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Neue Ausschreitungen in Barcelona – trotz Aufrufen zum Gewaltverzicht



Trotz Aufrufen zum Gewaltverzicht ist es in Barcelona wieder zu Ausschreitungen gekommen. Junge Demonstranten setzten am Donnerstagabend im Zentrum der katalanischen Grossstadt Barrikaden in Brand und warfen Molotowcocktails auf die Polizei, wie AFP-Journalisten vor Ort berichteten.

A protestors holding a wooden stake looks from behind a street corner during clashes with police in Barcelona, Spain, Thursday, Oct. 17, 2019. Catalonia's separatist leader vowed Thursday to hold a new vote to secede from Spain in less than two years as the embattled northeastern region grapples with a wave of violence that has tarnished a movement proud of its peaceful activism. (AP Photo/Emilio Morenatti)

Bild: AP

Sie forderten dabei mit lauten Rufen eine Unabhängigkeit Kataloniens. Regionalpräsident Quim Torra hatte die Ausschreitungen am Rande der jüngsten Proteste verurteilt und zu einem friedlichen Vorgehen aufgerufen.

Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter haben für Freitag zu grossangelegten Protesten und einem Generalstreik aufgerufen. In Barcelona soll eine Grossdemonstration stattfinden, für die sich tausende Menschen aus der Region auf den Weg gemacht haben.

epa07928565 Thousands of people take onto the streets during a protests called for by the so-called Committees for the Defense of the Republic (CDR), against the Spanish Supreme Court's ruling of multiple jail terms for pro-independence leaders, in downtown Barcelona, Catalonia, Spain, 17 October 2019. The Spanish Supreme Court on 14 October 2019 issued a fresh European arrest warrant for the deposed former president following its sentencing of former Catalan Vice President Oriol Junqueras to 13 years in jail for sedition and misuse of public funds. Several other political leaders were also handed multi-year prison sentences for their roles in holding a failed independence vote in 2017.  EPA/TONI ALBIR

Zehntausende protestierten in Barcelona. Bild: EPA

Hintergrund ist die Verurteilung von neun Anführern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Spaniens Oberster Gerichtshof hatte am Montag Haftstrafen von bis zu 13 Jahren gegen prominente Politiker der Bewegung verhängt. Seither kam es wiederholt zu heftigen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei mit dutzenden Festnahmen und Verletzten. (sda/afp)

Tausende demonstrieren auf Strassen Barcelonas

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whatthepuck 18.10.2019 11:27
    Highlight Highlight Vocal minority oder eine Mehrheit?

    Kann mal jemand Tatsachen schaffen darüber, wie die Meinungen in der katalanischen Bevölkerung wirklich sind?

    Da das Ganze kein internationaler Konflikt ist, müssen das die Spanier wohl unter sich ausmachen.
    • Marta Schweizer 18.10.2019 23:09
      Highlight Highlight Lieber whatthepuk
      Ob das die Spanier unter sich auch machen oder nicht ist nicht wichtig. Das Resultat ist wichtig, bzw das Ziel.... und wer davon profitieren wird. Aber eines kann ich dir jetzt schon sagen. Wird es eine eigene katalonische Regierung geben, so wird als erstes ein Armeestützpunkt geschaffen von der USA. Jetzt denke ich kannst du dir die Fäden selber zusammen spinnen.....
  • Birdie 18.10.2019 10:46
    Highlight Highlight Kein Wort zu den spanischen Faschisten die durch die Strassen zogen, ungestraft Hitlergrüsse machten, Jagd auf Unabhängigkeitsbefürworter machten? Und von der Polizei in Ruhe gelassen wurden...
    • dä dingsbums 18.10.2019 11:57
      Highlight Highlight Das kommt in Spanien leider gar nicht mal so sellten vor.
  • Upsi 18.10.2019 09:55
    Highlight Highlight Es ist eine Komplexe Situation: soll man etwas Umsetzen was 50% der Wähler wollen und 50% der Wähler aber nicht wollen?
    • Victor Paulsen 18.10.2019 12:04
      Highlight Highlight Ja. Denn erstens waren in allen Abstimmungen für Unabhängigkeit, die von Madrid aber nicht akzepiert wurden, war die Mehrheit für eine Unabhängigkeit. Und die, die dagegen waren waren zum grössten Teil auch für mehr Autonomie. Das ist aktuell erst recht nicht zu erreichen. Daher ja
    • dä dingsbums 18.10.2019 15:17
      Highlight Highlight @Victor Paulsen: Das was Du da gerade geschrieben hast ist typisch für die ach so demokratischen hardcore Separatisten.

      Ihr wollt das, die Mehrheit ist weder sicher noch bewiesen, aber es wird so interpretiert, dass es passt. Man foutiert sich um Gesetz und Verfassung, macht einfach was man will und bezeichnet sich als unterdrückt und demokratisch.

      Wer so handelt und dermassen Rücksichtslos der anderen Hälfte der Bevölkerung ihre Heimat wegnehmen will, ist in keinster Art und Weise ein Demokrat.

      Kriminell schon eher.
    • Victor Paulsen 18.10.2019 18:34
      Highlight Highlight @ dä dingsbums
      Die Mehrheit ist nicht bewiesen. Wie erklärst du dir dann die Abstimmung von 2009, bei der der grosse Teil der Teilnehmenden für einen Austritt war.
      Oder 2014, als sich 80% dafür aussprachen.
      Dann die Abstimmung von 2017, bei denen die heutige Ausschreitungen begonnen haben. Alle Abstimmung in diesem Jahrhundert wurden vom Volk angenommen.
      Wie erklärst du dir weiter, dass in Katalonien die letzten 3 Parlamentswahlen von Unabhängigkeitsbeführwortenden Parteien gewonnen wurde.Also behaupte nicht das es keine Mehrheit gibt und das es undemokratisch sei. Die Fakten zeigen es
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mario Kesselring 18.10.2019 08:26
    Highlight Highlight 200 Franco faschisten (mit Heil Hitler Gruss usw.) konnten sich etwa 40 Minuten lang frei in der Stadt bewegen und Richtung friedliche Demonstranten marschieren. Die Verbrüderungsszenen zwischen faxas und polizei waren echt unerträglich. Anschließend haben diese faxas alles windelweich verprügelt was ihnen über den Weg lief. In den spanischen Medien sind dan die indepes, welche container anzünden um sich vor Polizeigewalt zu schützen gewalttätige Terroristen und die faschisten sind „Constitucionalistas“ friedliche Demonstranten, welche nur das wohl der spanischen Nation wollen. Echt jetzt.
  • HansDampf_CH 18.10.2019 07:49
    Highlight Highlight Freie Wahlen für freie Menschen...
    • Victor Paulsen 18.10.2019 12:05
      Highlight Highlight Die Madrider Regierung hat lieber Keine Wahlen für wütende Menschen
    • adi37 18.10.2019 15:16
      Highlight Highlight HansDampf_CH: Leider sind die Menschen in Spanien nicht frei. Franco ist in vielen Köpfen immer noch präsent. Und die Politiker hätten gern die Rechte zu der damaligen Zeit. Die EU scheint das nicht zu stören, dass freie Bürger zu langen Haftstrafen verurteilt wurden, die sich für Unabhängigkeit und Freiheit eingesetzt haben! Katalonien ist nicht einzig auf der Welt! Kurdistan, Kaschmir, Korsika, das Baskenland, usw. Es gibt sicher noch viele Orte, wo das gleiche Problem herrscht !
    • HansDampf_CH 18.10.2019 21:46
      Highlight Highlight Ich weiss... Leider. Da versuchen einige die geschichte zu konservieren...

Diese 13 Bilder und Videos zeigen, was in Barcelona gerade abgeht

Seit einigen Tagen demonstrieren in Barcelona hunderttausende Menschen gegen die Verurteilung von neun Anführern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Dabei kommt es immer wieder zu Strassenschlachten mit der Polizei.

Aktuell befinden sich hunderttausende Menschen auf den Strassen von Barcelona, um bei den «Märschen für die Freiheit» zu demonstrieren. Aus allen Teilen Kataloniens sind die Demonstranten der Separatisten angereist, um gegen die Verurteilung und für die Unabhängigkeit zu demonstrieren. Dabei kam es zu teils wüsten Szenen auf den Strassen.

Die aktuelle Lage gibt es in unserem Liveticker.

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