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Briten laut Umfrage mehrheitlich für Boris Johnson



Der britische Premierminister Boris Johnson kann einer Umfrage zufolge bei der Neuwahl im Dezember mit einer deutlichen Mehrheit rechnen.

Seine konservative Tory-Partei könnte nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Zeitung «Times» mit 359 Sitzen von 650 rechnen - 42 mehr als bei der letzten Wahl 2017.

Britain's Prime Minister Boris Johnson arrives for a visit to Healey's Cornish Cyder Farm during the General Election campaign, in Callestick, England, Wednesday, Nov. 27, 2019 (Dan Kitwood/Pool Photo via AP)

Boris Johnson kann bei den Neuwahlen im Dezember gemäss einer neuen Umfrage mit einer deutlichen Mehrheit rechnen. Bild: AP

Die oppositionelle Labour-Partei würde demnach nur auf 211 Sitze nach 262 Sitzen vor zwei Jahren kommen, die pro-europäischen Liberal-Demokraten auf lediglich 13 Sitze.

Damit hätten die Torys eine Mehrheit von 68 Sitzen. Für Labour bahnt sich demnach die zweitschlimmste Niederlage nach dem Krieg an. Auch in anderen Umfragen lagen die Tories zuletzt deutlich vor den anderen Parteien.

Grossbritannien hat ein Mehrheitswahlrecht. Nur wer in einem der 650 Wahlkreise die Mehrheit holt, bekommt auch den entsprechenden Sitz im Parlament.

Die YouGove-Umfrage wird als recht zuverlässig eingestuft: Sie hatte 2017 ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse vorausgesagt - was sich als richtig erwies. Befragt wurden innerhalb von sieben Tagen 100 000 Menschen, berücksichtigt wurden bei der Auswertung unter anderem Alter, Geschlecht und lokale politische Gegebenheiten.

Brexit wichtigstes Wahlversprechen

Das wichtigste Wahlversprechen der Konservativen ist, den EU-Austritt bis zum 31. Januar 2020 mit dem nachverhandelten Brexit-Deal zu vollziehen.

Labour verspricht, binnen drei Monaten ein neues Brexit-Abkommen zu verhandeln. Anschliessend sollen die Briten in einem zweiten Referendum die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU oder einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben.

Das Unterhaus hatte im Oktober Johnsons Wunsch zugestimmt, die Wahl auf den 12. Dezember vorzuziehen. Die Labour-Partei gab ihren Widerstand dagegen auf, nachdem ihrer Einschätzung nach die Gefahr eines ungeregelten Austritts Grossbritanniens aus der EU durch die erneute Verschiebung des Brexit-Termins auf den 31. Januar nicht mehr gegeben ist. (sda/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Unicron 28.11.2019 09:12
    Highlight Highlight Wie kann man nur so eine Knalltüte wählen...
    Die Menschen sind wirklich zu dumm für Demokratie.
  • Baron Swagham IV 28.11.2019 06:41
    Highlight Highlight Labour hätte nach 13 Jahren Abnützung an der Macht (inkl. hübsche Kämpfe zwischen Blair und Brown) jetzt 9 Jahre Zeit gehabt sich in der Opposition zu formieren. Zumal, von einer kurzen Spanne von 2015 bis zum Brexit Votum, eigentlich nie Ruhe in der Regierung war.
    Was die da rumkaspern versteh ich ebenso wenig wie den BoJo Hype.
    Wahrscheinlich wäre da nach der Wahl neues Führungspersonaö nicht die dümmste Entscheidung
  • Fichtenknick 28.11.2019 06:12
    Highlight Highlight Verstehe einer die Briten... Aber Labour ist auch teilweise selber schuld, mit Corbyn kann man nun mal keinen Blumentopf gewinnen. Wenn jedoch der BoJo gewählt wird, dann muss das ewige Geklöne von der Insel aufhören. Ihr wolltet es ja so.
  • GoldjungeKrater 28.11.2019 05:25
    Highlight Highlight Go Boris 👍💪
    • FITO 28.11.2019 08:17
      Highlight Highlight Fanboy Goldbubi.
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    • DemonCore 28.11.2019 09:03
      Highlight Highlight Boris de Pfeffel Johnson wird das Ende des UK einleiten. Er hat in seiner ganzen Karriere bis jetzt noch nie Verantwortung für irgendetwas wahrgenommen. Sobald es kompliziert wird, taucht er ab. Das einzige was er in Sachen Brexit erreicht hat ist, dass jetzt zwischen GB und NI eine Zollgrenze eingeführt werden soll.

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