Strasse von Hormus: Betrüger fordern Geld für Durchfahrt
Betrüger verschicken aktuell offenbar Nachrichten, die Schiffen eine sichere Passage durch die Strasse von Hormus gegen eine Bezahlung versprechen. So erhielten offenbar bereits mehrere Schifffahrtsunternehmen eine entsprechende Nachricht, warnte das griechische Schifffahrtsrisikomanagement-Unternehmen MARISKS laut der Nachrichtenagentur Reuters.
Demnach gaben sich die unbekannten Akteure als Vertreter der iranischen Behörden aus und forderten Transitgebühren in Kryptowährungen. Konkret heisst es darin laut MARISKS:
MARISKS betonte: «Bei diesen konkreten Nachrichten handelt es sich um Betrug.» Aus dem Iran lag laut Reuters zunächst keine Stellungnahme vor.
Noch ist unklar, wer genau die Nachrichten erhalten hat und ob Schifffahrtsunternehmen der Forderung nachgekommen sind. MARISKS hat allerdings einen Verdacht. So versuchten am 18. April zwei Schiffe die Durchfahrt, nachdem der Iran die Strasse von Hormus kurzzeitig geöffnet hatte. Sie wurden allerdings von iranischen Booten beschossen und kehrten um. Das Schifffahrtsrisikomanagement-Unternehmen glaubt offenbar, dass mindestens eines der Schiffe auf den Betrug hereingefallen sei.
Verwendete Quellen:
- reuters.com: Scam messages offering ships safe transit through Hormuz, security firm warns
- «Bedeutet nichts»: Trump verlängert Waffenruhe einseitig – grosses Misstrauen im Iran
- Iran will erst verhandeln, wenn Seeblockade beendet ist – Trump bleibt stur
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