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Ausschreitungen bei Anti-Rassismus-Kundgebung in Tel Aviv



In der israelischen Metropole Tel Aviv ist es am Sonntag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Hundert äthiopisch-stämmigen Israelis und der Polizei gekommen. Die Polizisten setzten Blendgranaten gegen die Demonstranten ein, die gegen die nach ihrer Ansicht diskriminierende Behandlung durch die Polizei protestierten.Die Demonstranten warfen Flaschen und Steine auf die Beamten und kippten ein Polizeifahrzeug um. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 20 Beamte verletzt. Eine Reihe von Demonstranten sei festgenommen worden. Bereits am Donnerstag war es in Jerusalem zu gewaltsamen Protesten gekommen.

Die Spannungen nahmen zu, nachdem vor einer Woche ein Video publik wurde, auf dem ein aus Äthiopien stammender schwarzer Soldat in einem Vorort von Tel Aviv von Polizisten herumgestossen und geschlagen wird. Der Mann gab an, von Beamten der Einwanderungsbehörde angegriffen worden zu sein, weil sie ihn für einen illegalen Einwanderer hielten. Rund 135'000 Juden äthiopischer Herkunft leben in Israel. Sie kamen in zwei Einwanderungswellen 1984 und 1991 aus Afrika ins Land. Seit langem klagen sie über Diskriminierung, Rassismus und Armut. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte für Montag ein Treffen mit dem betroffenen Soldaten und Vertretern der äthiopischen Gemeinde an. (sda/reu/afp)

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