Das waren im März die beliebtesten E-Autos der Schweiz: Der Elektro-Pionier schlägt zurück
Das Wichtigste in Kürze:
- In der Schweiz legten E-Autos im März gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent zu.
- Tesla führte im März, über das gesamte erste Quartal dominierte aber Skoda die Elektroauto-Verkäufe.
- Toyota und chinesische Automarken verzeichnen mit ihren E-Autos dreistellige Zuwachsraten.
Im März kamen 5395 neue vollelektrische E-Autos auf Schweizer Strassen. Das sind satte 72 Prozent mehr als im Februar und 21 Prozent mehr als im März vor einem Jahr.
Nachdem Skoda im Januar und Februar an der Spitze der E-Auto-Verkäufe gelegen hatte, schob sich der frühere Dominator Tesla im März wieder knapp an die Spitze der Monatsrangliste. Wie üblich legte der US-amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla zum Quartalsende einen Schlussspurt hin. Dieser fiel aber schwächer als in früheren Jahren aus. Nach den ersten drei Monaten liegt Tesla deshalb 21 Prozent hinter den bereits schwachen Vorjahresverkäufen.
Skoda ist die beliebteste E-Auto-Marke
Da Skoda die E-Auto-Auslieferungen im März weiter steigerte, liegt die tschechische VW-Tochter nach dem ersten Quartal insgesamt deutlich in Führung. Zum ersten Mal seit Langem ist Tesla somit in der Schweiz über ein ganzes Quartal nicht mehr die populärste E-Auto-Marke.
Insgesamt kamen hierzulande von Januar bis März fast 11'500 neue E-Autos auf die Strassen, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Auf Modellebene grüssen im ersten Quartal zwei Elektro-SUVs von Skoda von der Spitze, Rang 3 ging an Teslas Model Y. Mit dem Renault 5 auf Rang 8 findet sich nur ein elektrischer Kleinwagen in den Top 10.
Tesla schägt im März zurück
Tesla lieferte im März 681 Fahrzeuge in der Schweiz aus, exakt neun mehr als im März 2025. Das entspricht einem minimalen Wachstum von 1,3 %. Da der gesamte E-Auto-Markt deutlich schneller wuchs, schrumpfte der Marktanteil des E-Auto-Pioniers dennoch weiter. Zu den besten Zeiten vor drei Jahren lieferte Tesla im März 1263 Fahrzeuge aus, also fast doppelt so viele wie heute.
Skoda kam im vergangenen Monat auf 652 Stromer-Auslieferungen, im März vor einem Jahr waren es erst 341. Die zu Volkswagen gehörende Marke konnte ihre E-Auto-Verkäufe fast verdoppeln und wächst deutlich schneller als der E-Auto-Markt insgesamt.
Der dritte Rang ging an BMW mit 469 E-Auto-Auslieferungen. Im März des Vorjahres waren es erst 340. Die Deutschen profitieren vom neuen iX3, der aktuell die Neuwagen-Verkaufscharts erobert (siehe Modell-Rangliste weiter unten im Artikel).
Rollen Toyota und die Chinesen das Feld von hinten auf?
Der weltweit grösste Autohersteller Toyota fuhr mit 174 ausgelieferten E-Autos knapp in die Top 10. Gegenüber März 2025 legten die Japaner um 248 Prozent zu. Andere japanische Hersteller spielen bei den E-Autos weiterhin keine bedeutende Rolle.
Von den neuen chinesischen Marken waren MG, BYD und Polestar auf den Rängen 13 bis 15 am erfolgreichsten. Auf den Rängen 17 und 20 folgten mit Leapmotor und dem Neuzugang Zeekr weitere China-Marken.
Zu den Verlierern im März zählten Hyundai (–46,6 %), VW (–17,9 %) und Renault (–14,7 %).
Teslas Model Y zurück an der Spitze
Bei den einzelnen Modellen konnte Tesla im März mit dem gewohnten Auslieferungsschub zum Quartalsende vorn mitmischen. Das Model Y stand vergangenen Monat erstmals in diesem Jahr auf Rang 1 und das Model 3 folgte auf dem vierten Rang.
Teslas verkaufen sich also weiterhin in der Schweiz, aber auf tieferem Niveau als noch vor zwei, drei Jahren. Nach dem ersten Quartal zeichnet sich ab, dass Skoda 2026 erstmals die beliebteste E-Auto-Marke der Schweiz werden könnte. Zuvor war Tesla sieben Jahre lang ununterbrochen die Nummer eins bei den E-Autos in der Schweiz.
Rang 5: Audi Q4
Rang 8: BMW iX1
Weniger Benziner und Diesel – Hybrid-Boom hält an
Obwohl Elektroautos im März erneut populärer wurden, lag ihr Anteil an den Neuzulassungen aller Personenwagen im ersten Quartal erst bei 21,5 Prozent. Weitere 12 Prozent waren teilelektrische Plug-in-Hybride, die ebenfalls am Stromnetz geladen werden können. Klassische Hybrid-Autos (Benzin und Diesel) machten vier von zehn Neuzulassungen aus.
Reine Diesel-Personenwagen liegen seit Januar mehr als ein Viertel unter dem Vorjahresniveau. Ihr Anteil an den Neuzulassungen ist auf weniger als 6 Prozent geschrumpft. Auch reine Benzin-Autos waren weniger gefragt und kamen noch auf einen Anteil von 22 Prozent.
(oli)
