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Leichen von zwei Tatverdächtigen nach Morden in Kanada gefunden



Es ist vermutlich das Ende einer Grossfahndung, die Kanada wochenlang in Atem gehalten hatte: Zwei wegen drei Morden gesuchte Teenager sind offenbar tot. Im Norden der Provinz Manitoba wurden am Mittwoch laut Polizei zwei männliche Leichen entdeckt.

«Wir gehen davon aus, dass es sich um die Leichen der beiden Verdächtigen handelt», sagte eine Polizeisprecherin. Eine Obduktion in der Provinzhauptstadt Winnipeg soll am Donnerstag für Gewissheit sorgen, wie der Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale, sagte. Dieser hatte zuvor im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben: «Die Menschenjagd ist beendet.»

Die Leichen seien in dichtem Dickicht im Norden der zentralkanadischen Provinz Manitoba entdeckt worden. Die Polizei hatte dort zuletzt ein leeres Aluminiumboot und dann «mehrere Objekte» entdeckt, die direkt in Verbindung zu den Verdächtigen standen. Die beiden 19 Jahre alten Männer aus Vancouver Island im Westen Kanadas waren seit Wochen von der Polizei mit Hunden, Drohnen, Helikoptern und sogar Militärflugzeugen in der kanadischen Wildnis gesucht worden.

Bei ihrer Flucht aus British-Columbia nach Manitoba legten die beiden Teenager mehr als 3000 Kilometer zurück. «Das entspricht einer Reise von London nach Moskau», sagte der Polizist Kevin Hacket am Mittwoch.

Motiv bleibt unklar

Die Suche wurde in ganz Kanada mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Die beiden werden verdächtigt, Mitte Juli in der westkanadischen Provinz British-Columbia einen 23-jährigen australischen Touristen und seine 24 Jahre alte Freundin aus den USA erschossen zu haben. Die Leichen waren am 15. Juli im Norden der Provinz an einer Landstrasse entdeckt worden.

Die beiden Teenager sollen ausserdem einen 64-jährigen Botanik-Professor getötet haben. Dessen Leiche wurde am 19. Juli, vier Tage nach dem Fund der Leichen des jungen Liebespaares, entdeckt.

Das Motiv für die Bluttaten ist derzeit vollkommen unklar - und könnte womöglich nie aufgeklärt werden. «Es wird extrem schwierig, das Tatmotiv mit Sicherheit festzustellen», sagte Hacket. «Wir werden nicht die Möglichkeit haben, die beiden Verdächtigen zu verhören.»

Der Vater eines der beiden Tatverdächtigen hatte in einem Interview gesagt, sein Sohn habe sich nie von der Scheidung der Eltern erholt. Er sei auf einer «Suizid-Mission». (sda/dpa/afp)

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