International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police officers inspect an office after it was wrecked by an explosion in Bogota, Colombia, Thursday, July 2, 2015. A homemade explosive device went off in the financial district of Colombia's capital and wounded several people, while a second blast elsewhere in Bogota injured another, authorities said. (AP Photo/Fernando Vergara)

Aufräumen nach der Explosion in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Bild: Fernando Vergara/AP/KEYSTONE

Zehn Verletzte bei zwei Explosionen in Bogotá

Bei zwei mutmasslichen Sprengstoffanschlägen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich am Donnerstag im Abstand von nur wenigen Minuten im Finanzdistrikt sowie in einem Industriegebiet.



Die Feuerwehr meldete über Twitter zunächst eine Explosion gegen 15.45 Uhr Ortszeit inmitten des Finanzdistrikts von Bogotá. Wenige Minuten später wurde eine weitere Explosion aus einem Industriegebiet gemeldet. Den Explosionen seien Warnungen vorausgegangen, teilte das Verteidigungsministerium mit.

«Niemand hat schwere Verletzungen erlitten», teilten die Stadtverwaltung und die Polizei mit.

Laut einer vorläufigen Bilanz wurden zehn Menschen verletzt. Es handle sich um Knochensplitterungen und Knalltraumata.

Geringe Schlagkraft

Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas sagte, ersten Ermittlungen zufolge seien die Explosionen durch Sprengsätze «von geringer Schlagkraft» verursacht worden. Sie seien nach vorheriger Warnung gezündet worden. «Das sind terroristische Taten, ohne jeden Zweifel», sagte der Minister.

Diese Taten dürften aber der Bevölkerung «nicht das Gefühl der Abwesenheit der Staatsmacht» vermitteln. Auch dank der Beteiligung der Geheimdienste seien die Ermittlungen zu den Explosionen schon weit gediehen. Er rechne «in sehr kurzer Zeit» mit Ergebnissen. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen, setzte der Verteidigungsminister eine Belohnung aus.

Anschläge schon im März

Colombia's President Juan Manuel Santos pasts honour guard as he arrives to the 2015 Alianza del Pacifico (Pacific Alliance) political summit, in Paracas, Peru, July 2, 2015.  Presidents from Peru, Colombia, Mexico and Chile are attending the event in Paracas.  REUTERS/Janine Costa

Besuch in Peru abgebrochen: Kolumbiens Staatschef Santos. Bild: STRINGER/PERU/REUTERS

Staatschef Juan Manuel Santos, der am Donnerstag zum Gipfel der Pazifik-Allianz in Peru gereist war, brach den Besuch wegen der Anschläge ab, wie Innenminister Juan Fernando Cristo via Twitter mitteilte.

Am Explosionsort im Finanzdistrikt waren zerbrochene Fensterscheiben zu sehen. «Es gab einen riesigen Knall», schilderte Argemiro Sánchez, ein 52-jähriger Strassenverkäufer, die Explosion. Die Menschen seien aus den umliegenden Büros nach draussen gelaufen.

«Nichts Schlimmes» passiert: Polizeichef Guatibonza.

Bogotás Polizeichef Humberto Guatibonza rief zur Ruhe auf: Es sei «nichts Schlimmes» passiert, sagte er. Im Februar und März waren an verschiedenen Orten der Hauptstadt mindestens sechs Sprengkörper von niedriger Intensität explodiert. Rund 20 Menschen wurden dabei verletzt.

Diese Vorfälle wurden einer Bande angelastet, die für die Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) aktiv gewesen sein soll. Die ELN führt derzeit mit der kolumbianischen Regierung Vorgespräche für Friedensverhandlungen. 

Friedensverhandlungen und Gewaltausbrüche

In Kolumbien bekämpfen sich seit fünf Jahrzehnten Guerillas, paramilitärische Gruppen und die Armee. Dabei wurden nach offiziellen Angaben rund 220'000 Menschen getötet und mehr als sechs Millionen weitere in die Flucht getrieben. Die kolumbianische Regierung führt seit November 2012 Friedensgespräche mit den FARC-Rebellen. In wichtigen Streitfragen steht eine Einigung allerdings noch aus. Die Guerilla hatte im Dezember eine einseitige Waffenruhe ausgerufen, tötete im April jedoch bei einem Hinterhalt elf Soldaten. Santos ordnete daraufhin eine Wiederaufnahme der Luftangriffe auf die Rebellen an. Diese weiteten ihrerseits ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte und die Infrastruktur des Landes aus. (kad/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

15
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

15
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Ähm, ähm, als Persona con grata ...» – neuer AfD-Chef blamiert sich beim ersten Interview

Am Samstag wurde bei der AfD ein neuer Parteivorsitzender gewählt. Dies, weil sich Alexander Gauland zurückgezogen hat. Gewählt wurde Tino Chrupalla, ein 44-jähriger Malermeister und Bundestagsabgeordneter aus Sachsen. Chrupalla teilt sich den Job als Parteichef mit Jörg Meuthen, der am Bundesparteitag am Samstag wiedergewählt wurde.

Gleich am Anschluss zu seiner Wahl stellte sich Chrupalla für ein Interview mit der ZDF-Sendung «Berlin direkt» zur Verfügung.

Die erste Frage des Moderators Theo …

Artikel lesen
Link zum Artikel