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Iran-Ticker: US-Streitkräfte entern sanktionierten Öltanker

epa12902495 Vehicles are caught in a traffic jam as major roads are sealed and public transport is suspended, in Islamabad, Pakistan, 20 April 2026. As the ceasefire deadline nears, US negotiators are ...
Der Iran-Krieg und die Blockade der Hormus-Strasse sorgen für weltweite Ressourcenknappheit (Bild: Stau in der pakistanischen Haupstadt Islamabad).Bild: keystone
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Iran: Wenn dann mit «Hand am Abzug» ++ Trump: Iran muss verhandeln ++ USA entern Öltanker

21.04.2026, 11:2921.04.2026, 16:53
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16:48
Pakistan drängt auf Diplomatie und Verlängerung der Waffenruhe
Pakistan setzt im Konflikt zwischen den USA und Iran klar auf Gespräche. Aussenminister Ishaq Dar betonte bei einem Treffen mit einer US-Vertreterin in Islamabad, Dialog und Diplomatie seien «die einzig gangbaren Wege» zu langfristiger Stabilität im Nahen Osten.

Dar forderte beide Seiten auf, die Waffenruhe zu verlängern und den Verhandlungen mehr Zeit zu geben. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung direkter Gespräche zwischen Washington und Teheran.

Die US-Seite würdigte laut pakistanischem Aussenministerium die Rolle des Landes als Vermittler und dankte für dessen «konstruktiven Beitrag» zu den laufenden diplomatischen Bemühungen. (mke)
16:25
Pakistan unter Druck: Vermittlerrolle im Iran-USA-Konflikt wird getestet
Pakistan steht als Gastgeber der Gespräche zwischen den USA und Iran zunehmend unter Druck. In Islamabad laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, während unklar bleibt, wann und auf welcher Ebene die Verhandlungen tatsächlich beginnen.
In den vergangenen 48 Stunden kam es zu intensiven Kontakten: US- und iranische Vertreter trafen pakistanische Regierungsstellen, zugleich wurden Sicherheitsmassnahmen rund um mögliche Verhandlungsorte massiv verschärft. Auch militärische Präsenz der USA wurde in der Region verstärkt.
Wer die Gespräche führen wird, ist offen – möglich sind hochrangige Delegationen, aber auch direkte politische Spitzen. Trotz der angespannten Lage scheint auf beiden Seiten ein Interesse zu bestehen, den diplomatischen Prozess nicht scheitern zu lassen.
Beobachter gehen davon aus, dass im Hintergrund an einem Kompromiss gearbeitet wird, den beide Seiten als Erfolg darstellen können. Angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe könnte ein erstes Abkommen vor allem Zeit für weitere Verhandlungen schaffen – etwa durch eine gegenseitige Lockerung der Seeblockaden. (mke)
16:17
Iran: Falls wir verhandeln, dann mit «Hand am Abzug»
Iran zeigt sich vor einer möglichen neuen Gesprächsrunde kämpferisch. Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani erklärte, Teheran habe während Verhandlungen «die Hand am Abzug» und die Streitkräfte seien in «voller Einsatzbereitschaft».

Ob Iran an den geplanten Gesprächen teilnehmen wird, liess sie offen. Man verfolge zwei Strategien: Krieg oder Diplomatie.

Klar sei jedoch, dass die iranische Delegation «keine Kompromisse bei nationalen Interessen» eingehen werde. (mke)
15:58
Trump erwägt Finanzhilfe für Golfstaaten – erneute Nato-Kritik
US-Präsident Donald Trump zieht laut eigenen Aussagen finanzielle Unterstützung für Golfstaaten in Betracht, die aus seiner Sicht verlässliche Partner im Konflikt mit Iran sind. Im Gespräch brachte er unter anderem einen möglichen Währungstausch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Spiel.

Die VAE seien «ein guter Verbündeter», sagte Trump. Gleichzeitig räumte er ein, dass Hilfen für wohlhabende Staaten innenpolitisch umstritten sein könnten.

Saudi-Arabien verlange aktuell keine Unterstützung, werde aber ebenfalls als wichtiger Partner gewürdigt. Das Land helfe unter anderem bei der Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus.

Scharfe Kritik äusserte Trump erneut an Europa und der Nato. Das Bündnis bezeichnete er als «Papiertiger» und warf ihm mangelnde Unterstützung vor. (mke)
15:54
Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln
US-Präsident Donald Trump hat Iran aufgefordert, Vertreter zu den Gesprächen mit den USA nach Pakistan zu schicken. Teheran habe «keine Wahl», sagte er in einem Interview.

Trump zeigte sich überzeugt, dass am Ende ein «gutes Abkommen» zustande komme. Gleichzeitig betonte er, die USA würden «nicht mit den nettesten Leuten» verhandeln, seien dabei aber erfolgreich. Die Seeblockade bezeichnete er als «grossen Erfolg».

Eine Verlängerung der Waffenruhe stellt Trump nicht in Aussicht. Es bleibe «nicht viel Zeit» für eine Einigung. Andernfalls stellte er weitere militärische Schritte in den Raum und sagte, er rechne eher mit Bombardierungen. (mke)

15:50
Iran wirft USA Bruch der Waffenruhe vor
Nicht nur Washington erhebt Vorwürfe: Auch Iran beschuldigt die USA, die vereinbarte Waffenruhe verletzt zu haben.

Auslöser ist ein Vorfall im Golf von Oman, bei dem ein US-Zerstörer auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff geschossen haben soll. Die USA erklärten, das Schiff habe versucht, die Seeblockade zu umgehen.

Irans Militär sprach daraufhin von einem «Akt bewaffneter Piraterie» und bezeichnete die Aktion als klaren Verstoss gegen die Waffenruhe. (mke)
15:23
Katar: Die «ganze Welt» befürwortet Gespräche zum Iran-Krieg
Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA richtet der Golfstaat Katar einen eindringlichen Appell an die Konfliktparteien. Der Krieg müsse enden, denn er habe die Region, die Weltwirtschaft und die Energiemärkte in eine «sehr gefährliche Lage» gebracht. Das sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari am Dienstag. Über ein mögliches Scheitern der Gespräche wolle er sich nicht äussern, sagte al-Ansari. «Die ganze Welt unterstützt diese Verhandlungen und die Bemühungen Pakistans.» Katar habe dabei weiter Hoffnung und plädiere dafür, die aktuell geltende Waffenruhe zumindest zu verlängern, wenn es in den Verhandlungen vorerst keine Einigung gebe.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen zum Krieg nach Islamabad zu schicken. Es ist jedoch weiterhin ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der Iran hat nach Informationen des Staatsfernsehens noch keine Vertreter für Gespräche mit den USA nach Pakistan geschickt. Trump hat Mittwochabend Washingtoner Zeit als Ende der Feuerpause genannt, was im Iran in den Morgenstunden am Donnerstag wäre. (sda/dpa)
14:34
US-Streitkräfte entern Öltanker
US-amerikanische Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht einen Öltanker geentert, der wegen des Schmuggels iranischen Rohöls in Asien mit Sanktionen belegt wurde. Das teilte das US-Kriegsministerium auf X mit.



«US-Streitkräfte führten im Zuständigkeitsbereich des INDOPACOM ohne Zwischenfälle eine Kontrolle, eine Seeblockade und eine Durchsuchung des staatenlosen, mit Sanktionen belegten Tankers M/T Tifani durch», heisst es in dem Beitrag.

Das Ministerium warnt, dass man weltweit Massnahmen ergreife, um «illegale Netzwerke zu zerschlagen und sanktionierte Schiffe abzufangen, die den Iran materiell unterstützen – wo auch immer diese operieren». Internationale Gewässer seien kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe. (hkl)
14:04
Trump wirft Iran Bruch der Waffenruhe vor
Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wirft US-Präsident Donald Trump Teheran vor, die Feuerpause wiederholt missachtet zu haben.

«Der Iran hat die Waffenruhe mehrfach verletzt!», schreibt Trump in einem neuen Post auf Truth Social. Details nannte der US-Präsident nicht; sein Post umfasste nur diesen einen Satz. (sda/dpa)

13:44
Iran zeigt sich kriegsbereit: «Hölle» für USA und Israel
Irans Militär hat sich vor dem Auslaufen der Waffenruhe bereit für eine Wiederaufnahme der Kriegshandlungen gegen Israel und die USA gezeigt. Das Militär sei einsatzbereit und werde sich nicht überraschen lassen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, das Sprachrohr der mächtigen Revolutionsgarden. Neue Ziele seien für eine Rückkehr zum Krieg identifiziert worden. Vom ersten Moment der Wiederaufnahme von Angriffen werde man eine «Hölle» für die Amerikaner und Israelis schaffen, hiess es.

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen. Vor gut zwei Wochen einigten sich die Konfliktparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die am Mittwochabend (Ortszeit Washington) ausläuft. Vertreter aus Washington und Teheran hatten unter Vermittlung Pakistans über ein Ende des Konflikts gesprochen. Die Verhandlungen endeten ohne Ergebnis. Im Raum steht nun eine zweite Gesprächsrunde. Die iranische Seite hat einer Teilnahme noch nicht zugesagt. (sda/dpa)
11:27
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Protesten
Inmitten einer Welle von Hinrichtungen hat Irans Justiz ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten Anfang Januar vollstreckt. Ein Mann sei im Morgengrauen hingerichtet worden. Das berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Ihm wurde demnach vorgeworfen, bei den Aufständen eine Moschee im Teheraner Stadtteil Gholhak in Brand gesetzt zu haben.

Bereits am Montag wurden zwei Männer nach Spionagevorwürfen exekutiert. Die Justiz warf ihnen vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschahedin angehört haben sollen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Mindestens neun Menschen wurden im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten hingerichtet. Irans Sicherheitsapparat hatte die Massenproteste Anfang des Jahres brutal niedergeschlagen. (sda/dpa)
11:06
Israel: Hisbollah-Chef wird «mit seinem Kopf bezahlen»
Vor neuen Gesprächen Israels und des Libanons in Washington hat der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs gedroht. Naim Kassim werde «mit seinem Kopf bezahlen», sagte Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag.

Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagte Katz nach Angaben des Nachrichtenportals «ynet». Die Hisbollah habe Israel «im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen» und werde dafür den Preis zahlen. «Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren», sagte Katz demnach.

Nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf das israelische Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 hat Israel seine Militärstrategie laut Experten von einer auf Abschreckung ausgerichteten Politik hin zu präventiven und offensiven Operationen verschoben. Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon werden laut einem Sprecher des US-Aussenministeriums am Donnerstag in Washington fortgesetzt.

Israel strebt mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an und fordert eine Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine «Sicherheitszone» eingerichtet, die libanesische Führung spricht dagegen von der Besatzung libanesischem Bodens. (sda/dpa)
5:46
Optimismus an Börsen in Ostasien hält an
Die Börsenkurse in Ostasien sind vor Ablauf der derzeitigen Waffenruhe im Iran erneut gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte eine Stunde nach Handelsstart um rund zwei Prozent.

Damit rangiert er derzeit sogar höher als noch zu Beginn des aktuellen Iran-Kriegs Ende Februar. Der japanische Nikkei 225 stieg zum selben Zeitpunkt – 10 Uhr morgens Ortszeit – um knapp 1,2 Prozent.

Damit setzen die Märkte in Seoul und Tokio offenbar trotz der anhaltenden Spannungen in Nahost auf eine mögliche Einigung zwischen Washington und Teheran. Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA war eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss. Beide Parteien zeigten sich zuletzt unnachgiebig.

US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen in Pakistans Hauptstadt Islamabad zu schicken. Vor gut einer Woche fand dort bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Vertreter aus Washington und Teheran statt. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi machte den USA zuletzt wieder Vorwürfe, schloss eine neue Verhandlungsrunde jedoch nicht explizit aus.

Die Ölpreise sind im Vergleich zum selben Zeitpunkt am Vortag leicht gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni liegt derzeit bei 94,8 Dollar. Die Volkswirtschaften in Ostasien sind vergleichsweise stark von Öllieferungen aus Nahost abhängig. (sda/dpa)

5:45
Leavitt: USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher
Trotz der Unklarheit über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde sieht sich die US-Regierung einem ihrer Meinung nach guten Abkommen mit dem Iran näher denn je. «Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schliessen – ganz im Gegensatz zu dem schrecklichen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox News. Damit bezog sie sich auf das Atomabkommen von 2015, das US-Präsident Donald Trump später aufkündigte.

Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Sollte es dennoch nicht dazu kommen, habe der Präsident mehrere Optionen zur Verfügung, «von denen er ohne zu zögern Gebrauch machen wird.» Trump habe zuvor gezeigt, dass er seinen Worten Taten folgen lasse.

Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde er Angriffe auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur anordnen, teilte Trump mit. Ob es vor Ende der Feuerpause noch zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommt, ist unklar. (sda/dpa)


Karoline Leavitt.
21:57
Iran nennt Hindernis für Gespräche - schliesst sie aber nicht aus
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht - eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. «Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstösse der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses», sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. «Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden.»

Irans Aussenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, der Iran habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, so der Sprecher.

Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar appellierte an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Aussenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäussert. (sda/dpa)


Abbas Araghtschi
20:52
Libanon meldet Verletzte nach israelischem Angriff
Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben trotz einer geltenden Waffenruhe mehrere Menschen verletzt worden. Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatija im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen.

Seit vergangener Woche gilt nach mehr als sechs Wochen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

In der aktuellen Vereinbarung heisst es, Israel soll zwar «offensive» Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen, das Land darf sich jedoch gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

Vom Beschuss erneut zum Krieg?

Viele im Libanon fürchten sich vor einer Wiederholung der Ereignisse der Waffenruhe von 2024. Ein monatelanger gegenseitiger Beschuss führte bereits damals zu einem offenen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Ende November 2024 wurde eine Waffenruhe beschlossen. Doch beide Seiten warfen sich immer wieder Verstösse vor. Das israelische Militär griff weiter nahezu täglich im Nachbarland an. Dabei wurden nach UN-Angaben auch Dutzende Zivilistinnen und Zivilisten getötet.

Israelische Soldaten sind auch weiterhin im Südlibanon stationiert. Die Hisbollah gab an, dort am Nachmittag israelische Panzer angegriffen zu haben. (sda/dpa)
19:04
Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal «unwahrscheinlich»
US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für «sehr unwahrscheinlich», sollte es vor deren Ablauf keine Vereinbarung mit Teheran geben. Die aktuell geltende Feuerpause laufe am Mittwochabend (Ortszeit Washington) aus, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Bloomberg nach einem Telefoninterview.

Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht (MESZ) am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Vielfach war das Ende der Waffenruhe für diese Woche daher mit der Nacht zu Mittwoch angegeben worden.



Auf seiner Plattform Truth Social betonte Trump nun, dass er unter keinerlei Druck stünde, einen Deal mit dem Iran zu erzielen. Gleichzeitig bekräftigte er, dass alles «relativ schnell» über die Bühne gehen werde. Der US-Präsident hatte bereits mehrfach betont, die USA und der Iran stünden kurz vor einem Deal. Am Freitag etwa hatte er dem Nachrichtenportal «Axios» in einem Telefongespräch gesagt, dass die USA «in den nächsten ein oder zwei Tagen eine Einigung erzielen» würden. Das hat sich nicht bewahrheitet. (sda/dpa)
19:03
Kreise: US-Delegation bricht «bald» nach Pakistan auf
Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran plant die US-Delegation laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle, «bald» in die pakistanische Hauptstadt Islamabad aufzubrechen. Das erfuhr die Deutschen Presse-Agentur am späten Montagvormittag (Ortszeit Washington). Nach Informationen der «New York Times» und des Senders CNN wird aktuell erwartet, dass sich die Delegation um US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag auf den Weg macht.

Die «New York Post» wiederum hatte Trump nach einem Telefoninterview am Morgen (Ortszeit Washington) mit der Angabe zitiert, dass die US-Delegation bereits heute Abend (Ortszeit Islamabad) in Pakistan eintreffen werde. Demnach gab sich Trump zuversichtlich, dass es zu Verhandlungen kommen werde: «Es ist vorgesehen, dass wir die Gespräche führen». Er gehe daher davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt «niemand Spielchen spielt». (sda/dpa)
10:16
Spannungen belasten Börse
Zerplatzte Friedenshoffnungen im Nahen Osten sorgen am Montag am Schweizer Aktienmarkt für Ernüchterung. Nachdem am Freitag die Erwartung einer zeitnahen Lösung des Konflikts die Kurse noch in die Höhe getrieben hatte, lassen der SMI wie auch seine europäischen Pendants zum Wochenstart Federn. Bereits am Samstag machte der Iran die Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig, mit der Begründung, dass die USA ihrerseits an der Blockade iranischer Häfen festhielten.

Nachdem sich am Freitag noch eine Entspannung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA abgezeichnet hatte, belastet der Rückschlag im Friedensprozess nun die Märkte. «Allerdings scheinen sich die Investoren an die Situation zu gewöhnen und setzen weiter auf eine baldige Lösung des Konflikts», kommentierte ein Händler. Unter dem Strich gehe die Phase der Unsicherheit jedoch in die Verlängerung. «Der Iran stellt für die USA und Israel eine vollkommen andere Art von Gegner dar als gedacht.»

Gegen 09.45 Uhr verliert der SMI deutliche 1,5 Prozent auf 13'221 Punkte, nachdem er am Freitag noch um beinahe 2 Prozent nach oben ging. Auf der internationalen Bühne fällt der deutsche DAX um 1,3 Prozent oder der FTSE 100 in London um 0,6 Prozent zurück. (awp/sda)
9:58
Irans Aussenministerium: Aktuell keine Verhandlungen geplant
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen.

«In dieser Hinsicht wurde keine Entscheidung getroffen», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte der Sprecher.

Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen an. Seine Vertreter werden demnach am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen. Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein weiteres Treffen mit US-Vertretern unterdessen ab. (sda/dpa)
9:42
Irans Präsident fordert Diplomatie trotz Misstrauens
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich trotz grossen Misstrauens gegenüber den USA für Diplomatie ausgesprochen. Krieg sei für niemanden von Vorteil, sagte der Regierungschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bei einer Sitzung.

«Während man gleichzeitig gegenüber Bedrohungen standhaft bleibt, muss man jeden rationalen und diplomatischen Weg nutzen, um Spannungen zu reduzieren», sagte Peseschkian.
«Gleichzeitig ist Misstrauen gegenüber dem Feind und Wachsamkeit in den Interaktionen eine unvermeidliche Notwendigkeit.»

Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen angekündigt. Seine Vertreter werden demnach am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen.

Die iranische Führung lehnt laut einem Irna-Bericht ein weiteres Treffen mit US-Vertretern unterdessen ab. Zur Begründung hiess es am Sonntagabend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten «keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen».


Im Iran ist der Präsident, anders als in vielen Ländern, nicht Staatsoberhaupt, sondern Regierungschef. Peseschkian gilt im Iran als verhältnismässig moderater Politiker. Seine Macht gilt als äusserst begrenzt. (sda/dpa)


9:41
Gerichtsmedizin: Mehr als 3.300 Kriegstote im Iran
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners 3375 Menschen getötet worden.

Dabei handele es sich um endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals «Jamaran».

Der Gerichtsmedizin zufolge waren unter den Toten 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Die meisten Opfer gab es demnach in der Hauptstadt Teheran, Isfahan im Zentrum des Landes sowie der Küstenprovinz Hormusgan.

Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3000 Tote gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete jüngst, dass mindestens 7650 Menschen ums Leben kamen, darunter 1030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit nicht. (sda/dpa)
3:03
Ölpreise steigen wegen Spannungen in Strasse von Hormus deutlich
Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche.

Brent war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar.

Für Spannungen sorgte vor allem die Seeblockade der USA in der Strasse von Hormus: Die US-Marine hatte am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. (sda/dpa)
1:48
Irans Militär: Werden auf US-Angriff auf Frachter reagieren
Irans Militär hat den USA nach dem Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Arabischen Meer «bewaffnete Seepiraterie» vorgeworfen. Man werde «bald reagieren», zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya. Die US-Marine hatte den iranischen Frachter zuvor angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Strasse von Hormus.

Die USA haben eine Blockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. «Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuss lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging», schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social. Laut Centcom wurden bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. (sda/dpa)
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Die dabei ebenfalls vereinbarte Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus wird bisher nicht verlässlich umgesetzt.
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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Japan lockert Regeln für Waffenexporte
Die japanische Regierung hat ihre historischen Beschränkungen für Waffenexporte ins Ausland weitgehend aufgehoben.
Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, zielen die vom Kabinett und dem Nationalen Sicherheitsrat gebilligten Änderungen darauf ab, Japans «sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Partnerländern auszubauen». Damit wendet sich das Land immer stärker von seinem nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschlagenen pazifistischen Kurs ab.
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