International
Grossbritannien

Hunderte Festnahmen bei propalästinensischer Demo in London

epa12882656 Police officers arrest a supporter of Palestine Action during a mass protest organised by the Defend Our Juries group at Trafalgar Square in London, Britain, 11 April 2026. A High Court ju ...
Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action sind in London mehr als 500 Menschen festgenommen worden.Bild: keystone

Hunderte Festnahmen bei propalästinensischer Demo in London

12.04.2026, 07:3212.04.2026, 07:32

Bei Protesten gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action sind in London mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Die Festgenommenen seien zwischen 18 und 87 Jahre alt, teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt bei X mit. Bei Palestine Action handle es sich weiterhin um eine verbotene Organisation und jeder Ausdruck von Unterstützung für die Gruppe sei eine Straftat, sagte die Metropolitan Police zur Begründung.

Palestine Action war Anfang Juli 2025 als terroristisch eingestuft worden, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.

Die Richter am High Court urteilten zwar im Februar dieses Jahres, dass das Verbot der Gruppe gemäss den Terrorismusgesetzen rechtswidrig sei. Die Regierung kündigte aber Berufung gegen die Gerichtsentscheidung an. Um dem Einspruch Zeit zu geben, bleibt das Verbot vorerst weiter gültig.

Kritik von Amnesty International

Ein Sprecher von Amnesty International sagte laut der britischen Nachrichtenagentur PA: «Die heutigen Massenverhaftungen friedlicher Demonstranten am Trafalgar Square unter Berufung auf das britische Terrorismusgesetz sind ein weiterer Schlag gegen die bürgerlichen Freiheiten in diesem Land.» Dies sei keine Polizeiarbeit, sondern eine «Kriminalisierung abweichender Meinungen durch den Staat.»

Seit Beginn des Gaza-Krieges kommt es auch in britischen Städten immer wieder zu propalästinensischen Demonstrationen und Protestaktionen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Pressefotos 2026 (Europa)
1 / 9
Die besten Pressefotos 2026 (Europa)

«Russian Attack on Kyiv» von Evgeniy Maloletka, AP
Valeria Syniuk (65) sitzt neben ihrem schwer beschädigten Haus in Kiew. Sie schlief, als eine russische Rakete das Gebäude gegenüber von ihrem zerstörte.

quelle: evgeniy maloletka/world press photo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kinder im Gazastreifen spielen den Tod eines Märtyrers nach
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
64 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
FaktenImFondue
12.04.2026 08:26registriert Oktober 2025
Amnesty International Ist wohl kaum massgeblich. Zudem wurden nicht nur Flugzeug mit Farbe besprüht.
2020 – Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch bei Aktionen gegen Elbit Systems-Standorte (u. a. Farbangriffe, Besetzungen)
2021 – Mehrere Besetzungen und Vandalismus in Fabriken; Festnahmen wegen criminal damage und aggravated trespass
2022 – Eindringen in Gebäude, Zerstörung von Infrastruktur; Vorwürfe: Einbruch, Sachbeschädigung, Störung des Geschäftsbetriebs
2023 – Aktionen an Industrie- und Immobilienstandorten; Delikte: Hausfriedensbruch, schwere Sachbeschädigung, Verschwörung zur Störung.
3322
Melden
Zum Kommentar
64
Brenner-Blockade: Das sollten Automobilisten heute wissen
Eine Demonstration mit mehrstündiger Blockade des Brennerpasses will am Samstag ein Zeichen gegen die Verkehrsflut im Alpenraum setzen. Am Morgen schien die Verkehrslage ruhig zu sein.
Kurz vor der Sperre der Brenner-Route im österreichischen Bundesland Tirol berichtet der Autofahrerclub ÖAMTC über eine überraschend entspannte Verkehrslage. «Es ist im Moment ruhiger als sonst», sagte ein Sprecher mit Blick auf Pfingst-Reisewochenenden in den Vorjahren. Die Stau-Experten des ÖAMTC hatten damit gerechnet, dass viele Reisende versuchen würden, Tirol noch Samstagfrüh zu durchfahren, kurz bevor die Sperre am Vormittag in Kraft tritt.
Zur Story