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Karin Stafford, of Oklahoma City, joins a crowd of peaceful protestors who gathered in front of the Governor's Mansion in Oklahoma City, Okla., on Wednesday, Sep. 30, 2015, to keep a silent vigil as the scheduled time drew near for the execution of convicted killer Richard Glossip, currently detained at the state penitentiary in McAlester. Oklahoma Gov. Mary Fallin postponed at the last minute Wednesday the execution of Glossip who claims he's innocent, after prison officials said one of the three drugs they had received to carry out the lethal injection didn't match state guidelines.  (Jim Beckel /The Oklahoman via AP) LOCAL STATIONS OUT (KFOR, KOCO, KWTV, KOKH, KAUT OUT); LOCAL WEBSITES OUT; LOCAL PRINT OUT (EDMOND SUN OUT, OKLAHOMA GAZETTE OUT) TABLOIDS OUT; MANDATORY CREDIT

Im Zusammenhang mit der geplanten Hinrichtung Richard Glossips in Oklahoma demonstrierten Dutzende gegen die Todesstrafe. 
Bild: AP/The Oklahoman

Oklahoma verschiebt Hinrichtung – weil das Gift überprüft werden muss 

Im US-Bundesstaat Oklahoma hat die republikanische Gouverneurin Mary Fallin in letzter Minute eine Hinrichtung verschoben. Die Behörden müssen nochmals abklären, ob das vorgesehene Gift für die Hinrichtung zulässig ist.



Eigentlich hatte Richard Glossip am Mittwochnachmittag (Ortszeit) hingerichtet werden sollen. Nun wurde die Hinrichtung auf den 6. November verschoben. Der Staat benötige noch Zeit zur Klärung von Fragen zu der Verwendung von Kaliumacetat, teilte die Republikanerin am Mittwoch mit. Es müsse sichergestellt werden, dass dieses Mittel vollständig den Vorgaben der US-Bundesgerichte entspreche.

Laut Fallins Mitteilung soll Kaliumacetat als eines von drei Giften verwendet werden, die Glossips Tod herbeiführen sollen. Vor der Verschiebung der Hinrichtung hatte der Oberste Gerichtshof einen Antrag von Glossips Anwälten auf Aufschiebung der Hinrichtung zurückgewiesen. Auch mit seinem Einwand, dass ein anderes Mittel in dem Giftcocktail unzulässig sei, war Glossip vor Gericht gescheitert.

Zeugenglaubwürdigkeit angezweifelt

Glossip war für schuldig befunden worden, als Mitarbeiter eines Motels einen Kollegen zum Mord an dem Motel-Besitzer angeheuert zu haben. Der Kollege kam mit einer lebenslangen Haftstrafe davon, weil er Glossip als Auftraggeber nannte. Glossip beteuerte wiederholt seine Unschuld, seine Anwälte zweifelten die Glaubwürdigkeit des damaligen Kollegen an.

epa04953467 Pope Francis delivers the homily during mass at the World Meeting of Families at Benjamin Franklin Parkway in Philadelphia, Pennsylvania, USA, 27 September 2015. Pope Francis is on the final day of a five-day trip to the USA, which includes stops in Washington DC, New York and Philadelphia, after a three-day stay in Cuba. Pope Francis added the Cuba visit after helping broker a historic rapprochement between Washington and Havana that ended a diplomatic freeze of more than 50 years.  EPA/CJ GUNTHER

Papst Franziskus bei seiner USA-Reise in Philadelphia. Das geistliche Oberhaupt hatte sich dafür eingesetzt, Glossip nicht hinzurichten.
Bild: CJ GUNTHER/EPA/KEYSTONE

Unter anderem Papst Franziskus setzte sich bei Fallin dafür ein, Glossip nicht hinzurichten. Der britische Milliardär Richard Branson schaltete am Mittwoch sogar eine ganzseitige Zeitungsanzeige, um einen 60-tägigen Aufschub der Hinrichtung zu fordern. Es könne durchaus sein, dass Glossip «vollkommen unschuldig» sei, argumentierte der Unternehmer.

Midazolam zu schwach?

Weil insbesondere europäische Pharmaunternehmen kein Gift für Hinrichtungen in den USA liefern wollen, sehen sich einige US-Bundesstaaten wie Oklahoma gezwungen, nach Alternativen zu suchen, wie etwa das Mittel Midazolam.

Kritiker meinen allerdings, dieses Mittel sei nicht stark genug, um schwere Schmerzen bei Hinrichtungen zu vermeiden. Im April hatte bei der Hinrichtung des verurteilten Mörders und Vergewaltigers Clayton Lockett dessen Todeskampf 43 Minuten gedauert. Dabei wand er sich in Schmerzen.

Hinrichtung in Georgia vollzogen

Im US-Bundesstaat Georgia war am Mittwoch die 47-jährige Kelly Gissendaner hingerichtet worden. Gissendaner hatte laut Urteil im Februar 1997 ihren damaligen Liebhaber angeheuert, ihren Ehemann zu töten, um dessen Lebensversicherung zu kassieren.

Der Liebhaber wurde im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis zu lebenslanger Haft verurteilt. Gissendaner lehnte ein Schuldeingeständnis jedoch ab – und wurde zum Tode verurteilt. (dwi/sda/afp)

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