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Klimawandel treibt bereits Millionen Menschen in die Flucht

epa12398382 Locals in Unnar Pur wade through floodwater in Hyderabad, Pakistan, 22 September 2025. Floodwaters have surrounded Unnar Pur, Manzoorabad, and Budha Pur near Jamshoro, leaving several vill ...
In Pakistan kommt es mittlerweile beinahe in jedem Jahr zu Überschwemmungen, die Menschen in die Flucht treiben.Bild: keystone

Klimawandel treibt bereits Millionen Menschen in die Flucht

Die Folgen des Klimawandels treiben Millionen Menschen weltweit in die Flucht.
10.11.2025, 05:2210.11.2025, 14:34

In den vergangenen zehn Jahren hätten rund 250 Millionen Menschen wegen Wetterkatastrophen aus ihren Dörfern und Städten fliehen müssen – rechnerisch seien das 70'000 Menschen pro Tag, berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) vor Beginn der Weltklimakonferenz in Brasilien.

Die Organisation spricht von einem Teufelskreis aus Konflikten und Klimakrisen. Dreiviertel der durch Konflikte vertriebene Menschen lebten in Ländern, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels bedroht seien.

Das UNHCR nennt unter anderem Überschwemmungen im Südsudan und Brasilien, Rekordhitze in Kenia und Pakistan, Wasserknappheit im Tschad und in Äthiopien. Menschen, die vor Konflikten fliehen, seien besonders in Gefahr, weil sie kaum Mittel hätten, um sich in vor den Folgen von klimawandelbedingten Wetterkatastrophen zu schützen.

Stabilität braucht Investitionen

Nur ein Viertel der bereitgestellten Finanzmittel für Anpassungen an die Folgen des Klimawandels erreichten von Konflikten bedrohte Staaten, die oft selbst viele Flüchtlinge aufgenommen hätten, so das UNHCR. Auf der Weltklimakonferenz gibt es immer Druck auf reichere Staaten, mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

«Wenn wir Stabilität wollen, müssen wir dort investieren, wo die Menschen am stärksten gefährdet sind», fordert UNHCR-Chef Filippo Grandi. «Um weitere Vertreibungen zu verhindern, muss die Klimafinanzierung die Gemeinden erreichen, die bereits am Rande des Abgrunds stehen.» Er rief die Teilnehmer der Weltklimakonferenz auf, zu liefern – «Wir brauchen echte Massnahmen, keine leeren Versprechungen», sagte er. (sda/dpa)

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