International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

USA verurteilen Schlag gegen Demokratiebewegung in Hongkong



Die US-Regierung hat die vorübergehende Festnahme von führenden Mitgliedern der Demokratiebewegung in Hongkong scharf verurteilt. In einer Mitteilung von US-Aussenminister Mike Pompeo hiess es am Samstagabend (Ortszeit), die Regierung in Peking und ihre Vertreter in Hongkong verstiessen weiterhin gegen den Grundsatz «ein Land, zwei Systeme», demzufolge Versammlungs- und Meinungsfreiheit in Hongkong verbrieft seien.

In einem Schlag gegen Regierungskritiker in Hongkong hatte die Polizei der chinesischen Sonderverwaltungsregion zuvor 14 führende Mitglieder der Demokratiebewegung vorübergehend festgenommen.

Unter ihnen sind der Gründer der Hongkonger Zeitung «Apple Daily», Jimmy Lai, der bekannte Anwalt Martin Lee sowie frühere Abgeordnete wie Albert Ho, Lee Cheuk Yan und Yeung Sum, wie Politiker und Aktivisten berichteten. Im Laufe des Samstags wurden die Festgenommenen gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt; sie warten jetzt auf ihre Gerichtstermine. Prodemokratische Politiker sahen einen Versuch, die Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Mehr als ein halbes Jahr lang hatten prodemokratische Kräfte in Hongkong seit vergangenem Sommer fast jede Woche für freie Wahlen demonstriert. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen und Zusammenstössen mit der Polizei. Die Proteste richteten sich gegen die nicht frei gewählte Hongkonger Regierung sowie den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung. Auch forderten die Demonstranten eine unabhängige Untersuchung der Polizeibrutalität bei den Protesten sowie Straffreiheit für Tausende Festgenommene.

Der Grundsatz «ein Land, zwei Systeme», nach dem die frühere britische Kronkolonie seit der Rückgabe 1997 an China in ihren eigenen Grenzen verwaltet wird, soll Hongkong eigentlich ein Höchstmass an Autonomie garantieren. Die sieben Millionen Einwohner geniessen - anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik - viele Freiheitsrechte, um die sie jetzt aber zunehmend fürchten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Ich kann nicht atmen!»: Tod des Afro-Amerikaners in Minneapolis löst massive Proteste aus

Am Dienstag versammelten sich hunderte Menschen an dem Ort, wo der Afro-Amerikaner George Floyd von einem Polizisten während einer Verhaftung mit dem Knie erstickt wurde.

Wieder steht Amerika unter Schock, wieder wegen des gewaltsamen Tods eines Afro-Amerikaners. Am Dienstag versammelten sich riesige Menschenmengen an der Stelle, wo George Floyd einen Tag zuvor festgenommen worden war, um zu protestieren.

Was war passiert? Ein Polizist kniete bei der Verhaftung auf Floyds Nacken und ignorierte die flehenden Worte, er könne nicht atmen. Ganze sieben Minuten liess der Polizist nicht nach und ignorierte auch die lautstarken Einwände von eingreifenden Passanten. …

Artikel lesen
Link zum Artikel