So tönen die Songs des 70. Eurovision Song Contests in Wien
Der Eurovision Song Contest feiert dieses Jahr seine 70. Austragung. Die Jubiläumsausgabe findet vom 12. bis 16. Mai in Wien statt, nachdem der österreichische Sänger JJ beim ESC 2025 in Basel den Sieg für sein Land geholt hat.
35 Länder nehmen dieses Jahr offiziell am ESC teil, fünf Nationen haben wegen einer erneuten Teilnahme Israels ihren Boykott erklärt und setzen aus. Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island werden in Wien darum nicht dabei sein.
Alle ESC-Siegerinnen und Sieger seit 1956
Hier findest du immer die aktuellste Liste mit den teilnehmenden Ländern und den dazugehörigen Acts und Songs. Die Liste aktualisieren wir laufend.
Dein Favorit? Schreib es uns in die Kommentare!
Albanien
Alis – Nân
Albanien hat traditionsgemäss als erstes Land seinen ESC-Song kurz vor Weihnachten festgelegt.
Der 22-jährige Alis wird Albanien mit dem Song «Nân» vertreten. Er schaffte seinen Durchbruch als Künstler vor zwei Jahren bei der Musikshow «X Factor Albania».
Seinen ESC-Song «Nân» hat er selbst komponiert, dabei ist eine dramatische Ballade entstanden.
Armenien
Artist offen – Song offen
Australien
Delta Goodrem – Eclipse
Australien schickt einen Superstar an den ESC: die Sängerin Delta Goodrem. Sagt dir nichts? Ihren grössten Hit «Lost without you» aus dem Jahr 2003 hast du bestimmt schon gehört:
Ihr Album hat sich damals weltweit über vier Millionen Mal verkauft. Nach Wien bringt die heute 41-jährige Australierin den Song «Eclipse», einen unspektakulären, sauber produzierten Popsong:
Für einen Sieg beim ESC hat es Australien bisher nicht gereicht, jedoch oft sehr zuverlässig fürs Finale. Nach der verpassten Finalteilnahme des «Milkshake Man» letztes Jahr in Basel soll nun Delta Goodrem dieses Ziel wieder erreichen.
Aserbaidschan
Jiva – Just Go
Sängerin Jiva bewegt sich zwischen Pop, Dance und R'n'B und hat sich als Solokünstlerin in ihrem Heimatland bereits einen Namen gemacht. Nun darf sie Aserbaidschan mit dem Song «Just Go» am ESC vertreten.
Belgien
Essyla – Dancing on the Ice
Belgien schickt die Sängerin Essyla mit der Uptempo-Pop-Nummer «Dancing on the Ice» ins ESC-Rennen. Essyla heisst eigentlich Alice Van Eesbeeck. Die 29-jährige Belgierin hat sich in ihrem Heimatland bereits einen Namen als Künstlerin gemacht, den ESC-Song hat sie mitkomponiert und mitgeschrieben.
Bulgarien
Dara – Bangaranga
In Basel beim ESC 2025 war Bulgarien nicht dabei. Nun nimmt Bulgarien wieder teil und hat am 31. Januar entschieden, dass Künstlerin Dara das Land in Wien vertritt. Rund einen Monat später, am 28. Februar, wurde ihr Song «Bangaranga» veröffentlicht. Der Song reiht sich in die Halli-Galli-Songs des diesjährigen ESC-Jahrgangs ein.
Dänemark
Søren Torpegaard Lund – Før vi går hjem
Der dänische Sänger und Musicaldarsteller Søren Torpegaard Lund hat den «Melodi Grand Prix» am 14. Februar für sich entschieden. Er darf Dänemark somit beim ESC in Wien repräsentieren.
Sein Song «Før vi går hjem» bedeutet «Bevor wir nach Hause gehen» und handelt von einer rauschenden Partynacht, die kein Ende nehmen soll.
Deutschland
Sarah Engels – Fire
Auch Deutschland schickt eine bereits etablierte Künstlerin ins diesjährige ESC-Rennen: Sarah Engels. 2011 belegte sie bei «Deutschland sucht den Superstar» den zweiten Platz. Nun konnte sie sich beim deutschen ESC-Vorentscheid im Finalvoting durchsetzen.
Die 33-jährige Sängerin tritt mit dem Uptempo-Song «Fire» an, der stark an den zypriotischen Beitrag «Fuego» von Eleni Foureira aus dem Jahr 2018 erinnert.
Deutschland gehört zu den sogenannten Big-Five-Nationen des ESC, den grössten Geldgebern, und tritt darum direkt im Finale am 16. Mai an.
Estland
Vanilla Ninja – Too epic to be true
Vaniiiilla Ninjaaaa! Kommt dir irgendwie bekannt vor? Yep, das ist diie Band, die 2005 für die Schweiz am ESC angetreten ist und den sehr guten 8. Platz belegt hat. Damals noch als Quartett, sind sie heute als Trio unterwegs. Nun treten die drei Frauen für ihr Heimatland Estland an.
Sie haben den estnischen Vorentscheid «Eesti Laul» am 14. Februar für sich entschieden und werden damit Nachfolgerinnen des letztjährigen Teilnehmers und «Espresso Macchiato»-Sängers Tommy Cash.
Ihr Song «Too Epic To Be True» ist ... naja, gar nicht mal so epic, aber hör selber rein:
Finnland
Linda Lampenius & Pete Parkkonen – Liekinheitin
Das Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen hat beim finnischen Vorentscheid einen Erdrutschsieg erzielt. Sie werden mit ihrem epochalen Song «Liekinheitin» in den Wettquoten nun bereits als Gesamtsieger des diesjährigen ESCs gehandelt.
Linda Lampenius ist international als klassische Violinistin bekannt geworden und arbeitete bereits mit Musikgrössen wie Andrew Lloyd Webber zusammen.
Den Song «Liekinheitin» schrieb sie zusammen mit Pete Parkkonen und weiteren Komponisten. Liekinheitin bedeutet Flammenwerfer und handelt von der körperlichen Anziehung zwischen zwei Menschen.
Frankreich
Monroe – Regarde
Die erst 17-jährige Sängerin Monroe vertritt Frankreich beim ESC in Wien. Ihr Song «Regarde» ist eine moderne Opera-Komposition hat in Fanforen bereits grosse Aufmerksamheit erhalten.
Georgien
Bzikebi – On Replay
Georgien hat am 14. Januar bekannt gegeben, dass die Band Bzikebi nach Wien reisen wird. Die dreiköpfige Truppe wurde speziell für den Junior Eurovision Song Contest 2008 gegründet und sie konnte den Sieg auch gleich nach Georgien holen. Nun tritt sie das erste Mal beim «Erwachsenen»-ESC an. Der Song «On Replay» wird am 11. März veröffentlicht.
Griechenland
Akylas – Ferto
Vom Kreuzfahrtschiff auf die grosse ESC-Bühne: Der griechische Sänger Akylas hat sich beim griechischen Vorentscheid gegen 27 (!) andere Teilnehmende durchgesetzt und vertritt Griechenland in Wien.
In den letzten Jahren hat er auf hoher See als Sänger auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, auf TikTok gingen einige seiner Videos viral und nun gelang ihm mit dem Song «Ferto» der ESC-Coup.
«Ferto» bedeutet «Bring es»: Er besingt in seinem «lüpfigen» Song das Leben im Überfluss und zählt mit einem Augenzwinkern eine Wunschliste von Dingen auf, die er gerne hätte: Immobilien, Yachten, Golduhren, U-Boote, Diamantringe und vieles mehr.
Grossbritannien
Look Mum No Computer – Eins Zwei Drei
Der englische Elektro-Musiker mit dem witzigen Namen «Look Mum No Computer» wird dieses Jahr Grossbritannien beim ESC vertreten, sein Song heisst «Eins Zwei Drei».
Israel
Noam Bettan – Michelle
Bei der Castingshow «HaKokhav HaBa – The Next Star 2026» hat Israel entschieden, Noam Bettan an den ESC in Wien zu schicken. Der Singer-Songwriter ist 27 Jahre alt und ursprünglich aus Frankreich, weshalb er oft mehrsprachig singt.
Noam Bettans Song heisst «Michelle».
Italien
Sal Da Vinci – Per sempre sì
Sal Da Vinci vertritt Italien beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Der 57-jährige Neapolitaner hat am 28. Februar das traditionsreiche Sanremo-Festival für sich entschieden. Der Gewinner darf jeweils entscheiden, ob er für Italien an den ESC reisen möchte. Sal Da Vinci sagte: Sì!
Sein Song «Per sempre sì» ist ein gefühlvoller Italo-Schlager-Schmachtfetzen, er besingt dabei ein Hochzeitspaar, das sich ewige Liebe schwört.
Kroatien
Lelek – Andromeda
Volle Frauenpower: Die fünfköpfige Band Lelek lag beim kroatischen Vorentscheid (Dora-Festival) sowohl bei der Jurywertung als auch beim Publikumsvoting klar vorne und wird Kroatien in Wien vertreten.
Ihr Song «Andromeda» ist auf Kroatisch gesungen und ist bezeichnend für den Stil der Ethno-Pop-Band.
Lettland
Atvara – Ēnā
Die lettische Sängerin Atvara wurde durch TikTok bekannt und wird nun nach Wien reisen. Sie konnte beim lettischen Vorentscheid mit der gefühlvollen Ballade «Ēnā» überzeugen.
Den Song Ēnā (dt. «Schatten») hat sie selbst mitgeschrieben, sie besingt darin schmerzvolle Erfahrungen in der Kindheit.
Litauen
Lion Ceccah – Sólo quiero más
Litauen schickt einen mehrsprachigen Titel ins Rennen: Künstler Lion Ceccah singt bei «Sólo quiero más» Spanisch, Englisch und Litauisch.
Auch die Musikrichtung ist nicht eindeutig: Der Song enthält Pop-Elemente, Opera, Elektro und Beats. Es bizli öppis debi für alli!
Luxemburg
Eva Marija – Mother Nature
Die fix zum ESC gehörende Barfuss-Performance können wir mit dem Beitrag aus Luxemburg nun abhaken: Eva Marija hat den Vorentscheid mit ihrem Song «Mother Nature» für sich entschieden.
Eva Marija heisst eigentlich Eva Puc und war mit 20 Jahren die jüngste Teilnehmerin beim diesjährigen Vorentscheid in Luxemburg. Mit ihrem folkigen Indie-Pop-Song «Mother Nature» will sie Heilung, Erdung und Hoffnung feiern.
Malta
AIDAN - Bella
Malta schickt in Wien den Künstler AIDAN mit der Ballade «Bella» ins Rennen. Der 26-Jährige wurde durch X Factor Malta bekannt und hat schon dreimal an der ESC-Vorentscheidung teilgenommen. Beim vierten Mal hat es nun geklappt und AIDAN reist für sein Land an den ESC.
Moldau
Satoshi – Viva, Moldova!
In Basel war Moldau letztes Jahr nicht dabei, in Wien geht nun der Künstler Satoshi an den Start. In gewohnt moldawischer Manier: Eine Uptempo-Nummer mit traditionellen Klängen soll das Publikum und die Jury überzeugen.
Salutti, a tutti! – nur eine der vielen Phrasen, die im Partykracher «Viva, Moldova!» vorkommen. Wir üben schon mal und hören in unserer Fantasie das Publikum schon mitbrüllen.
Montenegro
Tamara Živković – Nova Zora
Auch Montenegro hat wie Albanien allen ESC-Fans ein Weihnachtsgeschenk gemacht und seinen Song für Wien noch vor den Festtagen gewählt.
Und Montenegro richtet gleich mit der grossen ESC-Kelle an, es schickt mit Tamara Živković und dem Song «Nova Zora» einen Song mit typischem ESC-Anstrich ins Rennen: fetter Bass, epochaler Gesang und eine klare Hook-Struktur.
Die Interpretin Tamara Živković ist laut des ESC-Portals ESC Kompakt ausgebildete Flötistin und studiert in Belgrad Musik.
Norwegen
Jonas Lovv – Ya ya ya
Den norwegischen Vorentscheid «Melodi Grand Prix 2026» konnte Jonas Lovv für sich entscheiden. Der 32-jährige Sänger hat Jury und Publikum mit seinem Rocksong «Ya ya ya» überzeugt und darf nun für Norwegen nach Wien reisen.
Österreich
Cosmó – Tanzschein
Österreich schickt Cosmó ins Rennen um die Titelverteidigung. Am 20. Februar konnte der Song «Tanzschein» beim Vorentscheid «Wer singt für Österreich?» überzeugen.
Sänger Cosmó ist erst 19 Jahre alt und wurde in Österreich bereits durch die Teilnahme bei der deutschen Sendung «The Voice Kids» bekannt. Sein Song «Tanzschein» soll Leute dazu animieren, das Tanzbein wieder vermehrt zu schwingen.
Polen
Alicja – Pray
Polen wird dieses Jahr von der Sängerin Alicja vertreten, sie bringt den Song «Pray» mit nach Wien.
Portugal
Bandidos de Cante – Rosa
Beim portugiesischen Vorentscheid konnte sich das Trio Bandidos de Cante durchsetzen. Sie treten mit ihrem hgefühlvollen Lied «Rosa» in Wien an.
Rumänien
Alexandra Căpitănescu – Choke Me
Rumänien war beim ESC 2025 in Basel nicht dabei und nimmt nun wieder teil. Und wie! Rumänien schickt den Rock-Knaller «Choke Me» von Alexandra Căpitănescu ins Rennen.
San Marino
Senhit – Superstar
Sängerin Senhit bringt bereits Erfahrung am Eurovision Song Contest mit. 2021 trat sie zusammen mit Flo Rida und dem Song «Adrenalina» für San Marino an. Nun tritt sie dieses Mal solo an, mit dem Song «Superstar».
Schweden
Felicia – My System
Den schwedischen Vorentscheid «Melodifestivalen» nennen ESC-Fans zu Recht «den geheimen ESC». An Songqualität und grosser Aufmachung kaum zu überbieten, füllt der Vorentscheid insgesamt sechs Samstagabende des schwedischen Fernsehprogramms. Die Hälfte (!) der schwedischen Bevölkerung schaut jeweils «Mello», wie die Sendung umgangssprachlich genannt wird.
Sich im Final durchsetzen konnte Felicia. Ihr EDM-Song «My System» hat Publikum und Jury überzeugt. Nz Nz Nz!
Das Finale findet am 7. März statt.
Schweiz
Veronica Fusaro – Alice
Für die Schweiz tritt die Pop-Künstlerin und Songwriterin Veronica Fusaro in Wien an, das hat die SRG bereits bekannt gegeben. Der Song der Thunerin wird jedoch erst am 11. März veröffentlicht.
Serbien
Lavina – Kraj mene
Serbien lässt es krachen und schickt den Metal-Song «Kraj mene» und die Band Lavina nach Wien. Die Band hat sich in ihrem Heimatland besonders auf Festivals bereits einen Namen gemacht. Nun sollen sie auch den Rest von Europa in ihren Bann ziehen und treten am ESC für Serbien an.
Tschechien
Daniel Žižka – Crossroads
Tschechien schickt den Künstler Daniel Žižka mit der emotionsgeladenen Ballade «Crossroads» an den Start.
Ukraine
Leléka – Ridnym
Die Ukraine schickt die Sängerin Leléka mit dem Song «Ridnym» ins Rennen.
Die 36-jährige Ukrainerin lebt seit zehn Jahren in Berlin und hat Jazz studiert. Bei ihrem Song «Ridnym» (dt. An die Liebsten) singt sie mehrsprachig und sie besingt die innere Stärke und das Überwinden von Ängsten.
Zypern
Antigoni – Jalla
«Jalla, Jalla!»und nochmals! «Jalla, Jalla!»
Nach dem 3-minütigen Song aus Zypern bringst du diese Worte nicht mehr aus dem Kopf. Bereits im November war bekannt geworden, dass die britisch-zypriotische Sängerin Antigoni für Zypern antreten wird. «Jalla» bedeutet «mehr», der Song ist eine Uptempo-Nummer und verbindet traditionelle Klänge mit modernen Beats.
