffen waren die südliche Ägäis und die Region um Athen.
Auf Rhodos rückte die Feuerwehr mehr als 50 Mal aus, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Auch Stromleitungen, Laternen und Boote wurden beschädigt. Der Zivilschutz rief Bewohner und Touristen per SMS auf, ihre Bewegungen einzuschränken. In einem Vorort von Athen kam es zu Überschwemmungen.
Auf Kreta sowie den Kykladeninseln Santorini, Naxos und Mykonos brachten starke Südwinde Saharastaub. Dieser färbte den Himmel rötlich und schränkte die Sicht deutlich ein. Meteorologen erwarten weiterhin kräftige Regenfälle, Gewitter und örtlichen Hagel. Für Kreta gilt eine erhöhte Unwetterwarnung. Eine Entspannung der Wetterlage wird erst für Freitagabend erwartet. (nib/sda/dpa)
