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«Harold und Maude»-Star Bud Cort gestorben

«Harold und Maude»-Star Bud Cort gestorben

12.02.2026, 12:1112.02.2026, 12:11

Der durch den Kultfilm «Harold und Maude» bekanntgewordene US-Schauspieler Bud Cort ist tot.

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Bud Cort ist durch den Film «Harold und Maude» bekannt geworden.Bild: IMAGO / Lindenthaler

Cort starb am Mittwoch in Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut, wie Dorian Hannaway, eine TV-Produzentin und gute Bekannte des Schauspielers, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte. Ihren Angaben nach war Cort seit einiger Zeit krank. Medienberichten zufolge wurde er 77 Jahre alt.

Cort war laut dem Branchenmagazin «Variety» als Walter Edward Cox in Rye, New York geboren worden. Seinen Namen änderte er demnach, um Verwechslungen mit dem Schauspieler Wally Cox zu vermeiden. Nach dem Umzug nach Los Angeles wurde Cort vom Regisseur Robert Altman gecastet, in dessen Comedy-Serie «MASH» er eine Nebenrolle spielte, wie es weiter hiess. In «Nur Fliegen ist schöner» übernahm er 1970 unter Altmans Regie erstmals eine Hauptrolle.

«Harold und Maude» erst Kinoflop, dann Kultfilm

1971 spielte Cort in der schwarzen Komödie «Harold und Maude» den jungen Mann Harold, der vom Tod besessen ist, sich mit der 79-jährigen Holocaustüberlebenden Maude (Ruth Gordon) anfreundet und von ihr lernt, wie man lebt. Bei den Golden Globes wurde er dafür als bester Hauptdarsteller nominiert.

An den Kinokassen floppte der Film, er entwickelte sich im Laufe der 1970er Jahre aber dennoch zum Kultklassiker – gerade unter Studentinnen und Studenten in der damaligen Post-Hippie-Ära sei die Geschichte gut angekommen, berichtete die «New York Times».

Trotz der Jahrzehnte anhaltenden Beliebtheit von «Harold und Maude» verpasste Cort den grossen Durchbruch. 1979 wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt, was sich laut «Variety» auch auf seine Karriere auswirkte. Vor der Kamera übernahm er vor allem Nebenrollen. In «Heat» (1995) war er neben Al Pacino und Robert De Niro zu sehen; in Wes Andersons «Die Tiefseetaucher» (2004) spielte er an der Seite von Bill Murray, Owen Wilson und Cate Blanchett einen Versicherungsvertreter. (hkl/sda/dpa)

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2 Kommentare
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Gibt es hier auch Hot Dogs? Das frage ich mich angesichts des Merchandising-Stands vor dem Hallenstadion, wo T-Shirts mit dem Aufdruck «Hot for God» verkauft verkauft werden. Der Stand versprüht ein bisschen Freikirchen-Feeling. Aber ich weiss ja, worauf ich mich bei Rosalía einlasse: auf eine dunkelblütige spanische Katholizismus-Show. Auf ein Karfreitagsgebet, auf Christus' diamantene Tränen, auf mystiszistische Verschmelzungs-Fantasien, auf einen Mikrophonständer, der von Spaniens berühmtester Kirche, der Sagrada Familia, inspiriert wurde, auf einen Orchestergraben, der einem Kirchenschiff nachempfunden wurde.
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