Zu viele Zwiebeln! Das servierten die Trumps König Charles und Camilla
Der König ist 77, die Königin 78, der Präsident 79, da muss man schon etwas leichtere Kost servieren, dachte sich wohl Melania Trump, 56, die für die Zusammenstellung des Staatsbanketts am Dienstagabend im Weissen Haus verantwortlich war.
Die Dekoration sollte die Schönheit englischer Gärten feiern, Kirschblüten, Flieder, Maiglöckchen, Ranunkeln und Flox wurden herangekarrt. Die Farbe des Abends war ebenfalls Kirschblüte, Melania hielt sich in ihrer Kleiderwahl streng daran, Königin Camilla übersetzte sie in ein kräftiges Fuchsiarot und trug dazu ein massives Amethist- und Diamanten-Collier, das einst der Mutter von Königin Victoria gehört hatte.
König Charles erzählte heitere Anekdoten über Churchill und Eisenhower und überreichte Trump zum allgemeinen Amüsement eine grosse goldene Glocke mit der Inschrift «Trump 1944», die im Zweiten Weltkrieg zu einem britischen Unterseeboot, der HMS Trump, gehört hatte. «Sollten Sie uns jemals benötigen, so klingeln Sie einfach», sagte Charles. Trump war betört.
Doch zurück zum Essen. Dank der blumigen Beschreibungen der New York Times wissen wir exakt, was die Königs geniessen durften. Nämlich ein bis aufs Dessert leichtes, weitgehend vegetarisches Frühlingsmahl.
«Als Vorspeise gibt es eine zarte Velouté aus Gartenkräutern, cremig und aromatisch, ergänzt durch einen erfrischenden Palmherzensalat. Abgerundet wird das Gericht mit knusprig gerösteten Schalotten und einem Hauch von Minzsprossen, die für Frische und Kontrast sorgen.»
«Der zweite Gang besteht aus handgemachten Ravioli mit Frühlingskräutern aus dem Küchengarten des Weissen Hauses, die reichlich mit cremiger Ricotta und erdigen Morcheln gefüllt und mit einer leichten Parmesan-Emulsion verfeinert sind, die den Geschmack des Gerichts perfekt zur Geltung bringt.»
«Der dritte Gang besteht aus einer klassischen Seezunge Meunière, meisterhaft zubereitet und in nussiger brauner Butter serviert. Der Fisch wird von zarten Frühlingszwiebeln, süssen Zuckererbsen, Kartoffel-Pavé und einem frischen Petersilienöl begleitet, was dem Gericht eine raffinierte, saisonale Note verleiht.»
Und zum Dessert? Gabs einen bienenstockförmigen Schokokuchen, Mandelbisquit mit Vanille-Crémeux (sagt jetzt bloss nicht, dass ihr nicht wisst, was Crémeux ist!) Braune-Butter-Streusel, Crème-fraîche-Glacé und Honig aus dem Garten des Weissen Hauses.
Die Tischwäsche war zartgrün, Porzellan aus der Ära Clinton und der Ära Bush wurde verwendet, Hauptsache, es hatte möglichst breite Goldränder. Trump soll sich fast den ganzen Abend über anständig benommen haben und wie Knetmasse in den Händen des Königs gewesen sein. Es seien kriegsferne, friedliche und einvernehmliche Stunden gewesen, sind sich alle einig. Möge der Abglanz davon noch etwas anhalten.
P.S. Unser redaktionseigener Zwiebelhasser Daniel Huber (siehe unten) findet, es sei mit den Schalotten und Frühlingszwiebeln viel zu viel Zwiebeliges in dem Gericht verwendet worden.
«Werdet wach! Zwiebeln sind das Schlimmste, das es gibt!»
(sme)
