International
EU

EU deckt Verkauf-Tricks am Black Friday und Cyber Monday auf

Shoppers browse for Black Friday deals at Atlantic Station outdoor mall, Friday, Nov. 28, 2025, in Atlanta, Ga. (AP Photo/Megan Varner)
Black Friday Holiday Shopping
Vielfach verstiessen Portale laut der Untersuchung gegen das EU-Verbraucherrecht.Bild: keystone

EU deckt Verkauf-Tricks am Black Friday und Cyber Monday auf

Fast jeder dritte untersuchte Online-Händler hat laut der Europäischen Kommmission am Black Friday oder dem Cyber Monday falsch auf Rabatte verwiesen. Das stellten Verbraucherschutzbehörden an den Aktionstagen Ende November beziehungsweise Anfang Dezember 2025 fest.
26.03.2026, 16:4226.03.2026, 16:42

Verbraucherschützer aus 23 EU-Staaten sowie Island und Norwegen prüften die Verkaufstaktiken von ausgewählten Portalen in ihren jeweiligen Ländern – insgesamt 314 Online-Händler.

Vielfach verstiessen Portale laut der Untersuchung gegen das EU-Verbraucherrecht. So verwiesen 30 Prozent der Händler falsch auf ihre Rabatte. Der Referenzpreis für einen Rabatt müsse nach EU-Recht der niedrigste Preis der vergangenen 30 Tage sein.

Unterschiedliche Taktiken

Die Behörden identifizierten zudem einige Verkaufstaktiken. Mehr als die Hälfte der Händler (6 von 10), die Preisvergleiche nutzten (34 Prozent), erläuterten die Referenz für den Preis nicht eindeutig. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) verwendete Druckverkaufstechniken wie etwa einen Countdown-Timer, wobei mehr als die Hälfte dieser Fälle irreführend gewesen seien. Weiter versuchten Portale (36 Prozent), den Warenkörben optionale Artikel hinzuzufügen – in einigen dieser Fälle ohne nach Zustimmung zu fragen (4 von 10).

Black Friday und Cyber Monday böten eine grosse Chance für Unternehmen und Verbraucher, teilte die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, mit. «Ein gutes Schnäppchen ist jedoch keine Entschuldigung, um die Regeln zu betrügen. Verbraucher erwarten eine faire Behandlung, egal ob sie online oder offline einkaufen.»

Solche EU-weiten Untersuchungen, sogenannte Sweeps, werden von der Europäischen Kommission koordiniert und gleichzeitig von den zuständigen nationalen Behörden durchgeführt. Die zuständigen Verbraucherschutzbehörden können nun Massnahmen gegen die betroffenen Unternehmen ergreifen. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Black Friday
1 / 10
Black Friday
Sonderangebote, Rabatte, Werbegeschenke: Der Black Friday – der Feiertag nach Thanksgiving – lockt in den USA jedes Jahr Millionen Shopping-Wütige in die Läden. Auf dem Bild: Midnight Madness, Eugene, Oregon, im Jahr 2012.
quelle: ap the register-guard / brian davies
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Oft merke ich erst an der Kasse, dass Black Friday ist»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
2
Ex-Premierminister Israels spricht von «jüdischem Terrorismus» im Westjordanland
Datenanalysen des «Guardian» in Zusammenarbeit mit einer israelischen NGO zeigen, dass israelischen Siedlern und Militärs bei Gewaltakten im Westjordanland kaum juristische Konsequenzen drohen. Sogar ehemalige Regierungsvertreter sowie Militärangehörige Israels sprechen dabei von «jüdischem Terrorismus».
Israelische Siedler und Soldaten sind gemäss einer Statistik der UN seit 2020 für den Tod von mindestens 1100 palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten im Westjordanland verantwortlich. Rund ein Viertel der Todesopfer sollen Minderjährige gewesen sein. Mithilfe von öffentlich zugänglichen Daten und Gerichtsurteilen untersuchte nun die britische Zeitung «Guardian» in Zusammenarbeit mit der israelischen Menschenrechtsorganisation «Yesh Din», zu wie vielen Verurteilungen durch israelische Gerichte die Todesfälle führten.
Zur Story