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Iran-Krieg: Israels Armee greift erneut im Südlibanon an

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Israels Armee greift erneut im Südlibanon an + USA sanktionieren iranische Behörde

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
27.05.2026, 07:0628.05.2026, 07:26
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14:05
Israels Armee meldet Angriff in Beirut
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Sie sprach von einem «gezielten» Angriff, weitere Details nannte das Militär zunächst nicht.

Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor rund drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.

Der jüngste Angriff traf ersten libanesischen Berichten zufolge ein Wohngebäude am Stadtrand der Hauptstadt, im Viertel Schwaifat. Über weiten Teilen Beiruts sind laut Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) seit den Morgenstunden Drohnen zu hören. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Israels Armee nimmt seit Beginn der Waffenruhe laut israelischen Medienberichten auf Wunsch der US-Regierung nur noch selten Ziele in Beirut ins Visier. Auf die Waffenruhe hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch ist der Krieg nie zum Stillstand gekommen. Beide Seiten greifen sich weiter an. Insbesondere im Libanon kommt es dabei immer wieder zu Toten. (sda/dpa)
14:04
Amnesty: Mehr als 6000 Festnahmen im Iran seit Kriegsbeginn
Im Iran sind seit Kriegsbeginn vor drei Monaten Menschenrechtlern zufolge mehr als 6000 Menschen festgenommen worden. Unter den Inhaftierten seien auch Demonstranten, Medienschaffende, Anwälte, Dissidenten und Angehörige ethnischer Minderheiten, hiess es in einem Bericht von Amnesty International. Im selben Zeitraum seien ausserdem 39 «politische» Todesurteile vollstreckt worden.

«Um ihre Macht zu sichern, haben die Behörden einen umfassenden Angriff auf die Menschen im Iran gestartet und gehen gegen jeden vor, der es wagt, die Islamische Republik zu kritisieren», sagte Amnesty-Expertin Erika Guevara Rosas laut der Mitteilung. Ohnehin leide die Bevölkerung unter den »verheerenden Folgen der rechtswidrigen Luftangriffe durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte, sagte sie.

Amnesty kritisierte auch die nahezu totale Internetsperre, die Irans Bevölkerung fast drei Monate vom weltweiten Netz abgeschnitten hatte. Am Mittwoch wurde sie erstmals teilweise wieder aufgehoben. «Die Internetsperre war ein zentraler Pfeiler der Repressionsstrategie der Behörden und schuf die Voraussetzungen dafür, dass weitreichende Verstösse gegen das Völkerrecht ungestraft begangen werden konnten", hiess es in dem Bericht. (sda/dpa)

10:21
Libanon meldet mehrere Tote nach heftigen Angriffen Israels
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach staatlichen Angaben erneut mehrere Menschen getötet worden. Bei einem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Morgen seien sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Bei den Getöteten habe es sich um eine Familie gehandelt, die aus dem Süden geflohen sei, hiess es.

Darüber hinaus seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus getötet worden. NNA berichtete weiter von einem Angriff in der Stadt Sidon selbst. Auch dabei sei es zu Toten und Verletzten gekommen. Angaben zur Zahl der Opfer des Angriffs gab es zunächst nicht. Das israelische Militär äusserte sich dazu vorerst nicht.

Israels Armee hatte am Mittwochabend grosse Teile des Südlibanons zur «Kampfzone» erklärt. Für die Küstenstadt Tyrus und die Stadt Nabatija sowie umliegende Gebiete wurden grossflächige Fluchtaufrufe an die Bewohner gerichtet.

«Es war eine schreckliche Nacht», sagte ein Bewohner aus Tyrus der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Angriff nach Angriff», sagte er. Vielerorts sei der Strom ausgefallen. Viele Menschen hätten die Nacht am Strand verbracht.

Seit den Evakuierungsaufrufen des israelischen Militärs bildeten sich lange Staus in Richtung der Hauptstadt Beirut. Die israelische Armee hatte die Bewohner im Süden aufgerufen, sich nördlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - in Sicherheit zu bringen.

Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist - hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.

Israels Armee meldete am Morgen eine getötete Soldatin in Nordisrael. Israelischen Medienberichten zufolge kam sie bei einem Drohnenangriff der Hisbollah nahe der libanesischen Grenze ums Leben. Bei dem Vorfall am Mittwoch seien zudem zwei Soldaten verletzt worden, hiess es von Israels Militär weiter.

Die israelische Armee fing am Morgen eigenen Angaben zufolge zudem «ein verdächtiges Flugobjekt» ab, das in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon registriert worden sei. In Nordisrael wurde deshalb Luftalarm ausgelöst. Zudem hätten auch wegen eines weiteren «feindlichen Fluggeräts» die Warnsirenen im Norden des Landes geheult, teilte Israels Militär weiter mit. (sda/dpa)

7:21
Israels Armee greift erneut im Südlibanon an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei «Infrastruktur» der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmasslicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das «verdächtige» Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch läuft der Krieg ohnehin weiter. Zuletzt hatte sich die Lage erneut deutlich zugespitzt. (sda/dpa)

5:09
Kuwait meldet neuen Angriff mit Raketen und Drohnen
Der Golfstaat Kuwait wird von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren, teilte das Militär des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen.

Woher der Beschuss erfolgte, wurde zunächst ebenfalls nicht mitgeteilt. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar feuerte Teheran jedoch Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf.

Das US-Militär unterhält zahlreiche Stützpunkte rund um den Persischen Golf. Trotz der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg meldeten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Golfstaaten zuletzt vereinzelt erneuten Beschuss. Zudem kam es zuletzt rund um die Strasse von Hormus zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen zwischen dem US-Militär und iranischen Kräften. (sda/dpa)
4:51
US-Sanktionen gegen Irans Behörde zur Kontrolle der Strasse von Hormus
Die US-Regierung hat die vom Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Strasse von Hormus mit Sanktionen belegt. Der Plan, eine Gebühr für die Durchquerung der Meerenge zu erheben, verstosse gegen internationales Recht, erklärte das Finanzministerium in Washington. Die US-Regierung warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden - der Elitestreitmacht der Islamischen Republik - aufgefasst und ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.

Westliche Regierungen und die Staaten am Persischen Golf lehnen Irans Maut-Pläne ebenso ab wie Schiffsbetreiber. Reeder, die auf den Zugang zu westlichen Märkten und auf Geschäfte in US-Dollar angewiesen sind, dürften sich nun aufgrund der Sanktionen wohl erst recht nicht auf Mautzahlungen an die Behörde einlassen.

Teheran hat die für den globalen Handel mit Dünger, Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge seit Kriegsbeginn Ende Februar faktisch blockiert und den Schiffsverkehr fast zum Erliegen gebracht. Reedereien müssen eine Passage aktuell mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der Küste des Irans passieren. Das Land verlangt dafür Berichten zufolge eine hohe Gebühr.

Die Kontrolle über die Strasse von Hormus ist in den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für die Beendigung des Kriegs einer der besonders strittigen Punkte. Seit Anfang April gilt zwischen den Kriegsparteien eine Waffenruhe, gegen die aber schon mehrfach verstossen wurde. (sda/dpa)

3:49
USA bestätigen Angriff auf Ziel im Iran
Das US-Militär hat nahe der Strasse von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. «Diese Massnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten», hiess es weiter.

Die Angaben des US-Militärs zu dem Vorfall liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Iranische Medien hatten zuvor von Explosionsgeräuschen in der Nähe von Bandar Abbas berichtet. (sda/dpa)
2:55
Iranischer Politiker: Halten an roten Linien fest
Der Iran hält nach Aussagen eines Politikers bei den Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende an Kernforderungen fest. Der Iran werde sich durch US-Präsident Donald Trumps Rhetorik nicht von seinen «roten Linien» abbringen lassen, schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Aussenpolitik des iranischen Parlaments, in der Nacht auf der Plattform X. Trump hatte den Verhandlungsstand zuvor als für ihn noch nicht zufriedenstellend bezeichnet.

Azizi nannte als rote Linien für sein Land das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus sowie die Aufhebung der Sanktionen. Der Politiker ist - soweit bekannt - nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden.

Azizi schrieb auf X: «Offensichtlich sucht Trump nach einem Ausweg aus dieser strategischen Sackgasse und wechselt dabei zwischen Drohungen und Appellen zu einer Einigung».

Der US-Präsident hatte kurz zuvor seine Drohung erneuert, dass man entweder einen Deal abschliessen oder weiter kämpfen werde. Er sprach davon, dann «die Sache zu Ende» zu bringen.

Seit dem 8. April herrscht im Iran-Krieg eine Waffenruhe, das Ringen um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts dauert an. (sda/dpa)
2:24
Berichte: USA greifen erneut Ziele im Iran an
Trotz der Waffenruhe und den laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Schläge galten einer Anlage, die eine Bedrohung für US-Streitkräfte und die kommerzielle Schifffahrt darstellte, wie die Sender CNN und CBS News unter Berufung auf einen Beamten berichteten. Nähere Informationen zum Umfang der Angriffe waren zunächst nicht bekannt.

Wie CNN weiter berichtete, fing das US-Militär zudem aus dem Iran abgefeuerte Drohnen ab. Laut CBS News sagte der US-Beamte, die seit Anfang April bestehende Waffenruhe im Iran-Krieg gelte weiterhin. Doch erst vor wenigen Tagen hatte es im Bereich der Strasse von Hormus bereits gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien gegeben.

Kurz vor den US-Medienberichten waren aus dem Süden des Irans bereits Explosionen gemeldet worden. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Strasse von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden.

Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Strasse von Hormus. (sda/dpa)
1:28
Iran: Explosionen bei Stadt Bandar Abbas am Persischen Golf
Aus dem Süden des Irans werden erneut Explosionen gemeldet. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Strasse von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Der Grund dafür war zunächst unklar, genauso wie der genaue Ort der Zwischenfälle, hiess es. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden.

Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Strasse von Hormus.

Erst kürzlich hatten iranische Medien in der Region nach nächtlichen Feuergefechten mit dem US-Militär Explosionen gemeldet. Die USA hatten unter anderem Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen, der Iran attackierte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten. Unklar blieb, welche Kriegspartei zuerst das Feuer eröffnet hatte. (sda/dpa)
21:32
Erneut libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötet
Bei einem israelischen Angriff im Libanon ist nach Armeeangaben erneut ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem Angriff nahe der Stadt Nabatija im Südlibanon getötet worden, teilte die libanesische Armee mit. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht.

Erst am Dienstag war bei einem Angriff ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem israelischen Angriff in der Bekaa-Ebene ums Leben gekommen, teilte die Armee mit. Sein Leichnam konnte am Nachmittag geborgen werden. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen.

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist die libanesische Armee keine Konfliktpartei. Auch die libanesische Regierung zählt nicht als Kriegspartei. Sie hatte sich Mitte April mit der israelischen Regierung auf eine Waffenruhe geeinigt. Die gegenseitigen Angriffe werden jedoch sowohl von der Hisbollah als auch von Israel weiter fortgesetzt. Zuletzt hat sich die Lage erneut deutlich zugespitzt. Insbesondere im Libanon kommt es erneut zu heftigen Angriffen Israels. (sda/dpa)
21:30
Trump: Sprechen nicht über Lockerung von Iran-Sanktionen
Die USA bieten nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Iran in den Verhandlungen über ein Ende des Kriegs derzeit keine Lockerung von Sanktionen an. «Nein, wir sprechen nicht über irgendeine Lockerung von Sanktionen», sagte der Republikaner in der Kabinettsitzung im Weissen Haus. Auch über Gelder, die der Iran für sich beanspruche, habe man im Moment weiter die Kontrolle. Trump war von einer Reporterin gefragt worden, ob die USA erwägen, Sanktionen gegen den Iran zu lockern, damit das Land wieder sein Rohöl verkaufen darf. (sda/dpa)
21:29
Israel erklärt Südlibanon zur «Kampfzone»
Die israelische Armee hat grosse Teile des Südlibanons zur «Kampfzone» erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen. Alle Bewohner südlich des Sahrani-Flusses sollten sich in Richtung Norden in Sicherheit bringen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Der Sahrani-Fluss verläuft etwa 40 Kilometer nördlich der libanesisch-israelischen Grenze.

In einer Videobotschaft erklärte der Sprecher, die Menschen sollten sich von Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz fernhalten. Die israelische Armee bereite sich darauf vor, «mit äusserster Härte» gegen die Miliz vorzugehen.

Zuvor hatte das israelische Militär bereits unter anderem die Bewohner der Städte Tyrus und Nabatija zur Evakuierung aufgefordert. Unter der Bevölkerung brach erneut Panik aus. Auf Strassen in Richtung der Hauptstadt Beirut entstanden Augenzeugen zufolge lange Staus.

Trotz einer zwischen der libanesischen und israelischen Seite vereinbarten Waffenruhe gehen die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Israels Militär gab dabei zuletzt an, seine Einsätze im Südlibanon auszuweiten. Israel ist weiterhin mit Truppen im Libanon aktiv und liefert sich dort auch Bodenkämpfe mit der Hisbollah. (sda/dpa)
9:17
Israel bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in Gaza
Nicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat Israel eigenen Angaben zufolge auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet.

Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza ausgeschaltet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Morgen mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten zuvor einen Angriff auf Odeh eingeräumt.
6:48
Iran verurteilt US-Angriffe als groben Verstoss gegen Waffenruhe
Das iranische Aussenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoss gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. «Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität des Irans dulden», hiess es in einer Erklärung des Ministeriums. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den «boshaften Willen» der US-Regierung offenbart.

Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Strasse von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten «Angriffe zur Selbstverteidigung» dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte.

Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Strasse von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe. Die jüngsten Attacken sowie Israels Vorgehen im Libanon überschatten die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs. Pakistan vermittelt dabei zwischen den USA und dem Iran. (sda/dpa)
21:49
Netanjahu: Angriff auf neuen Hamas-Führer in Gaza
Nach der jüngsten Tötung des militärischen Führers der Hamas im Gazastreifen hat Israel eigenen Angaben zufolge nun auch dessen Nachfolger angegriffen. Mohammed Odeh sei einer der Drahtzieher des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Abend. «Odeh war für die Ermordung, Entführung und Verwundung zahlreicher israelischer Bürger verantwortlich.»

Aus Israel und dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben dazu, ob Odeh tatsächlich getroffen oder gar getötet wurde. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hiess es allerdings, dass bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Stadt Gaza mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem habe es dabei mehrere Verletzte gegeben. Es war zunächst aber unklar, ob es sich bei dem Luftschlag um den Angriff auf Odeh handelte.

Israel hatte vor rund anderthalb Wochen bereits den Tod von Hamas-Militärchef Iss al-Din al-Haddad bei einem israelischen Luftangriff bestätigt. Der israelische Verteidigungsminister bezeichnete ihn damals ebenfalls als einen der Drahtzieher des Hamas-Massakers. Laut Israels Armee soll Odeh kurz nach Al-Haddads Tötung die Führung des militärischen Flügels der Hamas im Gazastreifen übernommen haben. Die Hamas bestätigte das allerdings nicht offiziell.

Israel werde weiterhin alle Beteiligten des Hamas-Terrorüberfalls verfolgen, drohten nun Netanjahu und Katz. «Israel wird sie alle früher oder später fassen.»

Im Krieg zwischen Israel und der Hamas gilt offiziell seit Oktober 2025 eine Waffenruhe, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor. (sda/dpa)
15:48
Bericht: Internetsperre im Iran teilweise aufgehoben
Die nahezu vollständige Internetblockade im Iran ist einem Bericht zufolge teilweise wieder aufgehoben worden.

Live-Daten zeigten, dass Internetverbindungen nach mehr als zwei Monaten teils wiederhergestellt worden seien, berichtete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf X. Es handelte sich demnach um «die längste landesweite Internetabschaltung in der jüngeren Geschichte». Es sei jedoch unklar, ob die Wiederherstellung von Dauer sein wird.

Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Dienstag einen Anstieg des Webtraffics im Vergleich zu den vergangenen Wochen.

Am Montag hatte Präsident Massud Peseschkian die Freischaltung des internationalen Internets iranischen Angaben zufolge angeordnet. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.

Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte «nationale Internet» nutzen, in dem ausschliesslich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind. Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen.

Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören teure lokale Tunneldienste (VPN) für einen Grossteil der Nutzer zum Alltag. (sda/dpa)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin teilweise blockiert.
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Iran-Proteste 2026
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