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A child plays outside the migrant and refugee registration camp in Moria, on the island of Lesbos, Greece, Wednesday, Nov. 4, 2015. Dozens of overcrowded inflatable dinghies and wooden boats reach Greek islands daily, even during bad weather, and hundreds have drowned as their overloaded and unseaworthy boats overturned or sank. (AP Photo/Marko Drobnjakovic)

Auf der griechischen Insel Lesbos leben mehr als 2000 Kinder im Flüchtlingslager. Bild: AP/AP

Mehr als 2000 Kinder leben im Flüchtlingslager auf Lesbos

Bei rund 40 Prozent der Flüchtlinge und Migranten im Auffanglager «Moria» auf der griechischen Insel Lesbos handelt es sich um Kinder.



Im stark überfüllten Flüchtlingslager «Moria» auf der griechischen Insel Lesbos sind mehr als 2000 Kinder, davon 432 unbegleitete Minderjährige. Diese Zahlen kommunizierte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen gegenüber dem griechischen Radiosender «Athina984».

«Es gibt keinen politischen Willen, das Flüchtlingsproblem zu lösen.»

Apostolos Veizis, medizinischer Leiter Ärzte ohne Grenzen in Griechenland

«In den Ambulanzen, die wir dort betreiben, sind 52 Prozent der Patienten unter fünf Jahre alt», sagte Apostolos Veizis, medizinischer Leiter der Organisation in Griechenland. Doch nicht nur die Kinder litten unter der Situation vor Ort, auch viele Schwangere gehörten zu den Patienten. Zudem stünden rund 500 Menschen auf einer Warteliste zur Behandlung schwerer psychischer Probleme.

«Es gibt keinen politischen Willen, das Flüchtlingsproblem zu lösen», kritisierte der Mediziner. Sowohl die Europäische Union als auch Griechenland seien in einem EU-Türkei Abkommen gefangen, das sie für die Lösung des Problems hielten.

Seit dem Inkrafttreten des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die nach Griechenland übersetzen, verringert. Neuankömmlinge werden seither auf den griechischen Inseln festgehalten und müssen dort Asyl beantragen.

Die Bearbeitung der Anträge geht langsam voran, so dass die Auffanglager (Hotspots) heillos überfüllt sind. Das Lager Moria auf Lesbos beispielsweise bietet Platz für 2330 Menschen, doch 5500 Menschen sind dort untergebracht. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 26.12.2017 20:58
    Highlight Highlight Eine Schande für Europa!
    • Platon 27.12.2017 17:29
      Highlight Highlight Jup. Nur scheint es Europa ziemlich egal geworden zu sein. Gerade mal 1 Kommentar mit 8 Bewertungen, von denen mehr Blitze als Herzen sind, ist wohl bezeichnend für die Tragik des europäischen Wohlstandsfaschismus. Ich könnt kotzen. Frohe Festtage allerseits!
    • borael 27.12.2017 19:20
      Highlight Highlight Kein Wunder. WIR haben ja zum Glück kein Flüchtlingsproblem. Griechenland ist weit weg und die Ferienstrände sauber.
      Tragisch... aber es gibt viele Leute die so denken.

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