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Klimaaktivisten beschmutzen «Mona Lisa» im Louvre mit Suppe

Das Ölgemälde von Leonardo da Vinci ist durch eine schusssichere Glasscheibe geschützt.
Das Ölgemälde von Leonardo da Vinci ist durch eine schusssichere Glasscheibe geschützt.screenshot: x / CLPress

Klimaaktivisten versuchen «Mona Lisa» mit Suppe zu beschmutzen

Klimaaktivisten haben die «Mona Lisa» im Louvre mit Suppe beworfen. Ein Video zeigt die Aktion.
28.01.2024, 11:4828.01.2024, 18:28
Camilla Kohrs / t-online
Ein Artikel von
t-online

Klimaaktivistinnen haben die «Mona Lisa» im Museum Louvre in der französischen Hauptstadt Paris mit Suppe beworfen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur CLPress. Ein Video zeigt, wie zwei Aktivistinnen vor dem mit Suppe besudeltem Bild stehen.​

Laut einem AFP-Journalisten wollen die beiden Frauen mit ihrer Aktion ihre Forderung nach einem «Recht auf gesunde und nachhaltige Ernährung» Nachdruck verleihen.

Wie auf dem Video zu sehen war, wurde der Saal, in dem das Porträt hängt, umgehend geräumt. Medien zufolge wurde er nach rund einer Stunde gereinigt wieder für Besucher geöffnet. Die beiden Aktivistinnen kamen in Polizeigewahrsam.

Auf den weissen T-Shirts der Frauen stand der Name ihrer Bewegung «Riposte alimentaire». Übersetzen lässt sich das in etwa mit «Lebensmittel-Gegenschlag».​

«Riposte alimentaire» ist ein Kollektiv, das aus der französischen Bewegung «Dernière Renovation» (deutsch: «Letzter Umbau») entstanden ist. Mit ihren Aktionen zielen sie auf eine radikale Veränderung der Gesellschaft auf klimatischer und sozialer Ebene ab.

Das berühmteste Gemälde der Welt, das seit 2005 hinter Schutzglas präsentiert wird, wurde bereits mehrfach Opfer von Vandalismus. Im Jahr 1956 sogar gleich zweimal: Zuerst besprühte ein Mann das Gemälde mit Säurefarbe und beschädigte die Leinwand dadurch schwer. Wenige Monate später warf ein junger Mann aus Bolivien ein Stein auf das Gemälde. Das Schutzglas brach und die Splitter verursachten Schäden am linken Arm der schönen Italienerin, der anschliessend restauriert werden musste.

Seit März 2005 wird die «Mona Lisa» durch ein rund vier Meter hohes und zwei Meter breites Panzerglas in einem speziell für das Gemälde umgestalteten Saal geschützt. Der zusätzliche Schutz erwies sich im Jahr 2009 als sehr nützlich: Eine Frau russischer Herkunft warf eine leere Tasse auf das Bild, weil sie nicht die französische Staatsangehörigkeit erhalten hatte, wie sie begründete. Die «Mona Lisa» kam unversehrt davon.

Im Mai 2022 wurde sie dann mit einer Sahnetorte beschmissen. Ein junger Mann, der unmittelbar nach dem Vorfall festgenommen wurde, sprach von einer Geste zur Unterstützung des Umweltschutzes.

König Franz I., der Leonardo da Vinci nach Frankreich einlud, kaufte das Gemälde 1518 von ihm. Auf diese Weise gelangte das Werk in die königlichen Sammlungen, die seit der Revolution im Louvre ausgestellt sind. Zu der bewegten Geschichte des Bildes gehört auch sein Diebstahl im Jahr 1911. Erst zwei Jahre später wurde es wiedergefunden und an seinen Platz im Museum zurückgebracht.

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.

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