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Iran

Iran Proteste: Mindestens 19 Tote

Bericht von NGO: Mindestens 19 Tote bei Unruhen im Iran

04.01.2026, 18:0505.01.2026, 08:03

Bei den Unruhen im Iran sind nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 19 Demonstranten getötet worden. Hunderte weitere seien verletzt und festgenommen worden, teilte Iran Human Rights mit Sitz in Oslo in seinem jüngsten Bericht mit. Zudem sollen die Behörden zumindest in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen.

Die iranische Regierung macht weiterhin keine Angaben zu den Unruhen und Opfern. Daher stützen sich aktuelle Angaben vor allem auf Berichte in den sozialen Medien sowie von Menschenrechtsaktivisten im Ausland. Diese Berichte können jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.

FILE - Protesters march on a bridge in Tehran, Iran, on Dec. 29, 2025. (Fars News Agency via AP, File)
Iran Protests Explainer
Proteste in Teheran am 29. Dezember 2025.Bild: keystone

Laut Augenzeugen kam es auch im Zentrum der Hauptstadt Teheran zu dramatischen Szenen. Demonstrierende ignorierten die Aufforderung der Polizei, den Ort unverzüglich zu verlassen. Daraufhin gingen die Beamten mit Schlagstöcken gegen die Menge vor, darunter viele junge Frauen. Einige Teilnehmer der Proteste wurden in Minibusse gezerrt und abtransportiert, andere suchten in nahegelegenen Geschäften Schutz vor Polizei- und Sicherheitskräften.

Journalisten ist es untersagt, direkt über die Proteste zu berichten, egal ob sie für iranische oder ausländische Medien arbeiten. Fotografen wurde unmissverständlich klargemacht, dass sie keine Aufnahmen machen dürfen – andernfalls droht ihnen ein Arbeitsverbot. Veröffentlichungen in iranischen Medien unterliegen der Zensur durch Behörden.

Twitter hat einen Beitrag des iranischen geistlichen Oberhauptes, Ayatollah Ali Chamenei, im Zusammenhang mit den Impfungen gegen das Coronavirus gel
Die Proteste richten sich gegen den religiösen Führer des Irans, Ayatollah Ali Chamenei. Bild: sda

Die Unruhen erschüttern den Iran seit vergangenem Sonntag. Sie richten sich gegen die islamischen Machthaber des Landes. Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, doch schon bald entwickelten sich daraus landesweite politische Unruhen.

Neben der massiven Kritik an der gegenwärtigen Führung werden dabei auch Rufe nach einer Rückkehr der Monarchie laut, die durch die islamische Revolution 1979 gestürzt worden war. (sda/dpa)

Trump verkündet Bombardierung Irans

Video: extern/reuters
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