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Massaker in tunesischem Museum: Der dritte Mann ist gefasst

Gut zwei Monate nach dem Anschlag auf Tunesiens berühmtestes Museum mit 22 Toten hat die Polizei möglicherweise den dritten Attentäter aufgespürt. Zu der Tat hatte sich damals die Terrormiliz IS bekannt.



Zwei Monate nach dem Terroranschlag auf das Bardo-Museum in Tunesien ist ein mutmasslich Beteiligter in Italien gefasst worden. Der 22-jährige Marokkaner Touil Abdelmajid  sei am Dienstagabend in Gaggiano nahe Mailand in der Wohnung seiner Mutter festgenommen worden, berichtete die Staatsanwaltschaft Mailand am Mittwoch.

Moroccan citizen Touil Abdelmajid is seen in this undated handout photograph released by Italian police in Milan on May 20, 2015. Italian police said on Wednesday they had arrested the 22-year-old Moroccan man suspected of involvement in the March 18 attack on the Bardo museum in Tunis which killed 20 tourists. Police in Milan said the man, named as Abdelmajid, had been sought by authorities in several countries.     REUTERS/Italian Police/Handout via Reuters

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Der verhaftete Touil Abdelmajid. Bild: HANDOUT/REUTERS

Ihm werde zur Last gelegt, den Anschlag vom 18. März mit 22 Toten mitorganisiert und verübt zu haben, sagte Ermittler Bruno Megale. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» bekannt. Unter den 22 Getöteten befanden sich 17 ausländische Touristen, darunter vier Italiener.

Danach fahndeten die Behörden nach einem dritten Tatverdächtigen, der auf dem Video einer Überwachungskamera des Museums zu sehen gewesen war. Der Gefasste könnte nun dieser Mann sein. Die beiden anderen mutmasslichen Täter waren von Sicherheitskräften erschossen worden.

Reisepass verloren

Der gefasste Tatverdächtige war der italienischen Polizei bisher nicht aufgefallen, im Februar hatten Behörden auf Sizilien allerdings seine Ausweisung angeordnet. Die Polizei konnte den Mann jetzt identifizieren, weil seine Mutter kurz nach der Attacke in Bardo gemeldet hatte, dass sein Reisepass verloren gegangen sei.

Der tunesische Haftbefehl gegen den Marokkaner lautet unter anderem auf vorsätzlichen Mord, Verschwörung gegen die innere Sicherheit des Landes und Zugehörigkeit zu einer Terrororganisation, wie Megale auf einer Pressekonferenz weiter mitteilte.

Die Angreifer hatten am 18. März zunächst auf Besucher geschossen, die vor dem Gebäude in der Hauptstadt Tunis aus Reisebussen ausstiegen. Anschliessend drangen sie offenbar ungehindert in das Museum ein und töteten dort weitere Menschen, bevor zwei von ihnen in einer Schiesserei mit der Polizei selbst starben.

Das Bardo ist das grösste Museum des Landes und ist vor allem für seine Sammlung römischer Mosaike bekannt. Es beherbergt 8000 Kunstwerke und zieht jedes Jahr viele ausländische Touristen an. (whr/sda/dpa) 

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