International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Opposition gewinnt die Wahl in Argentinien – Kirchner wird Vizepräsidentin



Der Oppositionskandidat Alberto Fernández hat die Präsidentenwahl in Argentinien gewonnen. Amtsinhaber Mauricio Macri gestand seine Niederlage am späten Sonntagabend (Ortszeit) ein.

Er habe Fernández gratuliert und zu einem Frühstück am Montag im Präsidentenpalast eingeladen, sagte der Konservative vor Anhängern in Buenos Aires. Er möchte damit eine geordnete Amtsübergabe vorbereiten, erklärte Macri. Zugleich kündigte er eine konstruktive Oppositionspolitik an.

In this Oct. 17, 2019 photo, presidential candidate Alberto Fernandez, left, and running-mate Cristina Fernandez de Kirchner, wave to supporters at a campaign rally in Santa Rosa, Argentina. Fernandez de Kirchner retains immense popularity among Argentines who view her as a champion of the poor. (AP Photo/Natacha Pisarenko)
Cristina Fernandez de Kirchner,Alberto Fernandez

Die beiden Wahlsieger: Alberto Fernández und Cristina Kirchner. Bild: AP

Nach Auszählung in mehr als 90 Prozent der Wahllokale kam der Mitte-Links-Politiker Fernández nach Zahlen der Wahlbehörde auf knapp 48 Prozent der Stimmen. Macri lag bei etwas weniger als 41 Prozent.

Hohe Wahlbeteiligung

Das Ergebnis fiel demnach etwas knapper aus, als es Umfragen hatten erwarten lassen. Da Fernández mehr als 45 Prozent der Stimmen erhielt, kommt es nicht zu einer Stichwahl. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 81 Prozent.

«Das ist ein grosser Tag für Argentinien», sagte Fernández am Wahlabend. Der 60-jährige Anwalt war gemeinsam mit der umstrittenen Ex-Präsidentin Cristina Kirchner angetreten, die sich für das Amt der Vize-Präsidentin bewarb.

Das aktuelle Wahlergebnis bedeutet somit, dass die direkte Vorgängerin Macris, Kirchner, als Vizepräsidentin in die Regierung zurückkehrt. Sie war von 2007 bis 2015 Präsidentin. Gegen sie laufen aber mehrere Verfahren wegen Korruptionsvorwürfen. Kirchner ist derzeit Senatorin und geniesst daher Immunität.

Denkwürdiger Tag

«Ich hätte nie gedacht, dass ich an diesem Datum so glücklich sein würde», sagte die 66-jährige Kirchner am späten Sonntagabend in der Zentrale ihres Wahlbündnisses – es war der neunte Jahrestag des Todes ihres Ehemannes und Vorgängers im Präsidentenamt, Néstor Kirchner. «Néstor ist nicht gestorben, er lebt im Volke», sangen ihre Anhänger.

Argentinien steckt erneut in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise, obwohl der Internationale Währungsfonds (IWF) dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr einen Bereitschaftskredit von 57 Milliarden US-Dollar gewährt hatte. Die Inflationsrate liegt bei mehr als 50 Prozent. Die Landeswährung Peso wertete nach den Vorwahlen zum wiederholten Male stark ab. Viele Anleger fürchteten offenbar eine Rückkehr Kirchners an die Macht. Sie steht für eine protektionistische Wirtschaftspolitik und eine konfliktreiche Beziehung zum IWF.

Fernández gilt als gemässigt und ist nicht durch Korruptionsvorwürfe belastet. Er war Kabinettschef während der Präsidentschaft von Néstor Kirchner und übte das Amt auch noch in den ersten Monaten der darauf folgenden Amtszeit von Cristina Kirchner aus. Er trat dann aber zurück, weil er mit ihrer Politik nicht einverstanden war. (sda/dpa/afp)

Zeremonie mit Misstönen: Macri als argentinischer Präsident vereidigt

Inflation in Argentinien

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neruda 28.10.2019 09:55
    Highlight Highlight Der korrupte IWF schenkt seinen Neoliberalen Kollegen 57 Mia. Aber wehe, eine linke Regierung will was. Und die Verantwortliche Lagarde bekommt den EZB-Vorsitz dafür 🙈😂 Ist halt auch wichtig, dass bei solchen Posten auf eine hervorragende Qualifikation geachtet wird!
  • Auric 28.10.2019 07:32
    Highlight Highlight Wenigstens haben die jetzt mit dem Vaca Muerta wieder was um sich die Taschen zu füllen.
  • K1aerer 28.10.2019 07:21
    Highlight Highlight Wie kann man überhaupt diese korrupten Leute wählen? Lieber ein leeres Zettel einlegen.
  • Scaros_2 28.10.2019 07:17
    Highlight Highlight Der neue Filz übergibt dem alten Filz und das Spiel beginnt von vorne
  • Der Rückbauer 28.10.2019 07:07
    Highlight Highlight Frau Kirchner ist in 12 Fällen der schweren Korruption angeklagt. Jetzt ist ihr Anwalt ihr Chef. Alles vom Volk abgesegnet. - Honey soit qui mal y pense.
    Adònde vas, Argentina? Etwas ist sicher: Dass Argentinien immer politisch unsicher bleibt. Das hat System.

«Ähm, ähm, als Persona con grata ...» – neuer AfD-Chef blamiert sich beim ersten Interview

Am Samstag wurde bei der AfD ein neuer Parteivorsitzender gewählt. Dies, weil sich Alexander Gauland zurückgezogen hat. Gewählt wurde Tino Chrupalla, ein 44-jähriger Malermeister und Bundestagsabgeordneter aus Sachsen. Chrupalla teilt sich den Job als Parteichef mit Jörg Meuthen, der am Bundesparteitag am Samstag wiedergewählt wurde.

Gleich am Anschluss zu seiner Wahl stellte sich Chrupalla für ein Interview mit der ZDF-Sendung «Berlin direkt» zur Verfügung.

Die erste Frage des Moderators Theo …

Artikel lesen
Link zum Artikel