International
Israel

Israel wird laut Verteidigungsminister nicht komplett aus Gaza abziehen

FILE - Israeli Defense Minister Israel Katz speaks during a meeting with Secretary of Defense Pete Hegseth at the Pentagon on July 18, 2025, in Washington. (AP Photo/Mark Schiefelbein, File)
Katz war nach Kritik an ähnlichen Äusserungen zunächst zurückgerudert. Nun sagte er jedoch: «Ich lege nie den Rückwärtsgang ein.»Bild: AP

Israel wird laut Verteidigungsminister nicht komplett aus Gaza abziehen

25.12.2025, 15:0925.12.2025, 15:10

Israel wird seine Truppen nach Worten des Verteidigungsministers niemals komplett aus dem Gazastreifen abziehen. «In Gaza wird Israel niemals abziehen. Innerhalb des Gazastreifens wird es eine Sicherheitszone geben, eine beträchtliche Sicherheitszone», sagte Israel Katz bei einer Konferenz der siedlerfreundlichen Zeitung «Makor Rischon».

Dies gelte auch im Fall eines Übergangs in die zweite Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump und einer Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas, sagte Katz. Die Sicherheitszone solle innerhalb des Gazastreifens verlaufen, betonte er. Im nördlichen Teil des Küstengebiets könnten dann in Zukunft israelische Siedlungskerne errichtet werden, die die Sicherheitszone dann auch schützen würde, sagte er weiter.

Damit widersprach der Politiker von der rechtskonservativen Regierungspartei Likud erneut Trumps Friedensplan, der einen stufenweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Küstenstreifen vorsieht. Nach Kritik nach ähnlichen Äusserungen am Dienstag war er zunächst zurückgerudert. Bei der Konferenz sagte er nun allerdings: «Ich lege nie den Rückwärtsgang ein.»

In Trumps Plan heisst es, dass die israelische Armee sich schrittweise aus dem Gazastreifen zurückziehen und für die Stabilisierung künftig eine internationale Truppe zuständig sein soll. Zugestanden wird Israel dabei eine nicht näher definierte Sicherheitspräsenz entlang der Aussengrenzen («perimeter security presence»), die so lange bestehen bleiben könne, bis vom Gazastreifen keine Terrorbedrohung mehr ausgeht. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Freilassung der Geiseln in Gaza
1 / 21
Freilassung der Geiseln in Gaza

Am Montag, dem 13. Oktober, um rund 7 Uhr sollen die Verbliebenen Geiseln der Hamas freigelassen werden.

quelle: keystone / oded balilty
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zwei Jahre Gaza-Krieg: Die wichtigsten Momente im Video
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
F-22 könnte zurückkehren: USA prüfen neue Produktion
Die F-22 «Raptor» bewährt sich im Krieg gegen den Iran, doch ihre Produktion wurde bereits 2012 eingestellt. Angesichts Chinas Aufrüstung lebt im US-Kongress eine alte Idee wieder auf.
Die USA haben ihren stärksten Kampfjet vor 14 Jahren aus der Produktion genommen. Nun könnten sie diese Entscheidung bereuen. Während die F-22 «Raptor» (Raubvogel) im Krieg gegen Iran aktuell zum Einsatz kommt, wächst mit Chinas J-20-Flotte ein neuer Gegner heran. Gleichzeitig kämpft die F-35, auf die auch die Schweiz setzt, mit Problemen bei der Einsatzbereitschaft.
Zur Story