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Zustrom neuer IS-Kämpfer geht drastisch zurück



Der Zustrom neuer Kämpfer zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien ist drastisch zurückgegangen. Seit Anfang des Jahres hätten sich den Extremisten rund 120 Anhänger aus Syrien oder dem Ausland angeschlossen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) am Dienstag.

Das sei der geringste Wert, seitdem der IS Ende Juni vergangenen Jahres ein «islamisches Kalifat» ausgerufen habe. Bislang habe die Terrormiliz rund 1200 neue Kämpfer pro Monat gezählt. Als einen Grund nannte der SOHR-Leiter, Rami Abdel Rahman, die schärfere Überwachung ausreisewilliger Islamisten im Westen.

Die in Grossbritannien ansässige SOHR bezieht ihre Informationen von einem Netz aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Die Berichte der oppositionsnahen Organisation lassen sich wegen der Medienblockade im Bürgerkriegsland nur schwer unabhängig überprüfen.

Schlag gegen IS in Marokko

Marokkanische Spezialeinheiten haben mehrere geplante Anschläge eines örtlichen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vereitelt. Bei einem gemeinsamen Zugriff in mehreren Städten innerhalb der vergangenen Tage seien insgesamt 13 Mitglieder der Terrorzelle festgenommen worden, sagte der Leiter des Inlandgeheimdienstes BCIJ, Abdelhak Khiam. Die Gruppe habe mehrere Entführungen in Marokko geplant.

Laut Khiam nannte sich die Zelle in Anlehnung an einen marokkanischen Anführer, der im 11. Jahrhundert das christliche Spanien angegriffen hatte, «Nachfahren Yusuf ibn Taschfins». Die Mitglieder hätten sich zudem als lokale «Provinz» des IS verstanden.

Die in Syrien und im Irak kämpfende Miliz hat Ableger in mehreren anderen Staaten, darunter Ägypten, Libyen und Algerien. IS-Anhänger bekannten sich zu Anschlägen in Tunesien und im Jemen. Laut dem BCIJ kämpfen mehr als 1300 Marokkaner für den IS in Syrien und im Irak, darunter auch Frauen und Kinder. (whr/sda/dpa)

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