International
Islamischer Staat (IS)

Inmitten des Kampfes um Kobane tagt der Nationale Sicherheitsrat

Inmitten des Kampfes um Kobane tagt der Nationale Sicherheitsrat

30.06.2015, 05:5030.06.2015, 05:50

Inmitten des Konflikts um die syrische Grenzstadt Kobane hat in der Türkei am Montag der Nationale Sicherheitsrat getagt. Präsident Recep Tayyip Erdogan leitete das rund vierstündige Treffen des Rats, an dem vor allem ranghohe Militärvertreter teilnahmen.

Islamischer Staat (IS)

Nach dem Ende der Gespräche erklärte das Gremium, deren Mitglieder hätten sowohl die Lage in Syrien als auch «mögliche Gefahren» und «zusätzliche Sicherheitsmassnahmen» analysiert. Der Sicherheitsrat trat damit inmitten von Spekulationen in den Medien über eine militärische Intervention der Türkei in Syrien zusammen.

Erdogan beunruhigt ob kurdischer Milizen

Am Freitagabend hatte Erdogan vor der Gründung eines Kurdenstaats im Norden Syriens gewarnt. «Wie hoch auch der Preis ist, wir werden niemals die Bildung eines neuen Staates an unserer Südgrenze im Norden Syriens akzeptieren», sagte er. Zugleich warf er den Kurden vor, andere Volksgruppen aus den von ihnen eroberten Gebieten zu vertreiben.

Kurdische Milizen hatten am Samstag zwei Tage nach einem Überraschungsangriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf Kobane die Extremisten wieder aus der syrischen Grenzstadt vertrieben. 

Die Gebietsgewinne der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) beunruhigen die Türkei. Sie sieht in der Miliz einen Ableger der verbotenen türkischen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit Jahrzehnten gewaltsam für die Loslösung der Kurdengebiete von Ankara kämpft. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Neue Vorwürfe: US-Justiz soll Epstein-Files mit Trump-Nennungen zurückhalten
Das US-Justizministerium hat Epstein-Akten veröffentlicht – doch Dutzende Seiten fehlen. Laut einem neuen Bericht betreffen Lücken gezielt Vorwürfe gegen Donald Trump.
Das US-Justizministerium hat laut einer Recherche des US-Senders NPR Dokumente aus den sogenannten Epstein-Akten nicht veröffentlicht, die sich auf Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump beziehen. Dem Bericht zufolge betreffen die fehlenden Unterlagen unter anderem FBI-Interviews und Notizen zu einer Frau, die angibt, Trump habe sie als Minderjährige sexuell missbraucht.
Zur Story