Iran will erst verhandeln, wenn Seeblockade beendet ist – Trump bleibt stur
Die Seeblockade der US-Streitkräfte vor der Strasse von Hormus ist nach iranischen Angaben eine Hürde für weitere Gespräche zwischen den Kriegsparteien. Eine iranische Teilnahme an dem «von den USA inszenierten Schauspiel» sei an die Erfüllung von Vorbedingungen geknüpft, hiess es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Dazu gehöre unter anderem die Aufhebung der Seeblockade in der Strasse von Hormus, so der Bericht.
Der Tasnim-Bericht bezog sich auf unbestätigte US-Medienberichte über eine bevorstehende Reise von US-Vizepräsident JD Vance nach Pakistan für weitere Verhandlungen.
Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass die US-Seeblockade eine zentrale Hürde für weitere Verhandlungen ist. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe US-Präsident Donald Trump zuletzt in Telefonaten mitgeteilt, Iran wolle eine Aufhebung der US-Seeblockade als Voraussetzung zur Teilnahme an einer zweiten Verhandlungsrunde, hiess es. Munir habe in den vergangenen 36 Stunden dreimal mit Trump gesprochen.
Trump: Werde Seeblockade erst aufheben, wenn es einen Deal gibt
Trump machte unterdessen klar, an der Seeblockade festhalten zu wollen, bis es eine Einigung mit dem Iran gibt. Der Iran dränge auf eine Aufhebung – die werde es aber nicht geben «bis ein Deal unterzeichnet ist», zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den US-Präsidenten aus einem Telefoninterview. (sda/dpa)
