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Hitlers Seidenschal, Görings Blausäure-Behälter und Streichers Strick kommen unter den Hammer



Ein Münchner Auktionshaus hat die Versteigerung angeblich persönlicher Gegenstände von Adolf Hitler und Hermann Göring angekündigt. Wie es auf der Homepage des Auktionshauses Hermann Historica heisst, kommen die Objekte am 18. Juni unter den Hammer.

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Ein Socken-Paar, ein Seidenschal, eine Fliege und zwei Krawatten – angeblich aus dem Kleiderschrank von Adolf Hitler. bild: hermann historica

Die Gegenstände sollen demnach aus der Sammlung des US-Arztes John K. Lattimer stammen, der während der Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse für die medizinische Versorgung der Angeklagten verantwortlich war. Wolfgang Hermann, Mitinhaber von Hermann Historica, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das Auktionshaus habe die Sammlung von Lattimers Tochter bekommen.

Berghof-Wachenfeld, Obersalzberg, Germany, A picture of Adolf Hitler (1889-1945), the German fascist dictator, looking at picture books on the verandah with Field Marshall Hermann Goering  (Photo by Popperfoto/Getty Images)

Göring und Hitler stöbern auf dem Obersalzberg im Auktionskatalog. Nicht. Bild: Popperfoto

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Lederstiefel von Hermann Göring. bild: hermann historica

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Brille und Monokel werden ebenfalls Göring zugeschrieben.
bild: hermann historica

Die Sammlung umfasst nach Angaben des Auktionshauses auch den Messingbehälter für die Blausäure, mit der sich Göring kurz vor seiner geplanten Hinrichtung in Nürnberg umbrachte, den Richterhammer sowie Röntgenaufnahmen Hitlers und Untersuchungsberichte nach dem Attentat vom 20. Juli 1944.

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Angeblich bewahrte Hermann Göring hier die Blausäure auf, mit der er sich das Leben nahm. bild: hermann historica

«In dem Umfeld der Nürnberger Prozesse waren so viele Menschen beteiligt, Wachpersonal, Ärzte, Psychologen. Da kann es durchaus sein, dass jemand etwas mitgenommen hat», sagte der Historiker Andreas Mix vom Memorium Nürnberger Prozesse.

Man müsse die Herkunft der Objekte genauer prüfen, aber da hielten Auktionshäuser sich oft bedeckt. «Historische Objekte haben natürlich eine Aura und ein Objekt wie der Richterhammer kann natürlich spannend sein, aber manche Objekte sind einfach geschmacklos, makaber und skurril.»

Das Auktionshaus wollte sich auf Anfrage nicht weiter zu der geplanten Versteigerung äussern.

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Ein Stück des Stricks, mit dem sich Julius Streicher erhängte. bild: hermann historica

(sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 10.06.2016 12:32
    Highlight Highlight Selbst wenn ich auf solchen historischen Schrott abfahren würde, täte ich mich tunlichst hüten, da auch nur einen müden Stutz zu investieren....absolut unkontrollierbare Zuordnung!


    Ältere Semster erinnern sich gewiss noch an die Affäre STERN/Konrad Kujau mit den hochbezahlten angeblichen Tagebüchern Adolf Hitlers 😂!


    Für die jüngeren Jahrgänge hier nachlesbar :

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hitler-Tageb%C3%BCcher
  • Pianovilla 10.06.2016 12:31
    Highlight Highlight Julius Streicher erhängte sich nicht. Er wurde am 16.10.1946 in Nürnberg als beim Nürnberger Prozess zum Tode Verurteilter erhängt.
  • niklausb 10.06.2016 11:47
    Highlight Highlight Zum Strick, sollte es da nicht heissen:" mit dem Julius Streicher erhängt wurde."? Schliesslich wurde er hingerichtet er hat sich also nicht selber erhängt.

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